Gestern verkündete der amerikanische Mobility Gigant Uber eine Partnerschaft mit dem französischen Mobility Startup Cityscoot, welches E-Roller in Paris, Nizza, Mailand und Rom anbietet. Ab dem nächsten Monat werden erstmals mehr als 4.000 E-Mopeds von Cityscoot verfügbar sein. Zu buchen und bezahlen sind die Elektroroller direkt in der Uber App.

Uber bietet Autos, E-Scooter, E-Roller und seine eigenen Jump Bikes

Uber bietet damit neben Autos, Fahrrädern und E-Scootern eben auch die elektrischen Roller in Paris an. Die Einwohner von Paris erhalten so über eine App Zugang zu mehr gemeinsamer Mobilität. Bekanntester Partner, der bislang über die Uber App zu buchen ist, ist der amerikanische E-Scooter Anbieter Lime.

Die Partnerschaft zwischen dem französischen Start-up-Unternehmen Cityscoot und Uber entstand aus einem gemeinsamen Projekt. Beide Unternehmen sind überzeugt, dass neue, digitale Mobilitätsdienste einen wertvollen Beitrag dazu leisten können, die Verkehrsüberlastung in den Innenstädten zu verringern. Damit sind die beiden Jungunternehmen in Paris auf offene Ohren gestoßen, denn in kaum einer anderen Großstadt der Erde werden Mobilitätsangebote so konsequent umgebaut. Die Pariser Bürgermeisterin Hidalgo hat die Auswirkungen des Verkehrs auf den Klimawandel fest im Blick und handelt nachhaltig. Überall entstehen neue Fahrradwege, Paris plant ab dem Jahr 2030 überhaupt keine Verbrennerfahrzeuge mehr in die Stadt hinein zu lassen.

Erstmalig werden E-Mopeds vom Sharing Anbieter Cityscoot in eine übergreifende Mobilitätsapp integriert

Für Uber ist die Kooperation mit Cityscoot das erste Mal, dass E-Mopeds auf seiner Website angeboten werden. Im letzten Jahr noch hatte Uber eine Tour durch Europa vorgenommen und mit mehreren Anbietern über eine potentielle Kooperation gesprochen. Nun erfolgte der Start in Paris. Die Erweiterung der Flotte auf E-Roller ist für die Amerikaner ein weiterer Schritt in Richtung One-Stop-Mobility-Unternehmen.

Uber integriert CityScoot Elektroroller in seine App in Paris
Image rights: Cityscoot website

Dazu Bertrand Fleurose, CEO von Cityscoot : “Unsere Partnerschaft mit Uber ergänzt das Angebot und ermöglicht es uns, die Kundenzufriedenheit zu steigern. Wir vergrößern mit dieser Partnerschaft unsere Kundenbasis. Mit dem Komfort und der einfachen Bedienung unserer E-Mopeds wird dies zu zusätzlichen Fahrten auf unseren E-Rollern führen. Die Stärke der Uber-Plattform wird zu unserer Expansion in Frankreich und darüber hinaus beitragen und unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken.”

Die Kategorie der elektrischen Roller (oder eben amerikanisch E-Mopeds) geniesst derzeit zunehmend Aufmerksamkeit unter den Investoren. Cityscoot sammelte im letzten Jahr in einer Kapitalrunde 50 Millionen US Dollar ein, erst letzte Woche erhielt das US-Ostküsten Startup Revel in einer Series-A Runde 27,6 Millionen Dollar.

Unser Fazit zu der Integration der Cityscoot E-Roller in die Uber App

Uber weitet seine Mobilitätsdienstleistungen kontinuierlich aus. Insbesondere die reisenden Uber Kunden nutzen die Einfachheit der Uber App über mehrere Fahrzeugdienste hinweg. Für den jeweiligen lokalen Anbieter, wie jetzt etwa Cityscoot, heißt das automatisch mehr Kunden und eine bessere Auslastung – in diesem Fall der Elektroroller. Aufpassen müssen die französischen Jungunternehmer allerdings, dass die Marke Cityscoot nicht eventuell unter den Machenschaften von Uber selbst leidet. Die Amerikaner sind aufgrund ihrer teils sehr aggressiven Vorgehensweise nicht überall beliebt. Wir werden das Geschehen weiter beobachten.