Uber ist die Mobilitätsplattform mit einem Chauffeur für Jedermann

UBER ist der Sharing Service für den Transport in den Städten

Uber ist ein Startup aus San Francisco und versteht sich als Mobilitäts-Plattform. Hier findet jeder, der den Service über die Uber App bucht, einen eigenen Chauffeur.

Die Geschichte und die Gründung von Uber

Man erzählt sich die Geschichte, dass Travis Kalanick und Garrett Camp 2008 in einer Nacht in Paris vergeblich versuchten, ein Taxi zu bekommen. Daraus soll die Idee zu Uber entstanden sein. Ein Jahr später, 2009, gründeten die beiden dann tatsächlich in San Francisco das Unternehmen, zunächst unter dem Namen UberCAB. Per Knopfdruck sollten die Kunden die schwarzen Autos oder Limousinen bestellen können.

Der Name wurde geändert, der Service von Uber expandierte schnell rund um den Globus

Schon ein Jahr später löste sich Uber aber vom Taxigewerbe und strich auch das „CAB“ aus seinem Namen. Danach expandierte Uber jedes Jahr ein Stückchen mehr. 2011 nach Paris, 2012 nach Australien, 2013 nach Mexiko. Im Jahr 2014 war Uber bereits in 100 Städten vertreten. Ebenfalls in diesem Jahr starteten sie ihren Service „Pool“, bei dem sich Fahrgäste Fahrten teilen können.

Uber ist ein globaler Erfolg eines Mobility Startups, das mit Hilfe modernster Technologie den Kunden einen echten Mehrwert bietet

Der weltweite Erfolg von Uber ließ sich auch durch Proteste von Taxifahrern in Städten wie Paris, London oder Berlin nicht aufhalten.

Heute ist Uber in 65 Ländern, 600 Städten mit drei Millionen Fahrern und 75 Millionen Fahrgästen unterwegs. Über fünf Milliarden Fahrten wurden nach eignen Angaben schon mit Uber-Fahrzeugen durchgeführt.

Wie funktioniert der Ride-Sharing Dienst Uber?

Im Kern ist das Hauptgeschäft von Uber die On-Demand-Transporttechnologie.

Wie funktioniert die Uber App über die das Fahrzeug spezifiziert und gebucht wird?

Über die Uber-App können sich registrierte Kunden ihr Ziel aussuchen und verschiedene weitere Optionen auswählen – so etwa die Art des Fahrzeuges, die Wartezeit und den entsprechenden Preis. Dazu zählt auch die Auswahl, ob das Fahrzeug mit weitergehenden Assistenzsystemen ausgestattet sein soll. 2016 hatte Uber ein Pilotprojekt in Pennsylvania mit solchen Fahrzeugen gestartet.

Kann ich mit meinem Uber Fahrer schon vor dem Fahrtantritt kommunizieren?

Durch die Uber-App werden die Fahrer – Uber-Partner genannt – mit den Fahrgästen verbunden und können entscheiden, ob sie eine Fahrt annehmen oder nicht. Wenn sie es tun, holen sie den Gast ab und fahren ihn zum gewünschten Ort. Die Uber-App bietet dabei auch Wegbeschreibungen an.

Wie wird der Fahrer bezahlt?

Die Fahrer sind quasi selbstständig, sein Fahrtpreis wird über die Uber App abgerechnet. Uber nimmt als Verbindungsplattform eine Provision für die Vermittlung der Uber Fahrt. Jeder Führerscheininhaber kann sich als Fahrer registrieren lassen – entweder mit eigenem Auto, Mietauto oder einem über Uber finanzierten Fahrzeug. Dazu kommen Tankrabatte, besondere Versicherungskonditionen und Unfallhilfe, die Uber seinen Fahrern vermittelt. In vielen Städten sind Uber Fahrer parallel für andere Fahrdienste aktiv, in Deutschland zum Beispiel fahren viele Taxifahrer zusätzlich für Uber.

Der Ridesharing Dienst Uber ist auch in Deutschland aktiv

In Deutschland wurde das Angebot von Uber sehr kontrovers diskutiert und zunächst rechtlich verboten. Da Uber von seinen Fahrern keinen speziellen Führerschein zur Personenbeförderung verlangt und aber doch als taxiähnliches Unternehmen eingestuft wurde, gab es 2015 eine Grundsatzentscheidung, wonach der Uber-Dienst in dieser Art verboten wurde. Mit UberX wagte Uber einen erneuten Vorstoß nach Deutschland.

Inzwischen sind jedoch in München, Berlin und Düsseldorf Uber Fahrzeuge unterwegs. In Düsseldorf wurde beispielsweise eine Kooperation mit dem achtmaligen Deutschen Eishockey Meister, der Düsseldorfer EG, geschlossen. Jetzt können die Besucher der Spiele in Düsseldorf mit einem Uber Fahrer in den ISS Dome fahren.

Weitere Geschäftsfelder und die Zukunft von Uber – mehr Services und ein weiter aggressives globales Wachstum

Uber beschränkt sich mittlerweile nicht mehr nur auf sein Kerngeschäft der On-Demand Personenbeförderung. Angefangen mit der Auslieferung von (Speise-)Eis und UberKITTENS, entwickelten sich weitere Geschäftszweige wie UberEATS, Uber for Business, UberMILITARY, UberWEDDING und das Sharing-Angebot für Pedelecs, JUMP Bikes. Mit UberFreight stieg Uber auch in die Speditionsbranche ein. Und mit UberAIR will das Unternehmen den städtischen Taxidienst zusammen mit der NASA in die Luft heben. Geplant sind elektrisch betriebene VTOL (vertical take-off and landing) Flotten. Das ehrgeizige Ziel: Bis 2023 sollen diese Flotten bereits abheben und in Los Angeles, Dallas und einem weiteren internationalen Standort Städte und Vorstädte miteinander verbinden.

Die finanzielle Situation von Uber und seine Wettbewerber

Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco beschäftigte 2017 rund 16.000 Mitarbeiter und hat einen Umsatz von 6,5 Milliarden USD. An der Spitze steht seit 2017 als CEO Dara Khosrowshahi. CFO ist Nelson Chai. Die Gründer Travis Kalanick und Garrett Camp sind als Mitglieder im Vorstand von Uber vertreten.

Ein direkter Konkurrent von Uber in den USA ist der Ridesharing-Anbieter Lyft. In Europa sind die traditionell starken Taxizentralen Wettbewerber, die häufig mit einer starken Lobby ihre Interessen in den jeweiligen Ländern oder Städten geltend machen. In China ist der große Wettbewerber Didi Chuxing, der das lokale chinesische Geschäft von Uber vor wenigen Jahren übernahm. Uber ist somit nicht mehr in China vertreten. Mit AutoNavi, Caocao Zhuanche oder Meituan Dianping sind weitere Anbieter in China aktiv, die zum Teil leicht abgewandelte Geschäftsmodelle betreiben.