Nun ist es also doch einer der amerikanischen Mikromobility Anbieter, der als erstes Unternehmen vollkommen multimodal wird. Der E-Scooter und E-Bike Sharing Anbieter Lime fügt seiner elektrischen Fahrzeugpalette ab sofort E-Mopeds hinzu und setzt somit neben den elektrischen Fahrrädern und den E-Scootern auf ein drittes Fahrzeug für seine Kundschaft.

In einer heute erschienenen Pressemitteilung ist zu lesen:

“Wir freuen uns, das neueste Mitglied der Lime-Familie ankündigen zu können: das Lime-Elektromoped, mit dem Sie schneller und weiter kommen”. 

Mit der Erweiterung um neue Fahrzeugtypen auf der Lime-Plattform treibt Lime die Mission voran, ein multimodales Netzwerk von sicheren, kohlenstofffreien Transportmitteln anzubieten, das die Notwendigkeit eines Autos in den jeweiligen Städten verringert. Damit geht Lime in den USA in direkten Wettbewerb zum auf E-Mopeds fokussierten Sharing Anbieter Revel, von dem wir hier auf dem Blog bereits häufiger berichtet haben. Zuletzt wagte Revel, das ursprünglich von der Ostküste stammt, den Sprung nach San Francisco und bietet nun dort seine Elektroroller im Sharing Service an.

Wer sind die Wettbewerber zu den Lime E-Mopeds in Europa?

Der amerikanische Anbieter Lime sieht Mopeds als ein Transportmittel, das sich eher für Strecken bis zu acht Kilometer oder zum Transportieren von Lebensmitteln eignet. Das Unternehmen plant im März zunächst mit 600 Mopeds in Washington starten, später im Frühjahr folgt Paris. Der Start in Washington zielt direkt auf Revel, in Paris ist der Platzhirsch und damit größte Wettbewerber Cityscoot. Die Franzosen sind bislang neben Paris auch an der Côte d’Azur und in Mailand und Rom vertreten.

Eine Ausweitung auf andere Städte wird nach Angaben von Lime im Laufe des Jahres in Betracht gezogen. Wayne Ting, Chief Executive Officer von Lime, sagte, das Unternehmen habe Washington und Paris ausgewählt, weil es dort bereits Flotten von Fahrrädern und Scootern betreibt und die lokalen Regierungen neuen Mobilitätsoptionen gegenüber aufgeschlossen sind. “Sie sind entschlossen, zu zeigen, dass es etwas Besseres als das Auto gibt”, sagte Ting.

Lime setzt auf NIU E-Mopeds

Als Fahrzeug hat sich Lime das asiatische NIU E-Moped ausgesucht. Es gilt als äußerst robust, hat eine im Vergleich zu mehreren europäischen Modellen recht niedrige Sitzposition und ist damit leicht bedienbar. Lime bietet zwei unterschiedlich große Helme zur Auswahl, die in dem Koffer auf dem E-Moped verstaut sind. Somit müsste für jeden Fahrer ein passender Kopfschutz dabei sein.

Bildrechte: Lime – der Sharing Anbieter setzt auf NIU E-Mopeds

In Deutschland sind neben dem First Mover emmy noch TIER mit E-Mopeds in bislang drei Städten mit ihren eigenen Marken aktiv. Zusätzlich betreibt emmy in Stuttgart und Düsseldorf weitere E-Moped Flotten mit den jeweiligen Verkehrsbetrieben/Stadtwerken. In Deutschland werden die E-Mopeds in vielen Städten lokal mit eigenen Brands angeboten. So heißt beispielsweise in Bielefeld das free-floating Konzept für E-Roller Alma, in Frankfurt ist Frank-e (powered by Süwag) unterwegs. In Europa ist ansonsten die Wettbewerbslandschaft bei den E-Moped Sharing Anbietern reichlich unübersichtlich. Alleine in den Niederlanden gibt es mit felyx und CHECK zwei weitere Anbieter, in den südeuropäischen, rolleraffinen Ländern gibt es jeweils mehrere Anbieter, wie etwa eCooltra, acciona, scoot, scooty oder blinkee.

Es wird also spannend im Wettbewerb um die Mikromobilität in Europas Städten. Wir werden weiter berichten.