E-Mopeds gelten hierzulande nach wie vor als unterschätztes Verkehrsmittel für den urbanen Verkehr. Dabei haben wir mit emmy und TIER Mobility bereits zwei Micromobility Anbieter, die bereits seit Jahren in Berlin, Hamburg und München das Teilen elektrischer Sitzroller anbieten. Zugegeben: TIER Mobility hat erst seit der Akquisition der ehemaligen Bosch Tochter coup elektrische Mopeds im Programm. In weiteren Städten betreiben beispielsweise die lokalen Stadtwerke diese Fahrzeuge im Sharing, wie etwa mit Stella in Stuttgart oder eddy in Düsseldorf.

felyx E-Mopeds kommen ursprünglich aus Amsterdam

Doch E-Mopeds sind in anderen europäischen Städten bereits vielfach genutzter Bestandteil des Mobilitätsangebotes. So auch in den Niederlanden, wo Quinten Selhorst und Maarten Poot bereits 2016 die Idee für den E-Moped Sharing Anbieter felyx entwickelten. Auf Amsterdams Straßen fanden beide damals kein einziges E-Moped vor – eine Lücke, die sie mit felyx schließen wollten. Ein Jahr später waren bereits über hundert grüne E-Mopeds in der niederländischen Hauptstadt unterwegs. Ein Start, der die beiden bestätigte und aus felyx ein rasant wachsendes Unternehmen machte und den Grundstein für internationalen Erfolg legte. 

Zur Klarstellung: ich bezeichne die elektrischen Zweisitzer als E-Mopeds – E-Scooter, wie zum Beispiel von felyx benannt, sind für mich die elektrischen Roller, auf welchen man steht. Das wird international leider nicht wirklich einheitlich verwendet, wir folgen also hier auf meinem Blog der amerikanischen Aufteilung E-Mopeds (zum Sitzen) und E-Scooter (zum Stehen).

Bildrechte: Michael Brecht – felyx, check und go E-Mopeds zum Sharing in Rotterdam

Mobility Startup felyx expandiert nach Deutschland

Nach einem erfolgreichen Start in den Niederlanden und Belgien expandiert felyx nun nach Deutschland. Nach dem Start in Amsterdam folgten Rotterdam, Den Haag, Groningen, Delft, Eindhoven, Haarlem, Den Bosch, und seit 2019 Brüssel in Belgien als Städte.

In Deutschland bietet das Mobility Startup seine Dienste zunächst in drei Städten an: Berlin, Hamburg und Düsseldorf. „Als Scale-up wollen wir den Erfolg, den wir bereits in den Niederlanden und in Belgien haben, nun in Deutschland fortsetzen. Mobilität ist den meisten Deutschen sehr wichtig, ebenso wie Nachhaltigkeit. Daher wächst der Markt für E-Roller. Wir glauben, dass wir die ideale Lösung haben, um Unabhängigkeit mit Nachhaltigkeit zu verbinden“, sagt Selhorst zu den Ambitionen von E-Sharing Anbieter felyx.

Dabei sind für die Expansion nach Deutschland 300 E-Mopeds für Düsseldorf, 1.300 für Berlin und 800 für Hamburg geplant. Die knallgrünen NIU E-Mopeds werden dort auf eddy (Stadtwerke Düsseldorf), emmy und TIER in Hamburg und Berlin als Wettbewerber treffen.

„Der Fokus von felyx liegt auf Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit und Qualität. Wir sehen uns als Teil einer umfassenden Mobilitätswende, die den Verkehr in Städten reduziert und ein integraler Bestandteil einer neuen Art der Mobilität ist. Sharing-Angebote sind flexibel, felyx kann man genau so nutzen, wie man es braucht, ohne an Fixkosten gebunden zu sein,“ erklärt Quinten Selhorst, CEO und Mitgründer von felyx.

Ich freue mich auf diesen neuen Wettbewerber in den drei deutschen Städten. Letztlich ist die Verfügbarkeit von elektrischen Mopeds die Grundlage, dass diese Fahrzeuge verstärkt eingesetzt werden und somit zu einem umweltfreundlicheren Mobilitätsmix beitragen. Und gerade im bevorstehenden Sommer machen die Fahrten auf den E-Mopeds zusätzlich richtig Spaß.