Ein Hyundai Nexo ist ab sofort als Streifenwagen in der niedersächsischen Stadt Osnabrück im Einsatz. Erstmals setzt damit eine deutsche Polizeibehörde auf den Hyundai mit der Brennstoffzelle. In Berlin erweiterte die Polizei vor wenigen Monaten mit zwei Toyota Mirai Brennstoffzellen-Fahrzeugen ihre Flotte. Bereits seit 2019 ist in Hamburg die Polizei mit dem Mercedes-Benz GLC F-CELL unterwegs, der Hybrid vereint eine Brennstoffzellen- mit einer Batterietechnik. Wir haben beide Einsatztypen in einem eigenen Beitrag zu Wasserstoff Fahrzeugen im Praxiseinsatz vorgestellt.

Polizei Osnabrück setzt auf Hyundai Nexo Wasserstoff PKW

Jetzt also der Hyundai Nexo in Osnabrück. Der ausschließlich mit Wasserstoff betriebene Hyundai Nexo ist erstmals in offizieller Mission in der polizeitypischen blau-silbernen Signalisation als Dienstwagen für Kontrollfahrten im Einsatz. Mit dem Hyundai Nexo vermarktet die koreanische Marke die bereits zweite Generation eines Brennstoffzellenfahrzeugs.

„Der Einsatz unseres Hyundai Nexo in der Dienstflotte der Polizeidirektion Osnabrück unterstreicht einmal mehr die Alltagstauglichkeit unserer umweltfreundlichen Fahrzeuge. Wir sind stolz, dass wir mit unserem Fahrzeug einen Beitrag dazu leisten, die Mobilität der Polizeibeamten im öffentlichen Raum ein Stück umweltfreundlicher und emissionsfrei zu gestalten“, sagt Jürgen Keller, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland. „Mit der überzeugenden Reichweite von rund 700 Kilometern und durch die Tatsache, dass der Hyundai Nexo innerhalb weniger Minuten aufgetankt werden kann, eignet er sich ideal als Streifenwagen. Ich freue mich, dass wir gerade in der aktuellen Lage, die Beamtinnen und Beamten bei ihrer täglichen Arbeit mit unserem Fahrzeug unterstützen können.“

Alternative Antriebsarten für Fahrzeuge im Polizeieinsatz in Osnabrück

Neben dem durch Brennstoffzellentechnik betriebenen Hyundai Nexo gehören bereits über 20 Elektrofahrzeuge, zwölf Pedelecs, drei E-Motorräder und ein Elektro-Quad zum umweltfreundlichen Fuhrpark der Polizeidirektion Osnabrück. „Die Schadstoffbelastung in deutschen Innenstädten macht deutlich, wie wichtig es auch für die niedersächsische Polizei ist, in alternative Antriebsarten zu investieren“, so Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport. „Neben Elektro- und Hybridfahrzeugen, die schon seit Jahren zunehmend intensiv von der Polizei genutzt werden, steht nun auch die praktische Erprobung von wasserstoffgetriebenen Fahrzeugen im Fokus. Deshalb hat die niedersächsische Polizei ihre Fuhrparkstrategie auf den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen erweitert. Damit wird Niedersachsen auch weiterhin seiner Vorreiterrolle mit Blick auf alternative Antriebe gerecht.“

Gute Erfahrungen der Polizei Osnabrück mit Elektroautos

„Bei den elektrobetriebenen Einsatzfahrzeugen haben wir bereits sehr positive Erfahrungen gemacht“, so Polizeipräsident Michael Maßmann. „Jetzt gehen wir mit dem Einsatz eines Wasserstofffahrzeuges in der Polizeidirektion nochmal einen völlig neuartigen und innovativen Weg. Ich gehe fest davon aus, dass sich die Mobilität in der Polizei in den nächsten Jahren grundlegend verändern wird – daran führt auch kein Weg vorbei. Unser Fuhrpark wird zunehmend grüner und vereint Innovation, Ökologie und Praktikabilität.” 

Hyundai ist Vorreiter bei der Entwicklung alternativer Antriebe 

Hyundai Motor treibt die Brennstoffzellentechnologie konsequent voran. Seit 1998 forscht Hyundai an der Technik und hat 2013 als erster Automobilhersteller mit dem Hyundai ix35 Fuel Cell ein wasserstoffbetriebenes Serienfahrzeug weltweit vermarktet. Im Sommer 2018 folgte mit dem Nexo bereits die zweite Generation seines Brennstoffzellen-Fahrzeuges.

Darüber hinaus ist Hyundai der weltweit einzige Hersteller, der alle wichtigen alternativen Antriebe in Serie anbietet. So setzt die koreanische Marke bei den umweltfreundlichen Fahrzeugen auf eine Modellpallette mit unterschiedlichen Konzepten: Mildhybrid-, Hybrid-, Plug-in-Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenantrieb. Hyundai hat sich so zum Vorreiter bei emissionsfreier Mobilität entwickelt und baut seine Modellvielfalt bei umweltfreundlichen Fahrzeugen weiter aus. Bis 2025 kommen 18 weitere Neuheiten mit alternativen Antriebssystemen hinzu. 

Was kostet der Hyundai Nexo?

Der Hyundai Nexo kostet im Modelljahr 2020 ab 79.000 Euro und ist bei allen Hyundai Vertragspartnern bestellbar. 

Unser Fazit zum Einsatz des Hyundai Nexo im Polizeidienst in Osnabrück

Hyundai ist weltweit einer der wenigen Fahrzeughersteller, der konsequent neben den vollelektrischen PKW die Wasserstoff-Fahrzeuge weiter entwickelt. Der koreanische Fahrzeughersteller forscht bereits seit 1998 in Sachen Brennstoffzellentechnologie und hat jüngst mit dem Teststart von Brennstoffzellen Lkw in der Schweiz auf sich aufmerksam gemacht.

Für die lange Strecke ist die Brennstoffzelle eine sinnvolle Lösung, vor allem für Lkw und Busse. Das zeigt auch das jüngste Joint Venture von Daimler Trucks mit der Volvo Group, wir berichteten. Während Daimler seinen Mercedes-Benz GLC F-CELL wohl zurückzieht, beweisen Hyundai und Toyota, dass sie an die Brennstoffzellen Fahrzeuge glauben und bringen sie konsequent in Flotten unter. Die Polizei oder der Ridesharing Anbieter Clevershuttle haben dafür die richtigen Einsatzfälle, jetzt bleibt abzuwarten, wie sich diese Wasserstofffahrzeuge im täglichen Einsatz schlagen.