Der Fuhrpark des ADAC Nordbayern ist um das Wasserstoff Fahrzeug Toyota Mirai erweitert worden. Dieser Regionalclub des ADAC hat seinen Sitz in Nürnberg und damit direkt an einem der zentralen Orte für die Weiterentwicklung der bayerischen Wasserstoff Strategie.

Vor gut neun Monaten hat der Freistaat Bayern genau in Nürnberg das “Zentrum Wasserstoff Bayern (H2.B)” gegründet. Die Ziele des Freistaates in Sachen Wasserstoff sind dementsprechend anspruchsvoll gesteckt. Weltmarktführer für Wasserstofftechnologien plant man zu werden. “Wasserstoff ist die eierlegende Wollmilchsau, nach der wir gesucht haben”, sagt dazu der bayerische Wirtschaftsminister Aiwanger. Er plant den Aufbau zehntausender Arbeitsplätze in Bayern und entwickelt dafür eine bayerische Wasserstoffstrategie.

Bislang fehlt die Infrastruktur für Wasserstoff-Fahrzeuge

Auch wenn die Grundlagen für die weitere Forschung und Entwicklung geschaffen wurden, so fehlt bislang die Infrastruktur für die Praxisumsetzung. Gut 65 Millionen Euro wurden zuletzt in die Wasserstoff-Forschung in Bayern investiert, jetzt haben die Bayern weitere 50 Millionen Euro in den Haushalt gestellt, um das Netz für Wasserstoff-Tankstellen weiter auszubauen. Zur Erinnerung: bislang sind knapp 90 H2-Tankstellen in Deutschland eröffnet, bis zum Jahresende sollen es in Summe 100 Wasserstoff-Tankstellen im gesamten Land werden.

Deutlich aggressiver plant man jetzt im Freistaat: jeder Landkreis soll in den kommenden zwei Jahren eine Wasserstoff Tankstelle haben – zunächst vor allem für Busse und Lkw, die Wasserstoff einsetzen. 

Schnelles Betanken, gute Reichweite und nachhaltige Mobilität – Wasserstoffautos bieten viele Vorteile für den Praxiseinsatz

In der Brennstoffzelle des viertürigen Mirai Wasserstoffautos wird aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie erzeugt, um den 113 kW/154 PS starken Elektromotor anzutreiben. Das Antriebssystem funktioniert lokal völlig schadstofffrei: Der Mirai stößt im Betrieb nichts als reines Wasser aus.

Mit einer Tankfüllung schafft der Toyota Mirai rund 500 Kilometer. Dies ermöglichen zwei Wasserstofftanks, die innerhalb von drei bis fünf Minuten an der Zapfsäule befüllt sind. Mit dieser Langstreckentauglichkeit stellt der Toyota Mirai eine optimale Ergänzung für den Fahrzeugbestand des ADAC Nordbayern dar. Neben dem Beitrag zum Umweltschutz können so die praktischen Eigenschaften des Brennstoffzellenantriebs im Alltag getestet werden.

Der ADAC in Nürnberg setzt auf Technologieoffenheit

Und somit verfügt der mit über 1,1 Millionen Mitgliedern und Sitz in Nürnberg ansässige Regionalclub des ADAC neben rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen nun ebenfalls über eines mit Brennstoffzellenantrieb. „Der ADAC Nordbayern positioniert sich technologieoffen und möchte dies auch in der Praxis widerspiegeln“, so Dipl.-Ing. Thomas Dill, Vorstandsmitglied Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Nordbayern. „Dies ist einer der Gründe für die Entscheidung, den Mitarbeitern im hauseigenen Fuhrpark neben batterieelektrischen Fahrzeugen ein Wasserstoffauto zur Verfügung zu stellen.“

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