In den letzten Tagen hatte ich die Gelegenheit weitere elektrische Gefährte zu testen. Der eScooter K1 Hammer von LEHE war diesmal dabei und erregte meine Aufmerksamkeit. Wie allerdings schon bei den Elektromotorrädern der Marke ZERO bin ich vermutlich etwas zu groß für das Gefährt.

Was für ein Fahrzeug ist das?

Er sieht aus wie eine Mischung aus einem Tretroller und eScooter und ist wohl nicht für große Menschen gebaut. Mit meinen zwei Metern sitze ich darauf nicht sehr elegant, aber darauf kommt es ja auch nicht an. Der K1 benötigt eine Straßenzulassung und hat dafür eine LED-Beleuchtung mit Bremslicht und eine Hupe. Er fährt etwa 25 km/h schnell und schafft mit einer Ladung (3-4 Stunden) immerhin 20-35 km. Steigungen von 20% sollen laut Herstellerangaben möglich sein, was recht ordentlich ist. Diese Faktoren werden auch vom Gewicht des Fahrers abhängen, wobei dieser maximal 120 kg wiegen darf. Mit mir kam er fast an die 25 km/h heran, wobei ich auch nicht viele Kilogramm unter der maximalen Zuladung liege. Die Bremsen sind sehr griffig. Federweg bietet er nicht viel, was bei dieser Geschwindigkeit jedoch auch nicht schlimm ist. Die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig. Es ist definitiv kein billiges Plastik und es ist viel Aluminium verbaut. Die Reifen sind für meine Größe etwas wackelig, obwohl sie mit den 12 Zoll und Luftfüllung definitiv komfortabler sind als bei den meisten anderen Rollern. Insgesamt fährt er sich sehr gut. Ob die Reifengröße und das Fahrgefühl passen muss jeder selbst entscheiden. Ich habe ihn im Regen getestet und der nasse Untergrund war auch bei voller Fahrt um Kurven kein Problem. Er verfügt über ein Funksystem mit dem zugehörigen Schlüssel. Klappt man den Ständer hoch schaltet er sich automatisch ein, sofern der Schlüssel in der Nähe ist.

Durchdachte Zusätze

Der eScooter K1 Hammer verfügt über eine USB-Ladebuchse, Bluetooth und einen Lautsprecher. Man kann also mit ihm auch Musik über das Smartphone oder das Tablet hören. Beim Einschalten wird sofort eine Bluetooth-Verbindung zum nächsten Gerät gesucht. Eine Alarmanlage soll gegen unbefugte Bewegung schützen. Diese lässt sich mit dem Schlüssel Ein- und Abschalten. Das Licht kann man ebenfalls manuell Ein- und Abschalten. Er verfügt über 4 mögliche Fahrmodi, welche sich auf die Beschleunigung auswirken. Das Display ist gut ablesbar und zeigt auch die Betriebstemperatur an. Vermutlich, damit man nicht in Temperaturbereichen fährt, die dem Akku schaden können. Ein passender Korb unter dem Sitz bietet in etwa so viel Platz, wie ein durchschnittlicher Rucksack. Ein Tempomat ist ebenfalls an Bord, wovon ich persönlich ein Fan bin. Das ermöglicht gemütliches Fahren, ohne ständig auf den Tacho schauen und das Gas, bzw. die Stromzufuhr permanent regulieren zu müssen.

Wozu nutzt man den K1 Hammer?

Ich könnte mir vorstellen, dass man ihn in der Stadt auf dem Fahrradweg und in Nebenstraßen fährt. Für Hauptstraßen ist er in Kombination mit der Größe für meinen Geschmack zu langsam. Roller werden von Autofahrern meist überholt, weil sie 45 statt 50 km/h fahren und der K1 kommt nur auf 25 km/h. Das beschwört gefährliche Situationen herauf. Noch dazu ist die Rückleuchte, welche auch ein Bremslicht ist, direkt unter dem Sattel angebracht. Mit einer Jacke oder einem Rucksack dürften andere Verkehrsteilnehmer wenig davon sehen. Er ist klein und leise und wird im Verkehr daher vermutlich schnell übersehen, trotz Licht. Für Menschen mit einem kurzen Pendelweg oder für Fahrten zum Einkaufen oder kleine Ausflüge ist er ein tolle Alternative. Auch in den Urlaub kann man ihn mitnehmen, denn er lässt sich sehr kompakt zusammenklappen und mit seinen 18 kg recht gut verstauen.

Meine Gedanken zum eScooter K1 Hammer

Der K1 Hammer ist für mich in erster Linie ein Spaßgefährt mit gutem Nutzen abseits von viel befahrenen Straßen. Aber ich muss sagen, für 1.690€ würde ich mich eher nach einem gebrauchten Elektrofahrrad umsehen. Das schafft weitere Strecken, hat eine höhere Zuladung inkl. möglichem Anhänger und kann sich im Straßenverkehr besser behaupten. Aber das sind ja subjektive Vorlieben.

2 KOMMENTARE

    • Hallo Stephan,

      vielen Dank für den Hinweis! Das habe ich bei meinen Recherchen tatsächlich übersehen vor lauter technischer Details. Habe es korrigiert.

      LG
      Johannes

Kommentar verfassen