Der ursprünglich aus Schweden stammende E-Scooter-Sharing-Anbieter VOI plant seine europäische Expansion in 150 Städten. Zum Einsatz sollen die eigenen E-Tretroller- und Fahrradserien der nächsten Generation kommen. Die elektrischen Fahrzeuge heißen Voiager, eine schöne Namensgebung in Anlehnung an den Firmennamen, wie ich finde.

Allein in Deutschland sollen in 30 Städten die VOI Sharing E-Scooter bis Ende Sommer dieses Jahres gelauncht werden. Damit wäre Deutschland mit einem Schlag der größte Markt für das Mobility Startup. Die Basis für diesen Launch sind hochwertige E-Tretroller-Modelle und brandneue E-Bikes, die VOI im Sommer in Europa einführen möchte. Hierbei setzt VOI auf die enge Zusammenarbeit mit den Stadtverwaltungen und Verkehrsanbietern in den Städten.

Über zwei Millionen Fahrten in knapp acht Monaten nach dem Start von VOI

VOI-E-Scooter sind derzeit in 18 Städten in neun europäischen Ländern erhältlich, die Expansion nach Deutschland, Belgien, Polen und Italien steht kurz bevor. Damit wird VOI, das in nur acht Monaten bereits über zwei Millionen Fahrten verzeichnen konnte, sein enormes Wachstum beibehalten.

Bei den E-Scooter Sharing Anbietern geht es derzeit alleinig um die ‘Execution’. Wie schnell können die Städte mit den Elektrorollern bedient werden. Wichtig dabei ist die Zusammenarbeit mit den Stadtentscheidern. Denn wenn die nicht im Boot sind, dann folgt meist kurz nach dem Launch der Rausschmiss. Gerade die sehr aggressiven E-Scooter  Sharing Riesen Bird und Lime aus den USA haben das in europäischen Städten immer wieder erfahren müssen.

VOI ermöglicht seinen Usern in Lübeck das Sharing mit Zusatz

Die Pläne von VOI für Deutschland sehen einen schnellen Roll-out in wichtigen Städten vor, der bereits von mehreren wichtigen Partnerschaftsvereinbarungen unterstützt wird. Diese dienen als Vorlage zur Skalierung der Aktivitäten in ganz Europa. So bietet VOI beispielsweise Nutzern in Lübeck, die bereits Tickets für den öffentlichen Nahverkehr haben, ermäßigte Fahrten an. Im Gegenzug erhält VOI von der Stadt Ökostrom zum Aufladen seiner Flotte.

Das Deutschland-Debüt von VOI folgt nach den City-Starts in Österreich, Dänemark und Spanien im ersten Quartal 2019. VOI-Roller gibt es jetzt in Aarhus, Kopenhagen, Linz, dem Moviepark in Deutschland, Malmö, Lund, Uppsala, Göteborg, Stockholm, Helsinki, Oslo, Paris, Lyon, Lissabon, Faro, Malaga, Marseille und Madrid.

Der E-Scooter Sharing Anbieter VOI bald live in Brüssel, Mailand, Warschau, Wien und Zürich

In diesem Sommer werden weitere europäische Städte live gehen – darunter Wien, Brüssel, Mailand, Zürich und Warschau. VOI unterstützt dabei unterstützt die Mobilitätsstrategien für den öffentlichen Verkehr und die Verringerung der Umweltverschmutzung in den Städten. So hat VOI beispielsweise in Stockholm eine Absichtserklärung mit der Stadt unterzeichnet, in der es sich verpflichtet, alle Standards und Sicherheitsmaßnahmen der Stadt einzuhalten. Dies hat den Vizebürgermeister für Verkehr der Stadt veranlasst, E-Scooter als einen wichtigen Weg zur Verringerung der Umweltverschmutzung in der schwedischen Hauptstadt zu bezeichnen.

Neuer E-Scooter Voiager wurde im Hause VOI selbst entwickelt

Das Flaggschiff der aktualisierten VOI-Flotte ist der Voiager 2, ein hochmoderner E- Scooter, der für maximalen Komfort, Geschwindigkeit und Effizienz auf Europas Straßen entwickelt wurde. Der Voiager 1 hingegen ist eine spezielle und strapazierfähige Version, die exklusiv nach den deutschen Fahrzeugvorschriften entwickelt wurde. In diesem Sommer werden beide Modelle in Deutschland, Belgien, Frankreich, Finnland und Spanien den VOI-Nutzern vorgestellt.

Zumindest die Mobility Startups für E-Scooter stehen parat. Jetzt fehlt nur noch die Erlaubnis, die spannenden elektrischen Fahrzeuge für die letzte Meile auch einsetzen zu dürfen.