Ich muss gestehen, die Marke MINI begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Die erste Serie des Mini Cooper ist heute am ehesten noch aus den Sketches mit Rowan Atkinsons ‘Mr. Bean’ bekannt. In meiner Schul- und Studienzeit war der kleine Mini äußerst beliebt, auch wenn nicht immer zuverlässig. Spätestens mit der Übernahme durch die BMW Group und dem Aufstieg als luxuriöser Vertreter in der Golfklasse änderte sich das. Vorbei waren die Zeiten als Parkwunder im urbanen Raum.

Und doch hatte es MINI in den letzten Jahren geschafft, sein Fahrzeug als kultig und spannend darzustellen. So greife ich zum Beispiel selbst gerne als Sharing Kunde zum MINI Elektroauto, sofern er denn verfügbar ist. Für die urbanen Minifahrer gibt es inzwischen eine elektrische Version, ich habe diesen Stadtflitzer im letzten Sommer am Starnberger See zur Probe gefahren. Ein ausgewachsenes Auto mit elektrischem Spaßfaktor – mit bewährtem E-Antrieb aus dem BMW i3.

Der MINI Electric – meine Probefahrt im Sommer – Bildrechte: Michael Brecht

Jetzt kommt der MINI Vision Urbanaut

In dieser Woche präsentierte MINI mit seinem Vision Urbanaut eine vollkommen neue Fahrzeug-Vision. Der Urbanaut soll eine vollkommen neue Ausprägung einer Raumvision darstellen und bietet einen so großen und vielseitig veränderbaren Innenraum wie noch nie – und das weiterhin auf minimaler Verkehrsfläche. 

Im Namen steckt es also schon drin: es geht um den urbanen Raum. Der MINI Fahrer als Nutzer eines elektrisch betriebenen, urbanen Fahrzeuges wird angesprochen. Hierzu Adrian van Hooydonk, der Leiter BMW Group Design:

„Die Marke MINI steht seit jeher für ‚Clever Use of Space‘. Im MINI Vision Urbanaut erweitern wir den privaten Raum weit in den öffentlichen hinein und dadurch entstehen vollkommen neue und bereichernde Erlebnisse“. 

Innovatives Raumkonzept des MINI Vision Urbanaut

Als innovatives Raumkonzept wurde der MINI Vision Urbanaut von innen nach außen von den Designern gedacht und gestaltet. Noch vor der Entwicklung des Exterieurs konzipierten die Designer das großzügige Innenraumerlebnis mithilfe von Grundrissen, Möbeln sowie einem Modell aus Holzspanten als Größenreferenz. Getreu dem Vorgehen bei digitalen Lösungen wurde also aus Kundensicht heraus ein neuer Fahrzeugtyp gebildet.

Im Laufe des Projekts wurde dann ein digitales Modell in Augmented Reality erstellt und systematisch optimiert. Dank der neuartigen Bauhöhe realisiert der MINI Vision Urbanaut auf nur 4,46 Meter Gesamtlänge ein vielfältig nutzbares Raumvolumen mit vollkommen neuartiger Bewegungsfreiheit.

Bildrechte: MINI – BMW Group – das Interieur des Vision Urbanaut Fahrzeuges

MINI schafft sogenannte MINI Moments

Je nach MINI Moment verändern sich Exterieur und Interieur, um dem Erlebnis eine optimale Bühne zu bieten. Ein ganzheitliches User Experience Design, nachhaltige Materialien und ein rein elektrischer Antrieb ergänzen das Gesamtkonzept. 

„MINI begreift sich zukünftig vor allem als Enabler und Begleiter für unvergessliche Erlebnisse – die sogenannten MINI Moments. Der MINI Vision Urbanaut zeigt anhand von drei kuratierten MINI Moments ‚Chill‘, ‚Wanderlust‘ und ‚Vibe‘, wie verschiedenste Nutzungsszenarien aussehen könnten. Der Moment ‚Chill‘ ermöglicht es, innezuhalten und im Hier und Jetzt zu verweilen. Das Fahrzeug wird zum Rückzugsort, dient der Entspannung oder auch dem konzentrierten Arbeiten unterwegs. ‚Wanderlust‘ ist der einzige MINI Moment, in dem der MINI Vision Urbanaut gefahren wird oder automatisiert fährt. Der Moment ‚Vibe‘ stellt die gemeinsame Zeit mit anderen Menschen in den Vordergrund, in all ihren Facetten“, führt Oliver Heilmer, Leiter MINI Design, weiter aus. 

Bildrechte: MINI – BMW Group

Elektrischer Antrieb und spannende digitale Funktionen im Vision Urbanaut

Klar ist, dass der MINI Vision Urbanaut elektrisch angetrieben werden wird. Dabei kommen dem Fahrzeug bestimmt Freiheiten im Interieur und Exterieur zugute.

„Bereits der Allererste Mini leitete 1959 durch seinen quer eingebauten Motor eine kleine Revolution im Fahrzeugbau ein. Mit dem MINI Vision Urbanaut konnten wir das Layout des gesamten Innenraums und damit die nutzbare Grundfläche im Innenraum in Relation zum Footprint komplett neu denken.“, führt Oliver Heilmer, Leiter MINI Design, weiter aus.

Beispielsweise wandelt sich der Fahrerbereich im Stand zu einer gemütlichen Sitzecke. Das Dashboard senkt sich ab und wird zum „Daybed“. Die Frontscheibe öffnet auf Wunsch nach oben. So entsteht der „Street Balcony“, der Interaktion mit der Umwelt und ein noch großzügigeres Raumgefühl ermöglicht.

Mein Fazit zum MINI Vision Urbanaut

Diese Mehrfachfunktionen und diverse digitale User-Interfaces machen aus der Vision eine sehr attraktive Lösung für ein urbanes Fahrzeug der Zukunft. Klar, nicht jede Vision kann und soll immer verwirklicht werden. Aber mir gefällt an diesem MINI Vision Urbanaut die Vielfalt an neuen Ideen und die radikale Neuausrichtung des Fahr- und Standerlebnisses Auto. Ich bin gespannt, wie sich diese Vision von MINI weiterentwickeln wird.