Laden am Supermarkt: So wird die Discounter-App zur Kostenfalle

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Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Michael ist die Redaktionsstimme von emobilitaetblog.de und keine reale Einzelperson; geschilderte persönliche Erlebnisse sind illustrativ. Verantwortlich für den Inhalt: siehe Impressum.

Neulich stand ich am Discounter und sah zu, wie ein gestandener Ingenieur vor einer Ladesäule kapitulierte. Er wedelte mit seiner Plastikkarte vor dem Display herum, als wolle er böse Geister vertreiben, fluchte leise und fuhr schließlich mit leerem Akku davon. Vor drei Jahren hätte er hier einfach ein Kabel eingesteckt und gratis Strom für den Heimweg geschnorrt. Heute, im Jahr 2026, ist das Laden am Supermarkt ein knallhartes Geschäft geworden – und für unbedarfte E-Auto-Fahrer ein echter Hindernislauf durch Tarifdschungel und Datenkraken.

Als jemand, der schon beim ersten BMW i3 die Lade-Infrastruktur verflucht hat, beobachte ich diese Entwicklung mit einer Mischung aus Faszination und Kopfschütteln. Die Discounter haben längst kapiert, dass Ladesäulen Gold wert sind. Aber die Art und Weise, wie uns dieser Strom heute verkauft wird, spaltet den Markt und sorgt an den Säulen täglich für Frust.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Kostenloses Laden beim Einkaufen wurde bis 2026 flächendeckend abgeschafft und durch bezahlte, aber oft sehr günstige Haus-Tarife ersetzt.
  • Wer aus Bequemlichkeit seine gewohnte Roaming-Ladekarte am Discounter nutzt, zahlt statt 0,29 €/kWh schnell bis zu 0,89 €/kWh.
  • Während Kaufland und Lidl Kunden in ein geschlossenes App-Ökosystem mit Kontoverifizierung zwingen, setzt Aldi Süd auf barrierefreie Kartenzahlung direkt an der Säule.

Wie hat sich das Laden am Supermarkt bis Mitte 2026 entwickelt?

Das Laden am Supermarkt hat sich bis Mitte 2026 von einer kostenlosen Serviceleistung in ein knallhartes, aber oft attraktives Kundenbindungsinstrument verwandelt. Die Zeiten des Gratis-Stroms sind endgültig vorbei, doch das Preisniveau bei den Discountern unterbietet das restliche öffentliche Ladenetz weiterhin deutlich. Während man an einer normalen städtischen Ladesäule im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich ca. 0,60 €/kWh für DC-Schnellladen zahlt, rufen die Supermärkte ganz andere Kurse auf.

Die Standard-Preise für AC-Normalladen haben sich bei Ketten wie Aldi Süd und Lidl bei etwa 0,29 €/kWh eingependelt. Das DC-Schnellladen kostet regulär meist zwischen 0,44 € und 0,47 €/kWh. Damit ist der Strom vom Discounter oft sogar günstiger als mein heimischer Haushaltsstromtarif, für den ich an meiner Wallbox aktuell rund 0,35 €/kWh berappen muss.

Die Supermärkte nutzen diese Preisspanne zunehmend für aggressive Marketingkampagnen. Laut auto-motor-und-sport.de senkte Lidl den Preis für das DC-Schnellladen in einer Aktion Mitte 2026 auf günstige 27 Cent/kWh. Allerdings waren diese Kampagnen stets an harte Bedingungen und die Nutzung der hauseigenen Smartphone-App geknüpft, was Spontanlader oft ausschloss.

Warum wird die gewohnte Ladekarte plötzlich zur Roaming Kostenfalle?

Die gewohnte Ladekarte wird zur Kostenfalle, weil Supermärkte für Fremdkunden hohe B2B-Durchleitungsgebühren verlangen, die Ladekarten-Anbieter direkt an uns Endkunden weiterreichen. Roaming bedeutet in der E-Mobilität, dass man mit dem Zugangsmedium eines Anbieters (wie EnBW oder Maingau) an der Säule eines fremden Betreibers lädt. Das lassen sich die Discounter teuer bezahlen, um ihre eigenen Apps zu pushen.

Das führt zu völlig absurden Situationen an der Kasse der Ladesäule. Um hier nicht unnötig draufzuzahlen, empfehle ich aus meiner eigenen Fahrpraxis, ab und zu aktuelle Ladetarife im Vergleich zu prüfen. Wie Ratgeber wie e-autowelt.com regelmäßig zur Kostenstruktur vorrechnen, variieren die Preise beim öffentlichen Laden je nach gewählter Zugangsmethode stark. Statt des günstigen Hauspreises von 0,29 €/kWh zahlt der unwissende Roaming-Kunde am Discounter im Jahr 2026 plötzlich Preise zwischen 0,59 € und 0,89 € pro kWh.

Welche Strategien verfolgen die Supermärkte beim Bezahlen?

Die Supermärkte verfolgen beim Bezahlen zwei völlig gegensätzliche Strategien: den strikten App-Zwang bei der Schwarz-Gruppe (Lidl & Kaufland) und das offene Ad-hoc-Modell mit Kartenterminal bei Aldi Süd. Lidl zwingt seine Kunden in ein geschlossenes Ökosystem. Die günstigen Hauspreise gibt es ausschließlich über die hauseigene App, in der Sie zwingend „Lidl Pay“ via SEPA-Lastschriftmandat einrichten müssen, dessen Kontoverifizierung nervige 1 bis 3 Werktage dauert.

Aldi Süd geht genau den entgegengesetzten Weg und wirbt offensiv mit dem Slogan „Laden ohne App und ohne Registrierung“. Nutzer können an jeder Aldi Süd Ladesäule direkt per Girokarte, Kreditkarte oder via NFC (Apple/Google Pay) zahlen und erhalten sofort den günstigen Discounter-Tarif. Der Discounter baut dieses barrierefreie Netz zügig aus und errichtet große E-Ladehubs mit bis zu 200 kW Leistung.

Kriterium Lidl / Kaufland (Schwarz-Gruppe) Aldi Süd
Bezahlmodell Strikter App-Zwang (Lidl Plus) Ad-hoc per Kartenterminal
Zahlungsmittel Nur SEPA-Lastschrift (Lidl Pay) Girokarte, Kreditkarte, Apple/Google Pay
Standard-Preis (AC/DC) ca. 0,29 € / 0,47 € ca. 0,29 € / 0,44 €
Spontanes Laden möglich? Nein (Verifizierung dauert Tage) Ja, sofort ohne Registrierung

Was sind die versteckten Fallstricke beim E-Auto laden beim Discounter?

Die größten Fallstricke beim E-Auto laden beim Discounter sind horrende Blockiergebühren, an Filialöffnungszeiten gekoppelte Ladesäulen und der völlige Verlust der Daten-Anonymität. Supermärkte reservieren vor Ladebeginn oft einen Betrag auf dem Zahlungsmittel, beispielsweise 25 Euro bei Aldi Süd. Werden die auf dem Parkplatz geltenden Höchstparkdauern von meist 60 bis 90 Minuten überschritten, drohen happige Strafzettel von privaten Parkraumbewirtschaftern, die per Kamera die Kennzeichen scannen.

Ein weiteres, häufiges Missverständnis ist die 24/7-Verfügbarkeit der Technik. Während manche Ladesäulen rund um die Uhr funktionieren, sind viele Lidl-Säulen hart an die Filialöffnungszeiten gekoppelt und werden danach physisch stromlos geschaltet. Wer sein Auto dort abends anschließt, steht am nächsten Morgen vor einem leeren Akku.

Praxis-Tipp von Michael: Wenn Sie mit Ihrem E-Auto in der Schweiz oder im Nicht-EU-Ausland bei einem Discounter laden wollen, der eine App vorschreibt, loggen Sie sich unbedingt in das kostenlose Kunden-WLAN der Filiale. Da die App für den Startvorgang zwingend eine aktive Internetverbindung benötigt, tappen Sie sonst in eine extrem teure Datenroaming-Falle Ihres Mobilfunkanbieters.

Der größte Preis für den billigen Strom sind jedoch Ihre Daten. Beim E-Auto laden am Supermarkt via Zwangs-App verknüpft der Konzern Ihr exaktes Ladeverhalten (Wann, Wie viel, Wie oft) minutengenau mit Ihrem Profiling aus dem Wocheneinkauf. Wer 2015 einen Diesel bar getankt hat, blieb anonym – heute sind Sie ein gläserner Kunde.

Warum schlagen Verbraucherschützer beim App-Zwang Alarm?

Verbraucherschützer schlagen Alarm, weil der strikte App-Zwang ein diskriminierendes Zwei-Klassen-System schafft und Kunden zur starken Preisgabe persönlicher Daten nötigt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert im Jahr 2026 scharf, dass Menschen ohne Smartphone, ohne deutsche Bankverbindung oder schlicht ältere Kunden systematisch von der günstigen Ladeinfrastruktur ausgeschlossen werden.

Auch aus der Energiebranche regt sich heftiger Widerstand gegen diese intransparenten Abrechnungsmodelle. Energieunternehmen wie Lichtblick fordern mittlerweile ein hartes Ende des Roaming-Modells. Ladesäulen an Supermärkten sollen demnach ohne künstliche Durchleitungsgebühren für alle Anbieter geöffnet werden, um die Kosten für Endverbraucher transparent und fair zu halten.

Fazit

Das Laden am Supermarkt ist im Jahr 2026 eine zweischneidige Angelegenheit. Wer sich auf das Spielchen der Discounter einlässt, die passende App installiert oder gezielt Ladesäulen mit Kartenterminal ansteuert, bekommt hier Strom zu Preisen, die oft das Laden an der heimischen Wallbox schlagen. Wer jedoch unvorbereitet vorfährt, aus Bequemlichkeit blind die alte Ladekarte zückt oder die Parkdauer überzieht, macht den einst günstigen Wocheneinkauf zu einem teuren Vergnügen. Die Infrastruktur wird besser, aber die Zeiten, in denen E-Mobilität am Supermarkt einfach und unbeschwert war, sind definitiv vorbei. Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, können Sie gerne mit uns im Elektroauto-Forum diskutieren.

Quellen

Ich bin Michael, der Autor des emobilitaetblogs

Mein aktuelles Fahrzeug: ein BMW i3

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