Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen der COVID-19 Pandemie stehen die meisten der E-Scooter Fahrzeuge in deutschen Städten derzeit still. Nur wenige der Sharing Anbieter haben ihre kleinen, elektrischen Zweiräder noch auf unseren Straßen stehen, viele nutzen diese Phase für eine Generalüberholung oder gar den Austausch gegen neuere Modelle.

E-Scooter Sharing in Zeiten von COVID-19

Trotz der Ausnahmesituation und zahlreichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens stellt das Mobility Startup dott seinen Service in München bewusst nicht komplett ein – auch um einen Beitrag zur Entlastung zu leisten. Auch an den anderen Standorten in Augsburg, Köln und Bonn bleibt dott aktiv. Getreu seinem Motto “lokal, elektrisch, bunt” bietet der niederländische Anbieter seine E-Scooter als zusätzliche Möglichkeiten der Fortbewegung für die Menschen, die von einer Ausdünnung des ÖPNV betroffen sind.

Dabei betont das E-Scooter Startup, dass es elementar wichtig sei, die Anweisungen der örtlichen Behörden gewissenhaft umzusetzen. “Wir setzen alles daran, die Sicherheit unserer Mitarbeiter und die Sauberkeit unserer Roller zu gewährleisten”.

dott reduziert die Anzahl an E-Scootern bleibt aber aktiv

dott hat verkündet, dass es seine Flotte in München auf ca. 800 Fahrzeuge reduzieren wird. Die E-Scooter bleiben für die Menschen, die mobil bleiben müssen, weiterhin aktiv. Dabei stehe man stets “in Kontakt mit dem KVR München, um unseren Service jeden Tag aufs Neue an die Ausnahmesituation anzupassen”. Der Grund für das Aufrechterhalten der dott-Flotte in München sind die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den medizinischen Einrichtungen und Organisationen.

“Wir möchten den Dienst auch aufrechterhalten, um Menschen, die mobil sein müssen, zu helfen… Um einen kleinen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten zu können, ermöglichen wir den Menschen, die für uns alle in dieser Krise so wichtig sind, unsere E-Scooter kostenlos zu nutzen. Nach Absprache mit den verantwortlichen Stellen sind das zurzeit:

  • Klinikum “Dritter Orden” 
  • Münchner Kliniken 
  • Bayerischer Apothekerverband 
  • Bayerisches Rotes Kreuz 

Darüber hinaus haben wir auch kostenlose Fahrten freigeschaltet für Münchnerinnen und Münchner, die sich ehrenamtlich um Ältere oder hilfsbedürftige Menschen kümmern”.

Was macht dott anders als die E-Scooter Sharing Wettbewerber in Europa?

Der aus Amsterdam stammende E-Scooter Sharing Anbieter steht für nachhaltiges Wirtschaften mit einer sozialen Komponente. Wir haben das Vorgehen von dott bei seiner Expansion in den europäischen Städten in einem eigenen Post beschrieben. dott könnte aufgrund seiner etwas ‘anderen Art’ der Unternehmenspolitik tatsächlich weniger von den wirtschaftlichen Folgen des derzeitigen Stillstandes dank COVID-19 betroffen sein. Weniger aggressiv in der Expansion, noch enger mit den Stadtentscheidern verzahnt und vor allem mit Festangestellten (und keinen externen Juicern), die in diesen Krisenzeiten loyal zum Unternehmen stehen.

Bildrechte: Michael Brecht – dott E-Scooter Sharing in Augsburg

Da sag noch Einer, dass Nachhaltigkeit und ein sozialer Arbeitgeber nicht gemeinsam funktionieren und erfolgreich sein können. Wir werden auf alle Fälle weiter über dott berichten.