Die führende Firma für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge, Fendt, entwickelt seit mehreren Jahren elektrische Fahrzeuge für den landwirtschaftlichen Alltag. Mit dem e100 Vario gelang der erste elektrisch betriebene Traktor. Er schafft 5 Arbeitsstunden mit einer Ladung.

Die Landwirtschaft steht vor einem Umbruch

Viele moderne Betriebe erzeugen eigenen Strom mit Solaranlagen auf den Dächern. Teilweise um die eigene Umweltbilanz aufzubessern, teilweise aus rein wirtschaftlichen Gründen. Strengere Lärm- und Abgasemissionen erfordern zunehmend effizientere Maschinen für den Arbeitsalltag. Der komplett elektrische Betrieb würde viele Probleme auf einen Schlag lösen. Natürlich ist das nicht ganz einfach, da die Maschinen sehr schwer sind und große Mengen Energie benötigen. Doch zumindest für die Sparte der kompakten Traktoren gibt es nun das erste ausgereifte Produkt.

Die Technik

Der e100 Vario ist mit einer 100 kWh-Li-Ion-Batterie mit 650 V ausgestattet und hat 50 W Antriebsleistung. Geladen wird er mit 400 V und 22 kW über eine genormte CEE-Steckdose, oder einen CCS-Typ2-Stecker. So ist die Ladung bis zu 80% in vier Stunden möglich. Die Rekuperation ist auch möglich. Die Anschlüsse für die mitgeführten Arbeitsgeräte sind für alle konventionellen und aktuellen elektrischen Geräte ausgelegt. Die Batterie kann die Leistung bei Bedarf für die Arbeitsgeräte kurzfristig auf 150 kW steigern. Dem gewohnten, alltäglichen Betrieb steht also laut Fendt nichts im Wege.

Ein bisschen Luxus gibt es

Eine Wärmepumpe ist an Bord und regelt die Klimatisierung der Batterie, der Kabine und der Elektronik. Über das Smartphone ist die Überwachung des Energiemanagements möglich. Wenn der Netzanschluss gegeben ist, kann der Traktor bereits im Vorfeld geheizt oder klimatisiert werden, um die Arbeit etwas angenehmer zu machen.

2018 geht’s los

Erstmals kommt der Traktor 2018 auf ausgewählten Höfen und in einigen Kommunen zum Einsatz. Für die Nutzung im innerstädtischen Bereich, beispielsweise zur Räumung von Schnee oder zum An-und Abtransport von Materialien, ist er aufgrund der lokalen Emissionsfreiheit und der Geräuscharmut bestens geeignet.

 

Bilder: Fendt

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