ZeroLight – Autokauf der Zukunft

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ZeroLight - Autokauf der Zukunft
Quelle: ZeroLight

Nie wieder stundenlang Kataloge durchschauen, sondern direkt mittels VR-Brille erkunden, wie das neue, selbst-konfigurierte Auto aussieht. Innenausstattung unter die Lupe nehmen, Türen öffnen und sogar das Auto „fahren“. Das britische Startup ZeroLight macht’s möglich.

3D-Konfiguration in Echtzeit und VR-optimiert

ZeroLight bietet Händlern und OEMs einen 3D-Konfigurator an, mit dem Kunden direkt im Store auf Tablets, Touchtables oder auch mit VR Brillen ihr ganz persönliches Fahrzeug ausstatten können. Nun erscheint das vielleicht nicht brandneu. Aber die Möglichkeit das Fahrzeug via VR aus allen Positionen sehen zu können und in Echtzeit Veränderungen vornehmen zu können, ist ein Schritt weiter in Richtung moderne Nutzerfreundlichkeit und Kundenbindung. So wird der Showroom plötzlich zur großen personalisierten Bühne für das eigene Autos. Jedes Teil am Auto kann sofort geändert werden und ist sozusagen „im Lager verfügbar“.

Lokale oder cloud-basierte Variante

Nun haben Händler auf der einen Seite die Wahl, ob sie diese Konfiguratoren auf hauseigenen PCs installieren oder ob sie die Software via Cloud laden. Dabei verbinden sich die Endgeräte dann mit dem 3D-Stream, was die Installation natürlich um vieles einfacher macht. So muss nicht in jeder Filiale das Programm extra installiert oder geupdated werden. Die kontinuierliche technische Wartung und Verbesserungen kann von Experten übernommen werden.

Online tut’s auch – mit guter Internetverbindung

Das ganze funktioniert natürlich auch online. Auf den Seiten der Händler und OEMs können die Konfigurationen eingebunden werden und Kunden können sich vorab schon ihr Wunschauto der jeweiligen Marke konfigurieren. Da jede Variante enthalten ist, haben sie die gesamte Auswahl. Ein Problem, dass mir allerdings in der Live Demo aufgefallen ist: sobald das Internet nicht mitspielt, dauert die Simulation ewig bis es lädt bzw. manchmal merkt man gar nicht, dass überhaupt etwas passiert. Wer in Gegenden mit Spitzeninternet wohnt, wird da kein Problem haben – andere leider schon eher. 3D braucht eben doch eine sehr gute Verbindung. Und Deutschland ist in dieser Hinsicht nicht gerade die Nummer 1 der Welt.

ZeroLight, Porsche & die Customer Journey

Nun bedeutet die Nutzung der ZeroLight Konfigurationen aber nicht entweder online oder Autohaus. Zusammen mit Porsche hat das 2014 gegründete Startup aus Newcastle eine komplette Customer Journey aufgebaut. Dabei wird die Echtzeit-Visualisierung mit weiterführender Personalisierung kombiniert, sowie der Autokauf zuhause mit dem im Showroom. Zuhause wird konfiguriert, dann soll der Kunde in den Laden gehen. Via Cloud hat der Verkäufer dort schon alle Daten vorliegen – Papierkram und Kataloge ade. Gemeinsam wird der Wagen weiter an die Kundenwünsche angepasst. Zum Schluss kann der Kunde „sein“ Auto noch fertig auf der großen Leinwand betrachten. Eine Sache, die vielen mit Sicherheit gefällt. Auch Sebastian Oebels, Projekt Manager des Internet Car Configurators bei Porsche, ist überzeugt, dass durch diesen Prozess „an even stronger on-going relationship [is being built] that adds value to the car-buying experience.“ Das Ergebnis haben sie auf dem ExpoDay von Plug&Play Ende Februar in Stuttgart vorgestellt.

Der liebe Datenschutz…

Möglich ist dabei auch der Vergleich mit anderen zusammengestellten Fahrzeugen. Dafür braucht es natürlich eine Menge gesammelter Daten – wobei wieder das Thema Datenschutz auf den Tisch kommt und wie viel man über sich selbst preisgeben will. Denn all diese Daten werden natürlich gespeichert.

Kommt der Autoverkäufer bald zu uns?

Eine Sache, die ich noch besonders spannend finde, ist, die mobile VR. Verkäufer könnten bald mit dem cloud-basierten System aus dem Showroom direkt zu den Kunden kommen. Kein lästiges Warten mehr im Autohaus oder überhaupt extra zum Händler fahren. Ist das der Autokauf der Zukunft? Denn natürlich ist ein großer Punkt die Echtzeit-Konfiguration, aber auch Gebrauchtwagenhändler können die Modelle irgendwann den Kunden in 3D auf Tablet, Handy oder mittels VR Brille vorführen. Die Vorstellung vom virtuellen Auto im Wohnzimmer ist vielleicht gar nicht mehr so abwegig. Ich bin sehr gespannt, ob und inwieweit sich der Autokauf in Zukunft verändern wird. Und ZeroLight ist bestimmt mit dabei.

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