Ich hatte vor wenigen Tagen das Vergnügen, mit dem Mitgründer und CEO Chris Sheldrick von what3words zu sprechen. Das englische Startup what3words zählt derzeit zu den spannendsten, internationalen Startups aus dem Mobility Segment.

Das Unternehmen hat eine Technologie geschaffen, die eine präzise und einfache Möglichkeit bietet, um einen bestimmten Standort zu bestimmen. Die drei Gründer haben die Welt in ein Raster von 3m x 3m Quadraten aufgeteilt und jedem dieser Quadrate eine eindeutige 3-Wort-Adresse zugewiesen. Klingt ein wenig spooky, ist aber eine wirklich einfache und sinnvolle Vorgehensweise.

Wie kommt man auf die Idee einer what3words Lösung? Und was ist der Ausgangspunkt für die what3words Technologie?

Der heutige CEO und Gründer Chris Sheldrick erzählt mir: „ich habe in der Musikindustrie gearbeitet und Live-Musikveranstaltungen auf der ganzen Welt organisiert. Bands und deren Equipment gingen ständig auf der Suche nach Locations und Festivals verloren.“ Es wurde schnell klar, dass die Adressierung einfach nicht gut genug war, und das Problem war letztlich ein Universelles. „Wir haben versucht, die GPS-Koordinaten der Lokationen zu nutzen, aber sie waren für die Menschen schwierig, in ihr Auto oder Gerät einzugeben.“

Wer waren eure ersten Kunden?

Eine der größten Herausforderungen für globale Logistiker besteht darin, einen standardisierten Weg zu finden, um die Lieferziele zu finden und zu bestätigen. Daher war es eine logische Konsequenz, die Logistikbranche zuerst ins Visier zu nehmen. Die nationalen Adressierungssysteme unterscheiden sich von Land zu Land und sind oft bei weitem unzureichend. GPS-basierte Navigationssysteme sind konsistent, genau und maschinenfreundlich, aber schwer verständlich und anfällig für menschliche Fehler. „Also haben wir mit dem what3words System eine einfache und verständliche Lösung geschaffen. Aramex, der globale Logistikanbieter, war ein früher Anwender unserer Technologie. Er setzt das System für seine E-Commerce-Fulfillment-Tätigkeiten in Asien und Afrika ein.“

Investoren sind die Deutsche Bahn und Daimler

Anfang dieses Jahres erwarb Daimler einen Anteil von 10% an dem Unternehmen, nachdem Mercedes-Benz mit seiner A-Klasse das weltweit erste Auto mit eingebauter what3words-Sprachsteuerung auf den Markt bringen wird. Zusätzlich soll der neue Mercedes-Benz Sprinter das what3words System an Bord haben.

Die Series B Investitionsrunde wurde von Aramex und weiteren namhaften Investoren wie der Deutschen Bahn und Intel Capital durchgeführt.

Bildrechte: Daimler AG – what3words Integration in der A-Klasse

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