WayRay – AR-Navigation aus der Schweiz

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Startup WayRay – AR Navigation aus der Schweiz
Quelle: WayRay

Wer hat’s erfunden? Die Schweizer! In diesem Fall geht’s aber nicht um Halsbonbons, sondern um das erste holographische AR Navigationssystem für Autos. WayRay gibt es schon seit 2012 und das Startup mit Sitz in Lausanne entwickelt fleißig Hardware wie Software, die True Augmented Reality kreieren. Sie sind mittlerweile in der Series B angekommen und haben schon einiges erreicht. Beim ExpoDay von Plug&Play in Stuttgart Ende Februar haben sie den heißbegehrten Flug ins Silicon Valley für ihr NAVION bekommen.

Ein Teleprompter als Navi

Neben holographischen AR Displays hat WayRay auch NAVION entwickelt. Es vereint klassische Navigation mit True Augmented Reality. Das externe Device kann laut WayRay in fast alle Autos nachträglich installiert werden. Es wird beim Lenkrad an der Windschutzscheibe platziert und projiziert sämtliche Angaben zur Route auf die Straße. Somit ist der Name „WayRay“ irgendwie Programm. Letztendlich funktioniert es ähnlich wie ein Teleprompter bei Kameras. Auf das holographische optische Element – das Herzstück – hat sich WayRay übrigens ein Patent gesichert.

Was ist True Augmented Reality?

Der Ausdruck ist irgendwie schon ein Widerspruch in sich. Aber gut. Im Prinzip machen True AR Systeme nichts anderes, als Zusatzinfos für den Nutzer direkt auf die fraglichen Objekte zu projizieren. Wir nähern uns also mit großen Schritten der Iron Man Realität. True AR bedeutet, dass Sensoren und Kameras kontinuierlich eine virtuelle Welt hier um das Auto erstellen und mit der echten Welt abgleichen. Dadurch können dann Routeninformationen direkt auf der Straße eingeblendet werden, z.B. Abstände oder Abbiegepfeile. Und das in einem Abstand, der für den Fahrer angenehm ist, so WayRay. Bei NAVION kommen noch GPS Daten für die Navigation dazu. Damit wird natürlich eine Echtzeit-Berechnung und Analyse notwendig. Das Ganze nennt sich SLAM – simalteneous localization and mapping. So kann in Echtzeit die Umgebung erfasst plus das Auto verortet werden.

Nahtlose Einbettung, weniger Ablenkung

So lang die Navifunktion nicht genutzt wird, kann NAVION wohl auch als normales Head-up-Display verwendet werden. Durch die wie sie es nennen „nahtlose Einbettung“ in die Umwelt, verfolgen die Schweizer auch das Ziel solche Technologien sicherer für den Straßenverkehr zu machen. Die Aufmerksamkeit soll dadurch weniger beeinträchtigt werden.

Mehr Sicherheit durch Eindeutigkeit

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass diese Art von Navigation deutlich weniger ablenkend ist, als das Navi im Bordcomputer oder auf dem Handy. Beim Abbiegen z.B. kommen mit Sicherheit weniger Missverständnisse auf, da die Pfeile auf der „Straße“ ja genau zeigen, wo man hinfahren muss. Schon das könnte ungelenke und manchmal doch heikle Spurwechsel verhindern – vor allem im Stadtverkehr. Zudem soll NAVION auch per Geste steuerbar sein, sodass der Fahrer auch beim Ändern von Zielen usw. seinen Blick nicht auf’s Handy und damit weg von der Straße richten muss.

das NAVION
Quelle: WayRay

Ein tolles Teil

Nachteile sehe ich erstmal darin, dass man sich an solch eine Gestensteuerung erst gewöhnen muss. Zudem ist die Frage nach dem Preis eines solchen High-tech-Geräts. Momentan bietet WayRay vor allem Flottenlösungen mit seinem NAVION an, z.B. für Taxiunternehmen oder Speditionen – aber auch für CarSharing. Für Privatpersonen wäre das aber sicherlich auch bald eine Investition wert. Alles in allem – coole Erfindung!

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