Der Volkswagen Konzern hat seit dem Dieselgate-Skandal mehrere ehrgeizige Forderungen an seine elektrischen Bemühungen gestellt. Die Elektrofahrzeuge von Volkswagen sollen bis 2020 so gut wie die von Tesla sein, jedoch um die Hälfte günstiger. Weiterhin gibt man an, dass man bald bis zu 50 Millionen Elektroautos produzieren könnte.

Elektrifizierungsansprüche

CEO Herbert Diess gab über Automotive News an, dass man bald über 50 Millionen Elektroautos produzieren könne und „viel niedrigere“ Preise haben werde als Tesla. VW habe „in seinen Werken bereits eine Produktion von 50 Millionen vollelektrischen Autos gebucht“.

Das Zeitalter der eAutos kommt

„Jetzt kommen wir in ein Zeitalter, in dem Elektroautos eine große Rolle spielen werden. Wir werden weltweit bei Elektroautos sehr groß sein, weil wir in China sehr stark sind. Wir haben enorme Skaleneffekte, und wir werden diese Autos hierher“ in die USA bringen.“

Volkswagen versucht derzeit einen Weg zu finden, wie große Mengen an Batteriezellen gesichert werden können, um die Ambitionen von 3 Millionen Elektrofahrzeugen bis 2025 zu unterstützen. Dafür hat man nun Berichten zufolge eine eigene Batteriezellenfabrik in Planung.

Kooperation mit SK Innovation

Volkswagen hatte bisher gemischte Gefühle hinsichtlich der Herstellung eigener Batteriezellen für die kommende Serie von Elektrofahrzeugen. Während der Veröffentlichung des Finanzergebnisses im zweiten Quartal sagte VW-Chef Herbert Diess, dass er nicht von Herstellern abhängig werden möchte:

„WIR DÜRFEN UNS LANGFRISTIG NICHT VON EINIGEN ASIATISCHEN HERSTELLERN ABHÄNGIG MACHEN“

Laut dem Manager Magazin verhandelt Volkswagen mit SK Innovation, einem koreanischen Hersteller von Batteriezellen, über eine Partnerschaft für eine Giga-Factory in Europa. Die neue Partnerschaft würde die bereits milliardenschweren Lieferverträge für Batteriezellen, die VW mit anderen Anbietern wie LG Chem und Samsung SDI hat, ergänzen.

Lieferantenverträge im Wert von 48 Milliarden Dollar

Damals gab Diess nur zu, dass es sinnvoll wäre, 2025 eine eigene Batteriezellenproduktion für die nächste Generation der Batterieproduktion, nämlich Festkörperbatterien, einzuführen. Jedoch hatte das Unternehmen auch bereits mit bestehenden Batterieherstellern Batterie-Lieferverträge im Wert von 48 Milliarden Dollar abgeschlossen. Diess bestätigte, dass diese Aufträge an CATL in China und LG Chem und Samsung SDI in Südkorea gingen.

MEB Plattform

Der CEO sagte, dass die neue MEB-Plattform eine signifikante Kostenreduzierung bei der Produktion von Elektrofahrzeugen ermöglichen wird, die diese Batteriezellen verwenden werden:

„Eine 40-prozentige Kostensenkung, aber ein viel besseres Auto; doppelte Reichweite, größerer Innenraum, aber außen, immer noch ein Kompaktwagen.“

Das MEB wird eine Reihe neuer Elektrofahrzeuge auf der Grundlage der I.D.-Konzepte von VW ermöglichen. Wenn Diess von einem eAuto spricht, welches „so etwas wie Tesla kann“ und „halb so teuer ist“, bezieht er sich vermutlich auf das I.D.-Konzept, das voraussichtlich „Neo“ genannt wird. Dieses Modell will man bei VW 2020 auf den Markt bringen.

VW stellte auch die I.D. VIZZION Limousine vor, ein vollelektrisches I.D. CROZZ Concept, und dann gibt es noch den elektrischen Mikrobus I.D. BUZZ, der 2022 kommt.

EV Umsätze in den USA

„Die Verkäufe nehmen zu. Nicht überall, aber an der Westküste, wenn man zu einem Parkplatz geht, sieht man dort bereits eine gute Mischung von Elektroautos. Die meisten von ihnen sind wahrscheinlich Teslas, aber was jetzt passiert, ist, dass die Autos so viel besser werden. Wir werden bei der Preisgestaltung aggressiv sein. Wir werden diese viel niedriger als Tesla anbieten, da wir all die riesigen Skaleneffekte haben und das Auto nun speziell für den Batteriebetrieb ausgelegt ist, anstatt von einem Verbrennungsantrieb umgewandelt zu werden.“

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