VW hat mit dem Bau des ersten Werks begonnen, das speziell für die Produktion von vollelektrischen Fahrzeugen der MEB-Plattform konzipiert wurde. Das neue Werk wird sich in China befinden und eine Kapazität von 300.000 Autos pro Jahr haben.

Joint Venture SAIC Volkswagen

Mit dem Joint Venture SAIC Volkswagen hat man am Standort Anting, Shanghai, den Grundstein gelegt. Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, kommentierte den Meilenstein wie folgt:

„Mit dem Bau der ersten speziell für die MEB-Produktion konzipierten Fabrik eröffnen wir gemeinsam mit unserem Joint Venture-Partner SAIC VOLKSWAGEN ein neues Kapitel in der chinesischen Automobilindustrie. Wir verstärken unsere Aktivitäten im schnell wachsenden chinesischen E-Mobilitätsmarkt.“

MEB Plattform

Zusammenhängend mit den ehrgeizigen Plänen, in den nächsten Jahren 30 neue Batterie-Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen, wurde der Elektroauto-Baukasten MEB entwickelt. Konzernweit eingesetzt, d.h. auch für Skoda, SEAT & Co, soll man damit die Konkurrenz übertrumpfen können. Die MEB-Plattform wird im nächsten Jahr erstmals in Deutschland als Produktionsgrundlage dienen, aber in keiner speziell für die Plattform konzipierten Fabrik.

MEB seit 2015

Erfahrungen hat man mit dem Baukasten bislang nur wenige gemacht, denn es wurden bisher nur e-Konzeptfahrzeuge auf dem MEB basierend gebaut. Der e-Bus BUDD-e, der I.D. und der I.D. BUZZ basieren auf der Fahrzeugarchitektur.

2015 erfolgte der Start von MEB und man gibt bei Volkswagen an, bereits große Fortschritte erzielt zu haben. „2020 soll das erste e-Auto im Stil des I.D. in Serienfertigung gehen“. Im Frühjahr dieses Jahres sollte „der Abschluss der sogenannten Frühen Phase“ erfolgen. „Wie schnell sich die e-mobility dann in Zukunft verbreiten wird, hängt allerdings noch von anderen, vor allem infrastrukturellen Faktoren ab.“

Das erste Fahrzeug, das im neuen Werk produziert wird, wird 2020 ein vollelektrisches SUV sein, aber es wird eine Reihe von verschiedenen EVs geben.

Mittelgroße und große reine Elektro-SUVs

„Die Anlage soll bis 2020 mit einer geplanten Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen in Betrieb genommen werden. Sie wird verschiedene neue reine Elektrofahrzeuge von SAIC VOLKSWAGEN produzieren, darunter mittelgroße und große reine Elektro-SUVs sowie Batteriesysteme. Als erstes Fahrzeug wird ein MEB-SUV der Marke Volkswagen gebaut. Das Werk wird die E-Mobilitätsstrategie des Volkswagen Konzerns in China unterstützen.“ Pressemitteilung

Industrie 4.0

„Die Anlage ist mit über 1400 Industry 4.0 Standardrobotern sowie einer Reihe von Technologien wie KI, AR und VR ausgestattet und liefert eine intelligente und digitalisierte Produktionsanlage. Das 610.000 Quadratmeter große Werk für New Energy Vehicles (NEV) umfasst eine Vielzahl verschiedener Funktionsbereiche wie Pressgeräte und Batteriemontagewerkstätten sowie ein erhöhtes stereoskopisches Lager, eine Teststrecke und vieles mehr. In der Zwischenzeit werden 27 Arten umweltfreundlicher Technologien eingesetzt, wobei der Schwerpunkt auf der Wassereinsparung, der Energieeinsparung und der Reduzierung von Kohlendioxid liegt.“

Quote in China -Beispiel Volkswagen

Die chinesiche Regierung plant eine verbindliche Produktionsquote für Elektroautos ab 2019. Auf dem Weg zur Elektroauto-Quote 2019 hat China bereits die Produktion von 553 Automodellen verboten (Spritfresser).

Am Beispiel Volkswagen konnte man sich die Quote sehr schön verdeutlichen. Wenn VW in China rund 3 Millionen Autos verkauft, müssten nach diesen Berechnungen rund 60.000 Elektroautos produziert werden. Für Plug-In Hybride würde es bedeuten, dass sogar 120.000 Fahrzeuge produziert werden müssen.

Fazit

Die Fabrik wird VW in die Lage versetzen, schnell eine hohe Anzahl von Elektrofahrzeugen in China herzustellen. VW wird sein erstes Werk in Deutschland erst mit einer Kapazität von 100.000 Elektroautos pro Jahr bis 2020 starten. Der Fokus liegt also vorerst auf China, besonders da dort Quoten bald die Autobauer vor Probleme stellen könnten.

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