Der Volkswagen Konzern hat bestätigt, dass er möglicherweise 124.000 Elektro- und Hybridfahrzeuge seiner Marken VW, Audi und Porsche zurückrufen muss, weil giftiges Cadmium in eine Ladekomponente verbaut wurde.

Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche hat VW bestätigt, dass es sich derzeit mit dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) über den möglichen Rückruf in Gesprächen befindet.

Ein Sprecher des deutschen Autoherstellers sagte:

„Eine entsprechende Rückrufverfügung des KBA steht derzeit zur Klärung“

Cadmium

Cadmium ist ein chemisches Element und wird zu den Übergangsmetallen gezählt. Es kommt hauptsächlich in der Erdkruste vor- immer in Kombination mit Zink. Es ist ein unvermeidbares Nebenprodukt der Zink-, Blei- und Kupfergewinnung. Cadmium gilt als sehr giftig und es besteht begründeter Verdacht auf krebsauslösende Wirkung beim Menschen. Das krebserregende und organschädigende Schwermetall Cadmium ist in Autoteilen weitgehend verboten.

Vorkommnisse bei Volkswagen

Ein Zulieferer hatte die Konzernmarken VW, Audi und Porsche dennoch mit Ladegeräten beliefert, die Cadmium enthalten. Es wurden Teile in einem Ladegerät gefunden, das der Konzern für seine rein elektrischen Fahrzeuge und Plug-in-Hybride nutzt. Betroffen sind Fahrzeuge von VW, Audi und Porsche, die von 2013 bis in den letzten Monat ausgeliefert wurden.

Produktion kurzzeitig eingestellt

Die Autohersteller haben die Produktion aller betroffenen Fahrzeuge kurzzeitig eingestellt, bis sie ein neues Teil verwenden können, was laut VW bereits erfolgt ist.

VW informierte das KBA letzten Monat, dass das besagte Teil 0,008 Gramm Cadmium pro Gerät enthält.

Rückruf von 124.000 Fahrzeugen

Das Kraftfahrt-Bundesamt drängt den Volkswagen Konzern angeblich auf den Rückruf. Momentan ist man in Klärung, ob die Gesundheit der Passagiere oder Fahrer gefährdet ist. VW gibt an, dass das Cadmium den Autofahrer nicht nicht beeinträchtigen würde, weil es „in einem festen Gehäuse innerhalb des Ladegeräts installiert wird, das wiederum von einem festen Gehäuse eingeschlossen wird.“

Recycling

Die Regulierungsgruppe und VW müssen ebenfalls klären, wo das Material am Ende der Lebensdauer der Fahrzeuge extrahiert wird.

Fazit

Das besagt Teil ist einfach austauschbar, womit ein Rückruf der eMobilität des Konzerns keinen großen Dämpfer versetzen dürfte. Trotzdem stärkt solch ein Vorfall nicht unbedingt das Vertrauen in den Konzern, der bereits auf Grund der Diesel Affäre vor erheblichen PR Problemen stand.

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