VW ist in der Krise und die Konzernleitung versucht natürlich mit neuen Maßnahmen den Konzern zu retten. Jetzt soll es eine 13. Konzernmarke richten. Es wäre wünschenswert hätte die Leitung Demut geübt, jedoch geschieht dies auch nicht bei der neuen Gründung. Das Ziel ist kein geringes als Weltmarktführer zu werden.

CEO Matthias Müller erklärt hierzu: “Bis 2025 soll unsere neue Konzernmarke zu den führenden Anbietern bei Mobilitätsdiensten gehören und Marktführer in Europa werden”.

Neue Ausrichtung

VW und Mobilitäsdienstleistungen waren bisher keine Begriffe die man miteinander verbunden hätte, jetzt will der weltgrößte Autobauer jedoch deutlich das Tempo erhöhen. Dies will der Konzern mit einer eigenständigen Business Unit schaffen und so arbeiten die Entwickler mit Hochdruck an Leistungen, wie der Vermittlung von Fahrdiensten, Sharing Konzepten und besonders spannend, eigenen Shuttle Angeboten.

Kooperation & Beteiligung an Gett

Das erste gemeinsame Projekt findet in Moskau statt und soll Gett Fahrern ermöglichen, Modelle wie den Polo oder Skoda Octavia zu besonderen  Konditionen zu bekommen.  Weiterhin will der Volkswagen Konzern Ende Mai beim US Fahrdienstleister Gett mit 300 Milionen Dollar einsteigen.

Strategische Partnerschaften mit Hamburg oder Dresden

Über Dresden hatten wir bereits berichtet. Volkswagen und die Stadt  hatten eine Vereinbarung über die Zukunft der eMobilität unterschrieben. Dresden soll eine Modellstadt für eMobilität und Digitalisierung werden.

Auch in Hamburg sollen in den nächsten drei Jahren innovativen Lösungen geschaffen werden und  urbane Mobilität soll in dieser Kooperation umweltschonender, sicherer und effizienter gestaltet werden.

Audi

Auch Konzerntochter Audi  treibt mit neuen Partnerschaften die Vernetzung der Autos voran. Die Premiummarke kooperiert mit Chinas Internetanbietern wie Baidu oder Alibaba und will intelligente Mobilitätslösungen für die Städte voran treiben.

“Perspektivisch gesehen könnten wir auch eigene, selbstfahrende Shuttleflotten betreiben, wenn das autonome Fahren in der Stadt in Serie geht”, sagt Müller. Die Voraussagen, dass in Zukunft nicht mehr jeder ein eigenes Auto haben wird, lässt VW diesen Weg einschlagen. Jeder soll auf die eine oder andere Art Kunde von VW sein und die Dienste des Konzerns nutzen können.

Aussicht

Die VW-Aktie hat auf die Neuigkeiten keine große Dynamik entwickelt. Die Analysten sehen bei VW bei der Digitalisierung und Elektromobilität noch viel Aufholbedarf. Es bleibt abzuwarten, in welcher Höhe Investitionen erfolgen und wie VW es durch die Kooperationen schafft, den Rückstand aufzuholen. Als weltweit größter Automobilhersteller ist das Potenzial natürlich da und Tochterunternehmen wie Porsche haben mit dem neuen Panamera eHybrid oder dem 918 Spyder gezeigt, wie weit sie beim Thema eMobilität sind. Auf solche Resourcen kann VW zurückgreifen um größere Schritte zu machen. Wir sind gespannt!