Wer bei dem Namen Bobadilla immer an den bulligen Stürmer von Augsburg oder Mönchengladbach denkt, der wird nun eines besseren belehrt. Das Dorf ‚Bobadilla‘ in der spanischen Provinz Malaga steht vor dem internationalen Durchbruch. Denn dort plant Virgin Hyperloop One laut Medienberichten ein Forschungs- und Testzentrum für seine Hyperloop Röhrenzüge zu errichten. Dafür will das Unternehmen eine Menge Geld investieren. Mit einer Investition von 500 Millionen US Dollar soll schon ab dem Jahr 2020 das Zentrum seine Tore öffnen.

200-300 Mitarbeiter sollen hier für Virgin Hyperloop forschen

In einer derzeit ungenutzten Wartungshalle der spanischen RENFE (Red Nacional de los Ferrocarilles Espanoles, also das Netzwerk spanischer Eisenbahnen) sollen auf 19.000 Quadratmetern 200-300 Mitarbeiter für Virgin Hyperloop One weiterentwickeln. Die Erkenntnisse aus den Tests der Universitäten München, Delft oder Lausanne müssen schließlich auf die Schiene oder besser ‚in die Röhre‘ gebracht werden.

Erst vor wenigen Wochen war mit sensationellen 467 Stundenkilometern die dritte Kapsel des WARR-Hyperloop-Teams der TU MÜnchen in Los Angeles durch die Teströhre auf dem Firmengelände von SpaceX gerast. Mit diesem Ergebnis erzielten die Studierenden der Technischen Universität München (TUM) nicht nur einen neuen Geschwindigkeitsrekord. Sie bleiben damit auch im dritten Hyperloop Pod Wettbewerb in Los Angeles ungeschlagen und das trotz starker Konkurrenz der TU Delft, die den Hauptpreis für das beste Gesamtkonzept gewannen.

Bobadilla wird Startup Zentrum in Andalusien

Bobadilla in Andalusien ist dafür eine gute Wahl. Die Region entwickelt sich zu einem Eldorado für Startups. Dank großzügiger Investments der Europäischen Union ist hier ein High-Tech Standort entstanden. Ableger von Airbus, IBM, Olracle und Ericsson sind hier ebenso zu finden wie die Luft- und Raumfahrtzulieferer Advanced Engineering & Innovation oder AERTEC. Nich weit von Bobadilla entfernt residieren Schienenspezialisten wie Voltrain, Alstom oder Bombardier. Da passt die Hyperloop Innovation mit ihrer Überschall-Röhrentechnologie doch perfekt dazu.

Die dortigen Investitionen dürften sich schon bald auszahlen. So fördert die Bayerische Landesregierung das Mobilitätskonzept der TU München. Ministerpräsident Markus Söder hatte in seiner Regierungserklärung angekündigt, eine bayerische Teststrecke für den Hyperloop bauen zu lassen. Die Erkenntnisse aus Bobadilla werden dabei sicherlich mit einfließen.

 

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