Nicht erst seit dem Ausbruch der Corona (COVID-19) Pandemie setzt die urbane Logistik auf elektrische Fahrzeuge. Wir wollen hier auf dem eMobilität Blog darüber berichten, welche elektrischen Fahrzeuge für den Transport auf der letzten Meile (in unseren Städten und im Umland) geeignet sind.

Weshalb diese Aktivitäten in urbaner Logistik?

Wir fassen unter urbaner Logistik eine Vielzahl von Konzepten und Tätigkeiten zusammen. Sie alle dienen der Gestaltung und Effizienzsteigerung des städtischen Wirtschaftsverkehrs. Mit den Transport-, Ver- und Entsorgungskonzepten wollen die Logistikanbieter ihre Effizienz und Umweltverträglichkeit in den urbanen Zentren verbessern. Seit einigen Jahren kämpfen diese Anbieter mit ständig wachsendem Verkehrsaufkommen, stets sinkendem Platzangebot für ihre Fahrzeuge und sich stets verändernden Auflagen seitens der Städte. Kein Wunder also, dass die Verkehrsbelastung der Innenstädte durch innovative Konzepte besonders für Waren- und Güterverkehre verringert werden muss.

Das Wachstum des Online Handels hat entscheidenden Anteil am steigenden Verkehrsaufkommen in urbanen Zentren

Einen ganz wesentlichen Faktor für das sprunghaft steigende Verkehrsaufkommen in den urbanen Zentren stellt das Wachstum des Online Handels dar. Im urbanen Gütertransport-System besteht eine große Spannweite an unterschiedlichen Arten von Transportleistungen. Wir alle kennen die sogenannten KEP-Dienste – diese Kurier-Express-Paket-Dienste beliefern die Mehrheit an Endkunden – die DHL, Hermes, DPD oder UPS Fahrzeuge erscheinen in beinahe jedem Haushalt mehrfach im Monat. Dabei wird gerne übersehen, dass die Logistiker quasi vorgelagert mit Leistungen wie etwa der Teilladungs-, Stückgut- und Konsumgüterdistribution überhaupt dafür sorgen, dass die KEP-Dienstleister überhaupt an ihre Waren kommen.

Der Lieferanteil des Online Handels steigt weiter an

Mit 2,5 Milliarden Paketen auf der letzten Meile und einer steigenden Anzahl an Retouren stehen wir in Deutschland vor der Herausforderung, diese einzelnen Pakete zu den Haushalten und zum Einzelhandel zu bekommen, bzw. sie wieder abzutransportieren. Der Lieferanteil des Online Handels an den gesamten KEP-Sendungen wird lt. Prognos AG bis 2030 von knapp 50% auf über 60% steigen.

Eines der Hauptprobleme ist, dass derzeit die Endkunden in den Städten von einer großen Anzahl diverser Transportunternehmen beliefert werden. Wir leisten uns also den Luxus der Belieferung der gleichen Kunden durch unterschiedliche Lieferdienstleister. Parken in der zweiten Reihe, Unfall- und Verkehrsbehinderungen und derzeit bedingt durch Dieselfahrzeuge erhöhte Emissionsbelastungen sind die Folge. Für die Logistiker heißt das, dass sie einerseits verschärfenden Umweltauflagen aufgrund von Restriktionen gerecht werden müssen (Dieselfahrverbote, Umweltzonen), und andererseits die Endkunden und der lokale Einzelhandel angepasste Lieferkonzepte fordern.  

Wir brauchen also innovative Lösungen für die Belieferung der letzte Meile. Sie gehen in der Regel einher mit der Elektrifizierung von Fahrzeugen. Das sind gute Gründe, diese Elektrofahrzeuge für die urbane Logistik in den kommenden Wochen verstärkt hier auf unserem Blog vorzustellen. Stay tuned!