Die Geschichte um den Tesla Saboteur und ehemalige Ingenieur Martin Tripp hat eine neue Wendung genommen. Nun behauptet der selbsternannte Whistleblower das er mit der US-Börsenaufsicht zusammen arbeitet.

Neuste Entwicklung

In der neuesten Entwicklung der Saga von Tesla vs Martin Tripp behauptet Tripp und sein Anwalt nun, dass sie mit der United States Securities and Exchange Commission (SEC), bekannt als US-Börsenaufsichtsbehörde, zusammenarbeiten. Die soll Berichten zufolge Untersuchungen gegen Tesla anstreben.

Sabotage

Martin Tripp hat die Software des Tesla Manufacturing Operating System böswillig verändert und Daten gestohlen. Elon Musk äußerste sich damals per Mail zu dem Fall:

„Ich war bestürzt, als ich an diesem Wochenende von einem Tesla-Mitarbeiter erfuhr, der eine ziemlich umfangreiche und schädliche Sabotage durchgeführt hatte. Dazu gehören direkte Codeänderungen am Tesla Manufacturing Operating System unter falschen Benutzernamen und das Exportieren großer Mengen hochsensibler Tesla-Daten an unbekannte Dritte. “

Klage gegen Tripp

Der Autohersteller reichte Klage gegen Martin Tripp ein. Der Gigafactory Process Engineer wurde beschuldigt, nicht nur Software geschrieben zu haben, die Daten von Teslas Manufacturing Operating System extrahierte und die Gigabytes an proprietären Daten an externe Entitäten sendeten, sondern auch bewusst,  falsche negative Aussagen an die Medien weitergegeben zu haben. CNBC berichtete zuerst über die Klage, die gegen den Angestellten erhoben wurde. Details zum Rechtsstreit finden Sie hier: Sabotage bei Tesla: Klage gegen Ingenieur Martin Tripp

Martin Tripp

Tripp trat Tesla im Oktober 2017 in der Nevada Gigafactory als Prozesstechniker bei. Später beklagte er sich, dass sie keine ausreichende Führungsrolle für ihn hätten. Im Rahmen seiner Tätigkeit hatte Tripp Zugang zu hochsensiblen Informationen, die unter anderem bestimmte Aspekte des Herstellungsprozesses für die Batteriemodule des Unternehmens betrafen. Üblicherweise unterschrieb er als Voraussetzung für seine Beschäftigung Teslas vertrauliche und geschützte Informationen nur im Zusammenhang mit seiner Arbeit mit Tesla zu verwenden oder offenzulegen.

Innerhalb weniger Monate soll Martin Tripp Probleme mit der Arbeitsleistung offenbart haben und manchmal als störend und streitlustig gegenüber seinen Kollegen aufgetreten sein. Als Folge dieser und anderer Probleme wurde Tripp um den 17. Mai 2018 einer neuen Rolle zugewiesen. Tripp äußerte sich wütend über die neue Zuteilung.

Danach rächte sich Tripp, indem er vertrauliche Informationen klaute und geheime Informationen verteilte und an Dritte weitergab sowie falsche Aussagen verbreitete, die dem Unternehmen schaden sollten. Am 14. und 15. Juni 2018 interviewten Tesla-Ermittler Tripp wegen seines Fehlverhaltens.

Whistleblower oder Saboteur

Während Tesla Tripp als „Saboteur“ präsentierte, versucht der ehemalige Techniker, sich als „Whistleblower“ zu rebranden. Er hat den Anwalt Stuart Meissner beauftragt, der häufig Whistleblower mit Fällen für die Börsenaufsicht vertreten hat. Der Anwalt behauptet nun, dass die Aufsicht Tripp kontaktiert hat, um in einem Fall gegen Tesla zu kooperieren

Er beauftragte Stuart Meissner, einen Anwalt, der häufig Whistleblower mit Fällen für die SEC vertreten hat, und der Anwalt behauptet nun, dass die Securities and Exchange Commission sie kontaktiert hat, um in einem Fall über Tesla zu kooperieren:

Untersuchungen der Börsenaufsicht

Komisch ist, dass die US-Börsenaufsicht im Allgemeinen nicht bekannt macht, gegen welches Unternehmen gerade Untersuchungen laufen und auch die Parteien um Stillschweigen bittet.

Es gibt bereits länger das Gerücht, dass Tesla von der Securities and Exchange Commission untersucht wird. Meistens wurden diese Gerüchte jedoch von Tesla Shorts gestreut und bisher hat sich nichts bewahrheitet.

Tripp behauptet nun, dass Tesla Produktionsdaten des Model 3 an Investoren falsch gemeldet hat. Daraus würde sich ein Einschalten des SEC unabdingbar machen.

Warnung an Tesla durch Securities and Exchange Commission

Tesla hatte einzig 2017 eine Verwarnung der Aufsicht bekommen. Tesla-Kritiker beklagten sich häufig über die Verwendung von Nicht-GAAP-Metriken in den Quartalszahlen des Unternehmens. Man warf Tesla vor, sich nicht an die anerkannten Rechnungslegungsgrundsätze zu halten und damit den Jahresabschluss zu verschönern. Tesla änderte die Methode was auf das Einwirken der US-Börsenaufsicht zurück geführt wurde. Es gab keine wirklichen Konsequenz für die frühere Missbilligung der Tesla-Buchhaltung seitens der SEC, und die Aufsicht betrachtet die Angelegenheit als gelöst.

Verbindungen zwischen Tesla und SpaceX

Auch Verbindungen zwischen Tesla und SpaceX soll laut dem Anwalt Stuart Meissner untersucht werden:

Gegenklage

Martin Tripp hat mittlerweile bei United States District Court Gegenklage eingereicht. Er verklagt Tesla auf mehr als eine Millionen Dollar Schadensersatz wegen „Verleumdung, Verletzung der Privatsphäre und absichtlicher Zufügung emotionalen Stresses“.

Hier finden Sie die Gegenbeschwerde in vollem Umfang: Tripp vs. Tesla Case No 3:18-cv-00296-LRH-VPC. Tripp wiederholt in der Klage seine ursprünglichen Behauptungen, dass die Teslas Model-3-Produktion bei der Gigafactory 1 eine „wahnsinnige Menge“ an Schrott produzieren würde. Tesla bestreitet weiterhin, dass die Schrottmenge für das Produktionsniveau in der Anlage nicht normal sei. Beweise bleiben derzeit aus.

Fazit

Meiner Meinung nach versucht sich Tripp irgendwie gegen die Klage von Tesla zu währen. Seine Aussagen und Mails im bisherigen Verlauf ergeben für mich keinen roten Faden. Es scheint so, als wollte Tripp den Weg vom Saboteur zum Whistleblower gehen und damit seine Haut retten. Was ist ihr Eindruck vom bisherigen Fall „Tripp“? Whistleblower oder Saboteur?

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