Innerhalb von neun Jahren werden 30.000 Kollegen bei Volkswagen ihren Hut nehmen müssen. Davon alleine 23.000 in Deutschland. Das ist zunächst die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht folgt allerdings zeitgleich: das Wolfsburger Top-Management hat anscheinend die Zeichen der Zeit erkannt und legt den Schalter auf Fortschritt um. Der Volkswagen Konzern rüstet um, Elektromobilität ist die Zukunftschance der Niedersachsen. Und sie beginnt im sächsischen Dresden.

Statt Phaeton werden jetzt die e-Golf Modelle in Dresden gebaut

Dort wo in Dresden bis zum März diesen Jahres die letzten Phaeton Luxusschlitten vom Band liefen, werden ab 2017 Elektrofahrzeuge gebaut. Die gläserne Manufaktur ist ein großartiges Gebäude im Süden der sächsischen Landeshauptstadt. Ich selbst habe hier vor wenigen Monaten eine Führung durch das futuristische Gebäude gemacht.

„Hier brechen Volkswagen, Dresden und Sachsen gemeinsam in die Zukunft der Mobilität auf. Hier machen wir Elektromobilität zu unserem Markenzeichen,“ so der VW Entwicklungsvorstand bei der Verkündung der Neuigkeiten in der letzten Woche. Der neue e-Golf wird demnächst also aus Dresden kommen.

Der Umbau kostet Volkswagen 20 Millionen

Für rund 20 Millionen Euro baut VW die gläserne Manufaktur zu einer Erlebniswelt für Elektromobilität und Digitalisierung aus. Das passt gut zu der jüngst angekündigten Strategie von Dresden, Modellstadt für Elektromobilität werden zu wollen.

Aus der Manufaktur von Volkswagen können pro Tag 100 Elektrofahrzeuge ausgeliefert werden. Der Vergleich nimmt sich derzeit noch ein wenig spärlich aus. Volkswagen produziert am Tag weltweit 27.000 Fahrzeuge – da ist für die Elektroautos noch Luft nach oben.

Im Jahr 2025 mit 30 E-Modellen am Start

Doch Volkswagen geht einen Schritt weiter. Bis 2025 sind 2 bis 3 Millionen Elektroauto pro Jahr im Plan. Das sind dann immerhin jeder dritte Wagen aus der Flotte von VW. Mehr als 30 vollelektrische Fahrzeugmodelle möchte man bis dato an den Start bringen. Da gilt die Produktion des e-Golfs in Dresden wohl eher als ein Symbol, eine Ansage an die Zukunft. Und das ist eine gute Nachricht.