Toposens – Einparken mit Ultraschall 

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Toposens – Einparken mit Ultraschall
Quelle: Toposens

Toposens – Einparken mit Ultraschall. Bei der Beschreibung der Arbeit von Toposens gab es schon viele Wortspiele – die „Bavarian Batmen“ wurden Tobias Bahnemann und seine Mitgründer Alexander Rudoy und Rinaldo Persichini genannt. Irgendwie treffend. Batman verwendet in seinem Kampf gegen das Böse schließlich auch fortschrittlichste Technik. Und der 3D-Sensor ist tatsächlich eine Weltneuheit. Aber irgendwie auch nicht ganz. Denn Batman hatte ursprünglichch Angst vor Fledermäusen. Toposens dagegen macht sich die Technik von Fledermäusen zu nutze, via Ultraschall ein Bild ihrer Umgebung zu erhalten.

Wieder im Rennen: Der Ultraschall

Eine zeitlang waren Ultraschall-Sensoren quasi out, dann kam das Prinzip wieder auf den Tisch. 1D-Ultraschallsensoren werden mittlerweile zur Distanzmessung angewendet. Einen Sensor, der ein aus einer 3D-Punktwolke bestehendes Bild seiner Umgebung ausspielen kann, gab es bisher allerdings noch nicht. Das Münchner Startup hat genau das geschafft.

Prinzip Fledermaus

Die Funktionsweise ist recht einfach erklärt. Der ganze Sensor besteht aus eigentlich drei Sensoren, die Schallwellen aussenden. Treffen diese auf ein Objekt, werden sie reflektiert, im Sensor zu 3D-Koordinaten umgerechnet und können dann je nach Anwendungsgebiet weiterverarbeitet werden. Der Vorteil der Sensoren ist, wie Toposens betont, dass sie klein sind, tatsächlich wohl wenig Energie benötigen, und kommt mit Gegenlicht und Erschütterung zurecht.

Nicht nur außen…

Diese Eigenschaften hören sich nach guten Voraussetzung für den Einbau in Fahrzeuge an – autonom wie solche mit fortgeschrittenen Fahrerassistenzsystemen. Zuerst wird vermutlich jeder an die Außeninstallation denken. Und in der Tat: Auch und vor allem für’s Einparken sind diese Sensoren ziemlich nützlich. Erkennen sie doch Wände, Mauern oder Pfosten als ganzen Körper bzw. Flächen und nicht nur die Distanz zwischen Auto und Hindernis. Konstrukteure autonom fahrender Autos werden über diese Erfindung erfreut sein. Statt drei 1D-Sensoren bräuchte man für die Nahbereichsmessung (0-6 Meter) nur noch einen 3D-Sensor zu verbauen. So werden auch enge und volle Parkhäuser mit beidseitig parkenden Autos, ohne Streifschäden bewältigbar.

…auch innen

Aber der Sensor kann auch im Inneren des Autos angebracht werden. Wozu? Um Anzahl und Position der Mitfahrer zu bestimmen. Das würde weitere Anpassungen im Sicherheitsbereich ermöglichen. Anwendungen sehen Bahnemann und seine Mitstreiter da z.B. im Bereich von Airbags.

Die Frage nach der Privatsphäre

Für Datenschützer, die bei der Erfassung von Personen aufgehorcht haben, hat Toposens übrigens auch eine Antwort parat: Durch die Ultraschall-Technologie würden keine persönlichen Merkmale identifiziert und die Privatsphäre bleibe geschützt. Inwieweit das allerdings für körperlich Merkmale, wie Größe und Statur wirklich gilt, ist fraglich. Schließlich wird ja durch die Reflexion ein dreidimensionales Bild erstellt mit allen Konturen und Oberflächenstrukturen.

Logo
Quelle: Toposens

Wohin geht die Reise?

Toposens befindet sich in der Prototypen-Phase und tüftelt noch an der optimalen Sensoren-Version. Aber sie haben geschafft, woran andere schon etwas länger arbeiten. Man sollte sie auf dem Schirm behalten.

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