Nach dem Börsenschluss veröffentlichte Tesla seine Finanzergebnisse und den Aktionärsbrief für das erste Quartal 2018. Die Wall Street erwartete gespannt die Ergebnisse, die für das Quartal einen Umsatz von 3,4 Milliarden US-Dollar und einen Verlust von mehr als 3 US-Dollar pro Aktie vorsehen.

Ursache & Auswirkungen

Die Ursache liegt laut  dem Bericht an dem langsamen Start der Produktion des Model 3. Das Unternehmen erzielte mit  3,4 Milliarden US-Dollar  Umsatz einen neuen Rekordwert. Jedoch weißt man weiterhin noch erhebliche Verluste von 4,19 US-Dollar pro Aktie (GAAP)/(3,35 US-Dollar pro Aktie nach US-GAAP) auf. (Tesla Aktionärsbrief)

Tesla Energy

Tesla Energy hat den Unterschied in Q1 gemacht und Tesla dabei geholfen, die Umsatzerwartungen in diesem ersten Quartal 2018 mit über 400 Millionen US-Dollar zu übertreffen. Dies war auf einen Anstieg der Energiespeicherbereitstellung um 161% von Quartal 4 in 2017 auf 373 MWh zurückzuführen. Diese Steigerung konnte durch den Abschluss eines großen südaustralische Projekt erfolgreich gemeistert werden. Dort hat man den weltgrößten Akku eröffnet. (Tesla Aktionärsbrief)

Auswirkungen an der Börse

Wie schon so oft, hat die Börse die bisherigen Ergebnisse nicht abgestraft. Die Tesla-Aktie ist im After-Hour-Handel um etwa 1% gestiegen. Teslas Barguthaben fiel im ersten Quartal deutlich, aber der Autohersteller hat trotzdem noch Reserven in Höhe von 2,7 Milliarden Dollar. (Aktionärsbrief)

Model 3 Produktion

Tesla gab eine weitere Aktualisierung mit der Veröffentlichung seines Finanzergebnisses und Aktionärsbriefs für das erste Quartal 2018 bekannt.

„Wie bei allen Fertigungsverfahren kann die Produktion von Modell 3 nur so schnell gehen wie der langsamste Teil der gesamten Lieferkette und des gesamten Produktionsprozesses. Seit Monaten ist die Batteriemodullinie unser Hauptproduktionsengpass.“ (Electrek)

„Nach dem Einsatz mehrerer teilautomatisierter Linien und der Verbesserung unserer ursprünglichen Linien haben wir diesen Engpass weitgehend überwunden.“

„Wir gehen daher davon aus, dass wir bereits vor der Installation der neuen automatisierten Linie, die Tesla in Deutschland entwickelt und gebaut hat, eine Modulproduktionsrate von 5.000 Autosätzen pro Woche erreichen. Nach der Installation sollte diese neue automatisierte Modullinie die Herstellungskosten deutlich senken. Unser Automatisierungsteam in Deutschland konzentriert sich derzeit auf weitere Kapazitätserweiterungen bei Bedarf. “ (Electrek)

5000 in 2 Monaten

Tesla strebt die Produktion von 5.000 Modell 3 pro Woche in etwa zwei Monaten an. Um diese Produktionsrate zu erreichen, plant man im Q2 zusätzliche Ausfallzeiten wie im ersten Quartal. Man hat diese Schritte bereits mehrmals unternommen, einschließlich in der dritten Aprilwoche, um einige kleine, bekannte Einschränkungen zu beheben, die nun einen höheren Ausgabepegel ermöglichen.

Weiterhin gibt man an: „Kurz vor der letzten Ausfallzeit produzierten wir in den vergangenen sieben Tagen 2.270 Modelle 3 und 2.024 Modelle S und Model X, was für uns ein neuer Rekord war. Darüber hinaus haben wir in den knapp zwei Wochen von Anfang April bis zum geplanten Stillstand  4.750 Fahrzeuge des Modells 3 produziert, was bereits etwa die Hälfte der Produktion des gesamten Vorquartals darstellt. Nach einer Produktionsrate von 5.000 pro Woche werden wir neue Optionen wie den Allradantrieb und das Basismodell mit einem Standard-Akkupack anbieten. (Electrek)

Fazit

Die Börse reagiert wie gewohnt gelassen auf die hohen Verluste von Tesla. Man glaubt weiterhin an die Innovationskraft und mit den neuen positiven Nachrichten zur Model 3 Produktion könnte der Weg in die schwarze Zahlen endlich in die richtige Richtung gehen.

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