Das Board von Tesla hat Berichten zufolge den Plan von Elon Musk, das Unternehmen zu privatisieren, ernst genommen. Entgegengesetzt zum Markt, der die Nachricht gemischt aufnahm.

Anfang der Woche machte Elon Musk die Ankündigung, dass er plant, Tesla zu privatisieren. Musk hat sich oft darüber beschwert, dass Tesla durch die Rechtsform einer Aktiengesellschaft eingeschränkt ist. Er würde gerne den Fokus von den vierteljährlichen Quartals-Ergebnissen nehmen und über langfristige Ziele sprechen. Das Geld will er bereits haben.

Tesla (TSLA) an der Börse

2010 ging Tesla (TSLA) an die Börse. Pro Aktie musste man damals 17 Dollar zahlen und CEO Musk stieg mit mit einem Volumen von gut 226 Millionen Dollar ein. Tesla selbst bot 11,9 Millionen Aktien an, die Alteigener steuerten aus ihrem Bestand 1,4 Millionen Papiere bei. 8 Jahre später liegt die Aktie bei rund 380 Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 53 Milliarden Euro.

Nach den Veröffentlichung der Pläne notierte die Exit-Option bei etwa 70 Dollar und stieg daher in Richtung des Kursziels. Einige Analysten bezweifeln jedoch, dass der Plan funktionieren könnte und auch die ‘berühmt/berüchtigten’ Tesla Shorts stellen die Finanzierung von Musk in Frage.

Tesla Board

Am Mittwoch bestätigte nun das Tesla Board, dass Musk letzte Woche den Plan bereits vorgestellt habe und man nun die Möglichkeit eines Austritts aus der Börse evaluiere. Laut einem Bericht von Reuters wird das Board in den nächsten Tagen eine Prüfung des Exitprojekts einleiten: “Das Board wird eine Entscheidung treffen, ob man in den kommenden Tagen eine formelle Überprüfung des Musk-Vorschlags einleiten wird und spricht mit Investment-Bankern über die Einstellung von Finanzberatern, um sie bei der Überprüfung in einem solchen Szenario zu unterstützen,” so die Quellen.

Großaktionäre unterstützen den Plan

Der Plan eines Ausstiegs wird auch von großen Aktionären, darunter Ron Baron unterstützt. Ronald Stephen Baron ist ein amerikanischer Investmentfondsmanager und Investor. Er ist der Gründer von Baron Capital, welches die von ihm gegründeten Baron Funds von rund 26 Milliarden US-Dollar verwaltet. Ron Baron besitzt Tesla-Aktien im Wert von einer halben Milliarde.

Electrek Gründer Fred Lamber fragte seine Community nach der Wahrscheinlichkeit eines Austritts. Ein doch erstaunlicher Anteil seiner Follower glaubt an den Schritt von Musk:

Fazit

Der Markt glaubt momentan nicht an einen Exit. Mich persönlich erstaunt die Konsequenz, die Musk hinter diese Aktion setzt. Er informierte die Mitarbeiter und hat laut eigener Aussage bereits einige finanzielle Dinge vorab geklärt. Auch sein Board wurde vorab informiert. Jetzt muss der Tesla CEO Details liefern, insbesondere bezüglich der Finanzierung. Als der Tweet veröffentlicht wurde, waren Informationen an die Öffentlichkeit gedrungen, das Saudi-Arabien einen Staatsfonds für eine bedeutende Beteiligung an Tesla im Wert von 3 bis 5 Prozent anstrebt. Es bleibt also sehr spannend, mit wem Musk zusammen arbeiten will, um die Finanzierung locker zu machen.

Glauben Sie an einen Exit? Oder hat Musk nur versucht die Tesla Aktie in die Höhe zu treiben?