Das Tesla Model 3 gilt als Reifeprüfung für Elon Musk und sein Tesla Team. Musk hat selbst im vergangenen Jahr mehrfach eingestanden, dass die Schwierigkeiten beim Bau des bislang kleinsten Tesla Elektroautos das Unternehmen mehrfach an den Rand der Existenz gebracht haben.

Wir zeigen heute in der Schnellfassung ein Video zur Produktion eben dieses Tesla Model 3.

Was fällt uns dabei auf: Musks Traum von der voll-automatisierten Fabrik scheint hier einer kombinierten Variante gewichen zu sein. Das freundliche Winken eines Tesla Mitarbeiters gleich zu Beginn des Videos und die diversen Kollegen im Laufe des Films lassen darauf schließen. Vielleicht ist es gerade das Menschlich-werden, das Tesla in den letzten Wochen geholfen hat, die Produktionsschwierigkeiten zu überwinden. Der Kostendruck auf Tesla gerade beim Model 3 ist gewaltig. Doch ohne eine funktionierende Produktionsstraße und so ganz ohne Fahrzeuge lassen sich eben keine Umsätze machen.

7.000 Tesla Model 3 Fahrzeuge laufen wöchentlich vom Band

Tesla hat die wöchentliche Produktionskapazität inzwischen auf 7.000 Fahrzeuge des Typ Model 3 erhöht. In Summe waren das im Jahr 2018 insgesamt knapp 150.000 Fahrzeuge des Mittelklassewagen. Bei meinem Besuch bei der CES in Las Vegas waren im Spielerparadies tatsächlich eine ganze Reihe von Tesla Model 3 auf den Straßen zu sehen.

Nach der bislang auf die USA begrenzten Auslieferung kommen nun auch die internationalen Kunden dran. In einigen europäischen Ländern ist der Konfigurator freigeschaltet. Allerdings müssen sich die Kunden in Großbritannien und Australien noch gedulden. Model 3 Fahrzeuge mit Rechtslenker wird es in nächster Zeit noch nicht geben. Sich ebenso in Geduld üben müssen die Kunden, die auf ein Leasingangebot des Fahrzeuges hoffen. Bislang erlaubt der Konfigurator zumindest in Deutschland diese Form der Zahlung des Fahrzeuges (noch) nicht.

Mein Eindruck im Innenraum des Tesla Model 3

Ich habe bereits Ende Mai im kanadischen Vancouver Platz im Tesla Model 3 nehmen dürfen. Das für Tesla so typische große Display dominiert das Armaturenbrett. Im Grunde genommen erinnerte im Model 3 vieles an das Model S, nur dass alles ein wenig kleiner ausgefallen ist. Gerade für lang-gewachsene Fahrer und Fahrerinnen ist auf dem Fahrersitz nicht richtig viel Platz. Auch der Kofferraum ist nicht wirklich geräumig.

Doch den Käufern dieses Model 3 geht es weniger um das Platzangebot als um die herausragende Connectivity des Fahrzeuges gepaart mit der exzellenten Reichweite. Das sind sicherlich die beiden Hauptargumente für den Siegeszug dieses Tesla Modells im Vergleich zu den Fahrzeugen von Ford, BMW und Co. in den USA. Wir sind gespannt, wann wir die ersten Tesla Model 3 Fahrzeuge auf deutschen Straßen bei den Kunden sehen.