Tesla plant, seine Fahrzeugsicherheitssoftware kostenlos mit anderen Autohersteller für eine sicherere selbstfahrende Zukunft zu teilen. Mit dem bevorstehenden Anstieg von selbstfahrenden und stärker vernetzten Fahrzeugen steigt das Risiko, dass diese Fahrzeuge gehackt werden. Musk will nun seine Fahrzeugsicherheitssoftware mit anderen Herstellern kostenlos teilen.

Hackbarkeit von Autos

Unser Auto Michael Brecht hatte bereits das große Vergnügen, einem Vortrag des amerikanischen Hackers Chris Valasek zu lauschen. ‚If you can make it, we can break it‘ war der provokante Titel seines Vortrages auf der Connected Mobility Konferenz. Chris ist Security Lead im UBER Advanced Technologies Center und gilt als einer der führenden ‚White Hat‘ Hackers. Der Hacker hat sich in den vergangenen Jahren auf den Angriff in Fahrzeugsysteme spezialisiert und die tatsächliche Verwundbarkeit der jeweiligen Fahrzeugflotten aufgezeigt.

Beispiel Jeep Cherokee

2014 hatte Chris Valasek mit seinem Partner Charlie Miller die Kontrolle über einen Jeep Cherokee in 10 Kilometer Entfernung gewonnen. Es war keine keine physische oder lokale Verbindung nötig. Das Ergebnis: 1,4 Millionen Fiat Chrysler Fahrzeuge mussten zurückgerufen werden. Besonders da wir dem autonomen Fahren immer näher kommen, wird die Sicherheit der Fahrzeuge immer bedeutender.

Flottenweiten Hacks

“Ich denke, eine der größten Sorgen für autonome Fahrzeuge ist jemand, der einen flottenweiten Hack erzielt.” Elon Musk

Bei der National Governors Association im vergangenen Jahr gab Musk einige interessante Einblicke in die Sicherheitsbemühungen von Tesla und insbesondere im Zusammenhang mit der vollständigen Autonomie ihrer Fahrzeuge:

“Wenn jemand in der Lage wäre, alle autonomen Teslas zu hacken, könnten man den Autos befehlen – als Streich -, dass sie alle nach Rhode Island fahren [lachen] – quer durch die Vereinigten Staaten … und das würde das Ende von Tesla sein, und in Rhode Island würde es viele wütende Menschen geben. ”

Fahrzeugsicherheitssoftware

Der CEO sagte, dass Tesla eine “spezialisierte Verschlüsselung” für “mehrere Subsysteme” im Fahrzeug entwickelt hat. Weiterhin entwickelt man einen Mechanismus für den Fahrer, damit er immer die “Autorität” hat, wenn sein autonomes Fahrzeug sich komisch verhält.

Tesla hat eine gute Beziehung zu Whitehat-Hackern und Sicherheitsforschern, die regelmäßig über einige Schwachstellen berichtet haben, die Tesla schnell durch Over-The-Air-Software-Updates beheben konnte.

Im Jahr 2016 hatte beispielsweise eine chinesische Whitehat-Hacker-Gruppe, das Keen Security Lab bei Tencent, es geschafft, ein Tesla Model S über einen bösartigen WLAN-Hotspot aus der Ferne zu hacken. Die Hacker meldeten die Sicherheitslücke gegenüber Tesla, bevor sie an die Börse gingen, und der Autohersteller rollte ein Update aus.

Sicherheitssoftware öffnen

Nach der Defcon-Hacking-Konferenz sagt Musk jetzt, dass Tesla plant, seine Sicherheitssoftware kostenlos für andere Autohersteller zu öffnen:

https://twitter.com/elonmusk/status/1028351047478042624?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1028351047478042624&ref_url=https%3A%2F%2Felectrek.co%2F2018%2F08%2F11%2Ftesla-open-source-vehicle-security-software-free-other-automakers-safe-self-driving-future%2F

Fazit

Musk fügte auf der National Governors Association  hinzu, dass Hacker zu seiner Hauptsorge geworden sind und er glaubt, dass diese Sorge in Zukunft wachsen wird. Tesla ist bekannt dafür, seine Technologie zu öffnen. Beispielsweise hat man, um das Aufkommen des elektrischen Transports zu beschleunigen, alle seine Patente im Jahr 2013 geöffnet. Eine Öffnung bedeutet oft auch eine Zusammenarbeit an der Technologie. Damit kann auch Tesla positive Effekte erzielen und seine Sicherheitssoftware effektiver gestalten.