Tesla hat den lang ersehnten Produktions-Meilenstein des Model 3 erreicht  und verzeichnet eine Gesamtproduktion von 7.000 Autos pro Woche, so Elon Musk. Die Tesla-Mitarbeiter feierten den historischen Meilenstein, bei dem man laut Teslas CEO Musk mittlerweile in einer Woche den Produktionshöchststand von 5.000 Exemplaren des Model 3 erreicht hat.

Mail an die Mitarbeiter

Der CEO machte kommunizierte den Meilenstein in einer E-Mail an die Mitarbeiter. (Electrek)

In der E-Mail gratuliert Musk seinen Mitarbeitern zu den Anstrengungen, die sie unternommen haben, um dorthin zu gelangen:

„Wir haben es geschafft! Was für ein unglaublicher Job von einem tollen Team. Ich könnte nicht stolzer sein, mit euch zu arbeiten. Es ist mir eine Ehre.

Der Grad an Hingabe und Kreativität war überwältigend. Wir haben immer einen Weg gefunden und mit Willen und Ideenreichtum völlig neue Lösungen geschaffen, die für unmöglich gehalten wurden. “

Der CEO bestätigt die Erfolge:

„Wir haben nicht nur 5000 Model 3’s in Serie geschaltet, sondern auch das S & X Produktionsziel für eine kombinierte Woche mit 7000 Fahrzeugen erreicht!“

Tesla hatte bereits vor Kurzem seine Model S und Model X-Produktion hochgefahren und stellt nun auch von der Premium Klasse des Herstellers mehr als 2.000 Einheiten pro Woche her.  Das selbst auferlegte Ziel von 5.000 Produktionseinheiten des neuen Modells wurde vor etwa sechs Monaten eingeführt, nachdem Tesla im Dezember 2017 sein ursprüngliches Produktionsziel für das Modell 3 verfehlt hatte.

Deutlicher Produktionsanstieg & Probleme

Die Produktion des Model 3 war in den letzten 6 Monaten bereits deutlich gestiegen, aber es gab einige Problem um die gewünschte Anzahl herzustellen.

Man hatte einige Fertigungsstopps genutzt, um die Automation zu verbessern und „Flaschenhälse systematisch anzugehen“. Eine der Lösungen war ein Hackathon, um zwei problematische Engpässe im Modell 3-Produktionsprozess zu beheben. (Tesla)

Fehler bei der Automation

Tesla plante ursprünglich, dass die Produktion des Modell 3 das am meisten automatisierte Produktionsauto-Programm in der Industrie sein sollte, mittlerweile hat Musk zugegeben, dass sie einige Fehler bei der Automatisierung gemacht haben.

Auch ein Analyst von Bernstein hatte bereits so geurteilt. „Was die Automatisierung der Automobilproduktion angeht, ist Elon vielleicht den falschen Dingen verfallen“, urteilte Analyst Max Warburton. Gemeint ist das Ziel immer mehr Produktionsschritte von Robotern ausführen zu lassen, mehr als in herkömmlichen Automobilproduktionen. „Menschen sind unterbewertet“, sagte Musk im Interview mit CBS. Es sei sein Fehler gewesen, zu sehr auf die Technologie vertraut zu haben. Ein komplexes Netzwerk an Laufbändern war im Werk verbaut, habe jedoch nicht funktioniert.

Positiver Cashflow

Musk hat den Anlegern mitgeteilt, dass das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte einen positiven Cashflow anstrebt. Ingenieurdienstleister haben im Auftrag deutscher Automobilkonzerne vier Tesla Model 3 gekauft und zerlegt. „Falls Tesla es schafft, die geplanten 10.000 Stück pro Woche zu bauen, wird das Model 3 einen erheblichen positiven Ergebnisbeitrag liefern“, sagte ein Testingenieur der Wirtschaftswoche. Die Material- und Zulieferkosten werden auf rund 18.000 Dollar geschätzt, plus Produktionskosten von ca. 10.000 Dollar. Somit ergibt die Rechnung ohne Berücksichtigung der bereits investierten Kosten in die Entwicklung, Kosten von 28.000 Dollar und mindestens Einnahmen von 35.000 Dollar; möglicher Beitrag zur Deckung der Kosten bei Tesla: 7.000 Dollar.

Einführung neuer Optionen

Der Meilenstein kommt auch mit der Einführung neuer Optionen für das Modell 3, wie der Dual-Motor-Antriebsstrang und das weiße Interieur, für das Tesla im letzten Monat Bestellungen aufnahm. Der Autohersteller hat auch einen Teil der Lieferfristen geändert und Bestellungen für Dual-Motor- und Performance-Fahrzeuge in Kanada eröffnet. Die größte Veränderung ist die Preisgestaltung des Modells 3 mit Doppelmotor und der Performance-Version des Autos.

Die Option des Dual Motors, bzw. des Allradantriebs war ursprünglich eine 5.000$ Option, wie damals für das Model S. Nun hat man die Option um 1000$ reduziert, auf $ 4.000. Das Fahrzeug beginnt jetzt bei 53.000 Dollar mit dem Long Range-Akku, der immer noch die einzige verfügbare Batterie ist.

Bei der Performance-Version des Model 3 fiel der Preis für die Basisversion auf 64.000 $. Die Performance-Version des Modells 3 wurde ursprünglich mit 78.000 US-Dollar gestartet, Tesla hat nun jedoch mehrere Funktionen optional zur Verfügung gestellt. Damit erhält man die Basis nun deutlich günstiger, jedoch auch mit weniger Optionen als bisher geplant

Ausblick

Tesla wird voraussichtlich Anfang dieser Woche die offiziellen Produktions- und Lieferzahlen für das zweite Quartal veröffentlichen .Jetzt muss Tesla die Produktionsanzahl aufrechterhalten und ausbauen. Musk spricht davon, dass Tesla in 7 Tagen 7.000 Autos produziert hat. Dies würde zu einer reinen Elektroautokapazität von über 300.000 Fahrzeugen pro Jahr führen.

 

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