Der Autohersteller Tesla hat zugestimmt, Personen, die Autos mit Enhanced Autopilot gekauft haben, für die langen Verzögerungen teilweise zu entschädigen. Einige der versprochenen Funktionen wurden von Tesla nicht geliefert oder mit starken Verzögerungen bereitgestellt.

Sammelklage und Vergleich

Wenn der Vergleich vom Gericht genehmigt wird, zahlt Tesla zwischen 20 und  280 Dollar an alle Tesla-Besitzer, die Autos mit Enhanced Autopilot gekauft oder geleast haben. Die Klage selbst entstand aufgrund einiger Tesla-Besitzer, die über die Fristen für den Rollout des Autopilot 2.0 frustriert waren.

Autopilot 2.0

Im Oktober 2016 führte Tesla eine neues Verkaufspaket mit dem Namen Autopilot 2.0 ein und versprach, dass es eine Reihe neuer Funktionen ermöglichen würde, die den Besitzern über Software-Updates per Funk zur Verfügung gestellt werden könnten. Man versprach Funktionen bis hin zu vollständig autonomen Fahrweise.

Zwei Paketen

  • „Enhanced Autopilot“ -Paket für 5.000 US-Dollar: erweiterte Funktionen auf der Basis der Autopilot-Funktionen der ersten Generation
  • „Fully Self-Driving „ – Paket für 3.000 US-Dollar als Erweiterung des „Enhanced Autopilot“ -Paket

Zeitplan nicht eingehalten

Die Zeitachse erwies sich als völlig unrealistisch. Tesla hatte Probleme die Mobileye-Technologie zu ersetzen, die den Autopiloten der ersten Generation antreibt. Eine eigene Technologie wollte nicht so Recht klappen. Die Trennung von Mobileye und mehrere Änderungen im Autopilot-Führungsteam, haben weitere Verzögerungen bei der Einführung bewirkt.

Stand 2018

Erst mit einem Update, das letzten Monat veröffentlicht wurde, haben sich die Besitzer darauf geeinigt, dass der Autopilot 2.0 jetzt besser ist als die erste Generation. Jedoch hat man immer noch einige  der Features, die im „Enhanced Autopilot“ -Paket versprochen wurden, nicht. Aus diesem Grund haben mehrere Tesla Besitzer im Jahr 2017 eine Sammelklage im Namen aller Betroffenen mit Autopilot 2.0 gestartet.

Forderungen der Kläger

Die Kläger in der Sammelklage forderten verschiedene Aktionen von Tesla, darunter die Rückerstattung der Kosten für die „Enhanced Autopilot“ und „Full Self-Driving Capability“ Pakete und eine Entschädigung für die lange Wartezeit.

Teslas Reaktion

Der Autohersteller bestritt jede Absicht, Käufer betrügen zu wollen. Jedoch stimmte man zu, die Käufer für die Verzögerungen zu entschädigen, um die Angelegenheit endgültig  zu lösen.

Tesla erklärte sich damit einverstanden, $ 5.032.530 in einen Vergleichsfonds zu investieren. Der Fonds wird auch zur Bezahlung der Anwälte und der Gebühren verwendet. Das Abkommen muss noch vom Gericht genehmigt werden. Als Teil der Vereinbarung bekräftigt Tesla auch seine Verpflichtung, alle erweiterten Autopilot-Funktionen freizugeben.

Stellungsnahme gegenüber electrek

„Seit der Einführung unserer zweiten Generation der Autopilot-Hardware im Oktober 2016 haben wir weiterhin Softwareupdates bereitgestellt, die zu einer wesentlichen Verbesserung der Autopilot-Funktionalität geführt haben. Dies beinhaltete eine umfassende Überarbeitung der zugrunde liegenden Architektur unserer Autopilot-Software, die eine schrittweise Verbesserung der Fähigkeiten zum maschinellen Lernen ermöglichte. Unser neuronales Netz, das sich im Zuge des Wachstums unserer Kundenflotte erweitert, ist in der Lage, mehr hochwertige Daten als je zuvor zu sammeln und zu analysieren, wodurch wir ab 2018 eine Reihe neuer Autopilot-Funktionen einführen können. Die Resonanz unserer Kunden auf unsere jüngsten Updates für Autopiloten war überwältigend positiv, und wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ (Tesla gegenüber Electrek)

 

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