Pünktlich zum Frühlingsanfang und Saisonstart 2019 erweitern die beiden E-Roller Sharing-Anbieter stella-sharing und COUP ihre Fahrzeugflotten in den deutschen Städten. Zudem soll sich auch die Bezahlungsmethode der beiden Sharing-Anbieter zum Saisonstart ändern. Fahrten sollen zukünftig pro Minute abgerechnet werden – festgelegte Tagespauschalen soll es zukünftig nicht mehr geben.

E-Roller Sharing-Anbieter stella-sharing: ab jetzt mit 200 E-Rollern in Stuttgart

Der E-Roller Sharing-Anbieter stella-sharing startet ab dem 2. April 2019 mit einer Fahrzeugflotte von 200 Elektrorollern in den Frühling. Bisher befand sich das junge Unternehmen stella-sharing als Pilotprojekt der Stadtwerke in Stuttgart noch in der Testphase.

Diese Testphase stellte sich als durchaus erfolgreich heraus: die Anzahl der Sharing-Nutzer der stella-sharing E-Roller stieg seit Projektstart im Jahr 2017 auf 11.000. Nun soll stella-sharing mit Unterstützung der BW-Bank in Stuttgart als Unternehmen wachsen.

Kooperation zwischen E-Roller Sharing-Anbieter stella-sharing und der BW-Bank soll die Elektromobilität in Stuttgart fördern

Ziel der Kooperation zwischen E-Roller Sharing-Anbieter stella-sharing und der BW-Bank ist, die Mobilität in der Stuttgarter Innenstadt umweltfreundlicher und nachhaltiger zu gestalten. Zudem soll den Bewohnern Stuttgarts bessere Lebensqualität ermöglicht werden.

Der Einsatz der nun auf 200 E-Roller verdoppelten Fahrzeugflotte von stella-sharing soll den Verkehr und die Umwelt in der Stuttgarter Innenstadt entlasten. Die elektrisch betriebenen Roller stoßen keine CO2 Emissionen aus und reduzieren daher den Schadstoffausstoß in den urbanen Räumen. Und das ist ja gerade in Stuttgart eine echte Herausforderung.

Wie funktioniert das E-Roller Sharing bei stella-sharing?

Das E-Roller Sharing funktioniert in Stuttgart mit dem free-floating Prinzip. Das bedeutet, dass Kunden die Roller an einem beliebigen Ort im vom Anbieter festgelegten Geschäftsbereich abholen und wieder abstellen können. Der Geschäftsbereich von stella-sharing umfasst die Stuttgarter Innenstadt, diverse Stadtteile und die beiden Universitätsviertel.

E-Roller Sharing-Anbieter COUP erweitert seine Fahrzeugflotte auf 1.500 E-Roller in Berlin

E-Roller Sharing-Anbieter COUP gibt es bereits in zwei deutschen Städten: Berlin und Tübingen neben den beiden internationalen Standorten Paris und Madrid. Das Mobility Startup COUP bietet seine Sharing-Services bereits seit 2016 in Berlin an und expandiert dort nun die Rollerflotte auf 1.500 Fahrzeuge.

In Tübingen befindet sich das E-Roller Sharing aktuell noch in der Testphase. Als Teil der Testphase bietet das Sharing-Unternehmen eine Flotte von 30 E-Rollern in Tübingen zum Sharing an. 

E-Roller Sharing-Anbieter COUP: großflächiges free-floating Sharing-Angebot in Berlin

Ähnlich wie bei stella-sharing bietet Sharing-Anbieter COUP das free-floating Sharing an. Das Geschäftsgebiet des Anbieters erstreckt sich allein in Berlin auf über 92 Quadratkilometer. Hier hat der Standort am Flughafen eine besondere Bedeutung, er wurde erst ab diesem April nach Tests im vergangenen Jahr wieder mit aufgenommen.

E-Roller Sharing-Anbieter stella-sharing und COUP: pünktlich zum Saisonstart auch mit neuem Preismodell

Beide Sharing-Anbieter setzen ab dem Saisonstart 2019 auf ein neues Preismodell. Kunden sollen ab jetzt pro gefahrene Minute bezahlen. Pauschalpreise soll es nicht mehr geben. Die Idee dahinter: Kunden sparen Geld, da sie nur für die Zeit bezahlen, in denen der E-Roller tatsächlich gefahren wird.

Diese Preispolitik kennen die Fahrer von E-Scootern bei Sharing Anbietern wie Bird, Lime oder Voi. Bei diesen elektrischen Tretrollern wird quasi als Standard ein Dollar oder Euro als Basisgebühr und dann pro Minuten der Preis von 15 Cent aufgerufen.

Die Einführung dieser neuen Bezahlungsmethode bei den schnelleren E-Rollern bringt jedoch potentielle Probleme mit sich. Beispielsweise sparen Kunden mit den Minutenpreisen nur auf Kurzstrecken unter einer Viertelstunde. Das wiederum könnte dazu führen, dass Fahrer zukünftig mehr Gefahren ausgesetzt werden, da sie vermehrt versuchen könnten, in möglichst kürzester Zeit von A nach B zu gelangen.

Minutenpreise bei E-Roller Sharing-Anbietern stella-sharing und COUP: zukünftige Kunden sparen nur auf kurzen Strecken Geld

Bei E-Roller Sharing-Anbieter stella-sharing bekommt man einen E-Roller für 24 Cent pro Minute. Nutzt man einen E-Roller, der mit Ökostrom der Stuttgarter Stadtwerke betrieben wird, fällt der Minutenpreis auf 19 Cent.

E-Roller Sharing-Anbieter COUP verlangt einen Minutenpreis von 21 Cent. Anders als bei stella-sharing liegt bei COUP jedoch eine Mindestmietzeit von 10 Minuten vor. Das bedeutet für Kunden, dass sie für eine Fahrt mindestens 2,10 Euro bezahlen müssen.

Für eine halbstündige Fahrt müssen Kunden somit mit einem Fahrpreis von 6,30 Euro rechnen. Vor der Preisänderung verlangte COUP eine feste Pauschale von 3 Euro pro halbe Stunde Fahrzeit. Somit kostet eine halbe Stunde Fahrt mit den neu eingeführten Minutenpreisen über das Doppelte.

Die beiden Sharing-Anbieter stella-sharing und COUP scheinen daher zukünftig vermehrt auf Kunden zu setzen, die sehr kurze Strecken auf der letzten Meile zurücklegen müssen. Denn nur dann lohnen sich die Minutenpreise. Auf längeren Strecken über einer Viertelstunde bezahlen Kunden in Zukunft deutlich mehr.

Konsequenz der Minutenpreise bei E-Roller Sharing-Anbietern stella-sharing und COUP: erhöhtes Unfallrisiko?

Die Minutenpreise bei Sharing-Anbietern stella-sharing und COUP könnten zur Folge haben, dass in Zukunft mehr Unfälle mit E-Rollern passieren. Kunden, die Geld sparen möchten, werden versuchen, so schnell wie möglich – am besten unter 15 Minuten – an ihr Ziel zu gelangen. Das könnte das Unfallrisiko deutlich steigern.

Unser Fazit zu dem Saisonstart der beiden E-Roller Sharing-Anbieter stella-sharing und COUP: Vorteile und Schattenseiten

Die beiden Sharing-Anbieter stella-sharing und COUP wollen dieses Jahr pünktlich zum Frühlingsanfang richtig durchstarten. Ab dem Saisonstart wird die jeweilige Fahrzeugflotte erweitert und ein neues Preismodell eingeführt. Diese Änderungen haben sowohl positive als auch negative Auswirkungen.

Erweiterung der Fahrzeugflotten von stella-sharing und COUP: mehr Elektrofahrzeuge fördern den Einstieg in die Elektromobilität

Durch die Erweiterung der Fahrzeugflotten der beiden Sharing-Anbieter stella-sharing und COUP sind dieses Jahr deutlich mehr E-Roller auf den deutschen Straßen unterwegs. Diese Expansion bringt durchaus Vorteile mit sich: die kompakten elektrischen Zweiräder sind ideale Fahrzeuge für den Innenstadtverkehr und tragen zudem noch zur Entlastung der Umwelt bei.

Änderung des Preismodells der beiden E-Roller Sharing-Anbieter stella-sharing und COUP ist dennoch umstritten

Die Umstellung von festgelegten Pauschalpreisen auf Minutenpreise bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile für zukünftigen Kunden mit sich. Auf Kurzstrecken spart man zwar Geld; fährt man aber länger als eine Viertelstunde, fallen höhere Kosten an. Das könnte für die E-Roller Sharing-Anbieter zur Folge haben, dass Kunden in der Zukunft ihre Sharing-Services nicht mehr so viel nutzen.

Es bleibt daher interessant zu verfolgen, wie sich die beiden Sharing-Anbieter in der kommenden Saison entwickeln. Wir erwarten am Ende der Saison spannende Ergebnisse bezüglich der Expansion der Fahrzeugflotten und der Änderung des Preismodells.