Dyson ist wohl eher bekannt für beutellose Staubsauger oder ausgefallene Ventilatoren, aber nicht für Elektroautos. Dennoch will das Unternehmen genau in diesen Markt vorstoßen und sich Anteile sichern. Jetzt hat Dyson detaillierte Pläne veröffentlicht.

Warum Quereinsteiger in den Elektroautomobilmarkt drängen

Man kann die Elektromobilität mit einer Investition unter Risiken vergleichen. Fehlende Ladeinfrastrukur und die Frage nach Rohstoffen für die Akkuherstellung lässt Elektromobilität noch nicht als absolut sichere Zukunftsvision darstehen. Dennoch steigen die Zahlen von Elektromobilen stetig: Anfang 2018 datierte sich der Bestand auf 3,2 Millionen Elektrofahrzeuge weltweit und ist damit 55 Prozent über der Zahl vom Vorjahr. Von den 1,2 Millionen die davon in China durch die Städte schleichen, wurde die Hälfte gerade einmal im letzten Jahr zugelassen.
Diese Wachstumszahlen lassen Geschäftsführer mit Investitionsgedanken aufhorchen. Jeder möchte ein Stück vom Kuchen haben.

Was baut Dyson für Elektroautos?

Ja, die Mehrzahl von Elektroauto steht in der Überschrift. Dyson Plant nämlich gleich drei Fahrzeuge, von denen das erste schon 2020/2021 marktfähig sein soll. Das ist eine relativ kurze Entwicklungsphase im vergleich zu anderen Automobilherstellern. Dyson betont, dass die erste Kleinauflage nur dazu gedacht ist, den Produktionsprozess und die Zuliefererkette beobachten und genauer formulieren zu können.
Die anderen zwei Fahrzeuge werden danach in Serie gefertigt und dementsprechend im Massenmarkt verkauft. Insgesamt investiert Dyson 2,45 Milliarden Euro in das Elektroautomobil. Im Vergleich zu Automobilen mit Verbrennungsmotor sind die monetären Einstiegsbarrieren für neue Unternehmen jedoch massiv gesunken. Komponenten kommen größtenteils von Zulieferern und der Elektromotor ist deutlich einfacher aufgebaut als ein Verbrenner. Neue Unternehmen haben jetzt die Möglichkeit einzusteigen.

Dyson arbeitet an entscheidender Batterietechnologie

Während Elektroautos aktuell auf herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus setzen, entwickelt Dyson Festkörperakkus. Deise zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie schneller aufgeladen werden können, eine höhere Energiedichte besitzen und nicht brennbar sind. Jedoch ist Dyson nicht das einzige Unternehmen, was an dieser Technologie forscht. Mit den ehrgeizigen Plänen, das zweite Modell bereits mit Festkörperakkus auszustatten, könnte der Staubsaugerhersteller der erste am Markt sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass die zeitlichen Ambitionen eingehalten werden, sehen Experten jedoch als gering.

Zusammenfassend lässt sich betonen, dass Dyson kein Start-Up ist – und das macht das Vorhaben spannend. Der Hersteller betreibt seit Jahren erfolgreiche Lieferketten und hat ein hohes Verständnis für die Produktion von Produkten. Die Grundvoraussetzungen sind gut, die Zielsetzung bis 2020 gleichermaßen ambitioniert.

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