Porsche hat früh gesagt, dass Tesla kein Maßstab bei der Entwicklung des Taycan sei. Nun wurden Prototypen des Taycan entdeckt die sich einem Vergleich mit einem älteren Tesla Model S stellten.

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Der Model S-Besitzer Frank Cooreman aus Belgien entdeckte die Prototypen des Taycan und ein Model S P85D nahe der Spitze des berühmten Stelvio-Passes in Italien. Cooreman hielt an und fand heraus, dass das Model S auch von Porsche-Ingenieuren gefahren wurde, die das Fahrzeug wahrscheinlich verglichen. Der Automobilhersteller führte höchstwahrscheinlich einige Energieverbrauchstests mit Bremstests auf dem Weg nach unten durch. Der Model S-Besitzer schickte Electrek ein paar Bilder von den Fahrzeugen auf der Passhöhe und stellte auch ein Video bereit:

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Vergleich Model S & Taycan

Interessanterweise vergleichen sie den Taycan mit einer älteren Version des Model S: dem Modell S P85D. Dieser wurde vor 2 Jahren eingestellt und der in Kalifornien ansässige Autohersteller hat seitdem zwei weitere Fahrzeuge mit höherer Leistung auf den Markt gebracht: das Model S P90D und Model S P100D.

100 Taycan-Prototypen

Porsche gibt an, dass man bereits über 100 Taycan-Prototypen gebaut habe und diese teilweise in Gebieten mit extremen Witterungsbedingungen getestet werden. So sollen einundzwanzig getarnte Prototypen im westlichen Teil von Südafrika Hitzetest unterzogen werden. Mit den Taycan-Prototypen will man den neuen Antriebsstrang Millionen von Testkilometern unterziehen und dadurch alle mögliche Fehler frühzeitig entdecken. (electrek)

Details des Taycan

Vier Türen und vier Einzelsitze, über 440 kW (600 PS) Systemleistung aus zwei permanent-erregte Synchronmotoren und über 500 Kilometer Reichweite. Allradantrieb und Allradlenkung, Beschleunigung in unter 3,5 Sekunden von null auf 100 km/h und in unter zwölf Sekunden auf 200 km/h. Mehrere Beschleunigungsvorgänge sollen direkt hintereinander ohne Leistungsverlust möglich sein.(Porsche)

Antriebseinheit

Der Automobilhersteller verwendet im Taycan zwei Synchronmotoren (PSM). PSM steht für „permanenterregte Synchronmaschine“ – eine Elektromaschine mit extrem hoher Leistungsdichte, hohem Wirkungsgrad sowie hoher Leistungskonstanz über den ganzen Drehzahlbereich und auf Dauer. Porsche hat bereits Erfahrung mit dieser Antriebseinheit, da es sich um die gleichen Motoren handelt, die im Le Mans-Sieger 919 Hybrid zum Einsatz kommen.(Porsche)

Tesla ruft unterschiedliche Meinungen bei Porsche hervor

Michael Steiner, Mitglied des Vorstands für Forschung und Entwicklung bei Porsche, rechnet dem Start-up aus Kalifornien den Fortschritt der Elektromobilität hoch an: „Für uns, die wir den Wettbewerb sehr genau beobachten, war das inspirierend“. Es macht „Freude zuzusehen“, wie schnell sich Tesla entwickle, und „wie anregend das für die Industrie ist“.

Der Porsche Betriebsratschef Hück kennt hingegen „keinen anständigen Kaufmann, der ein Unternehmen wie Tesla aufbauen würde“. Das Finanzierungsmodell sei „auf Schulden aufgebaut“ und damit „unmoralisch, weil es auf Pump aufgebaut wurde“. Harsche Kritik am Pionier. Und es geht noch weiter. Der Porsche-Betriebsratschef geht auf die Arbeitsbedingungen ein und meint, das System würde dazu führen, dass sie die Kunden „gar nicht bedienen können und Mitarbeitern (haben), die sie auspressen“. „Elon Musk weiß wahrscheinlich ganz genau, dass Tesla über kurz oder lang aufgekauft wird, ob von Google oder Apple“.

Fazit

Es gehört in der Automobilindustrie dazu, neue Modelle mit bereits etablierten zu vergleichen. Daimler stand beispielsweise in der Kritik, als man sich über den inoffiziellen Weg einer Verleihfirma ein Model X des Konkurrenten Tesla besorgte. Interessant ist, dass man bei Porsche ein älteres Model S wählte. Warum Porsche genau dieses Modell nahm, werden wir wohl nicht erfahren.

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