Rückblick 2017: Deutsche Automobilhersteller noch nicht verloren?

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Im Rahmen meines Studiums Medienmanagement M.A. an der Hochschule der Medien in Stuttgart schreibe ich seit Oktober 2017 für den emobilitaetblog.de. Im Nachfolgenden würde ich gerne meinen ganz persönlichen Rückblick auf das vergangene Jahr als Autor des Blogs geben!

In Stuttgart geboren und das Automobil direkt „vor der Türe“:

Als gebürtiger Stuttgarter bin ich mit Mercedes Benz, Porsche und Bosch, einem der weltweit größten Automobilzulieferer, aufgewachsen. Das Auto und seine Geschichte war so von Kind auf ein großes Thema.

Tesla der große Feind?

Was 1886 mit Carl Benz begann und über ein Jahrhundert gut funktionierte, wurde durch Konkurrenz aus den USA in den letzten Jahren ganz schön aufgewirbelt. Der große Feind: Tesla?

Fakt ist, Tesla ist es gelungen Elektrofahrzeuge zu bauen, die sowohl in Geschwindigkeit und Performance als auch hinsichtlich der Reichweite zur ernstzunehmenden Konkurrenz zum Verbrenner der deutschen Automobilhersteller wurde.

Zu Beginn haben sie dem Vorhaben Elon Musks nur wenig Beachtung geschenkt und wurden dafür im Nachgang bitter bestraft.

So wurden Elektrofahrzeuge nicht von Grund auf neu konzipiert, sondern die deutschen Automobilhersteller bauten diese oftmals auf selber Fertigungslinie, wie dasselbe Model mit Verbrennungsmotor. Zumeist sogar mit Teilen von Tesla.

Das Ergebnis waren schwere, leistungsschwache und dadurch nahezu unbrauchbare Fahrzeuge!

Kam das Erwachen der deutschen Automobilhersteller doch noch frühzeitig genug?

Erst als es schon fast zu spät war, wachten die deutschen Automobilhersteller auf. Sie investierten in den vergangenen Jahren große Summen in Elektromobilität und veränderten ihre strategische Ausrichtung.

Seither versuchen sie händeringend auf ein ähnliches technologisches Level wie Tesla zu kommen. (Mercedes Benz soll jüngst nicht ohne Grund ein Modell von Tesla in Einzelteile zerlegt haben…)

Tesla kämpft derzeit hingegen damit Produktionskapazitäten auszuweiten und der hohen Nachfrage am Markt überhaupt gerecht werden zu können. Genau hier könnte der entscheidende Vorteil etablierter Automobilhersteller liegen.

Es bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen:

Es wird aus meiner Sicht deshalb weiterhin ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen bleiben und es besteht die reelle Chance, dass deutsche Automobilhersteller ihre globale Vormachtstellung nicht weiterhin Stück für Stück bereitwillig aus der Hand geben.

…nicht nur Tesla…

Doch es wäre schön, wenn Tesla auf dem globalen Automobilmarkt die einzige neuaufkeimende Konkurrenz wäre.

Tatsächlich gibt es auch eine Vielzahl von Startups und etablierter Unternehmen aus angrenzenden Branchen, die auf den Zug der Elektromobilität aufgesprungen sind.

Ich hatte vor kurzem über 14.000 neue E-Busse für den öffentlichen Stadtverkehr in Shenzhen berichtet. Der Hersteller BYD war mir bis zur Recherche des Artikels völlig unbekannt. Zu meiner Überraschung stellte ich allerdings fest, dass das Unternehmen, das ehemals ausschließlich Batterien und batteriebasierte Speicherkraftwerke baute, bereits 2016 zum weltweit größten Hersteller für E-Automobile aufgestiegen war.

Es ist also global gesehen nicht nur das medial aufgebauschte Tesla, was unseren deutschen Automobilherstellern ordentlich einheizt.

Spannend wird auch weiterhin zu sehen sein, wie sich gerade in Deutschland und Europa ein dringend notwendiges Ladenetzwerk etablieren wird…

Es wird spannend bleiben und ich freue mich auch im nächsten Jahr den ein oder anderen Artikel für Euch zu schreiben!

Bis bald!

 

 

 

 

1 KOMMENTAR

  1. Verschlafen hat eigentlich niemand nichts. Wer nur noch zu kopieren braucht, sollte eigentlich ein noch besseres billigeres Produkt auf den Markt bringen können. Dies haben die Japaner des öfferen bewiesen.
    Aber es ist wie beim Sport mal der, dann kommt ein noch Besserer. z Zt. mal die AMIS vorne. E Mobilität hängt dermassen mit dem Umweltschutz und den Gesetzen der Physik zusammen, dass ein vollkommen neues Ei des Kolumbus fast nicht mehr zu finden ist.

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