Ich habe ja bereits mehrfach zum amerikanischen Micromobility Sharing Anbieter Revel berichtet. Revel ist ein in Brooklyn gegründetes Sharing-Unternehmen, welches US amerikanische Städte mit seinen Elektrofahrzeug-Flotten elektrifiziert.

Gestartet hat Revel mit elektrischen Mopeds, über die Revel-App können Nutzer diese E-Mopeds mieten. Inzwischen wurden diese E-Mopeds als Fahrzeugklasse erweitert um monatliche eBike-Abonnements und jetzt eben auch um Elektroautos und Schnellladestationen. Der Clou hierbei: an diesen brandneuen Fast-Chargern können alle Marken an Elektrofahrzeugen laden. Das 2018 gegründete Unternehmen ist mittlerweile in vier New Yorker Stadtbezirken, Washington, D.C., Miami, Florida, und den kalifornischen Bay Area-Städten Oakland, Berkeley und San Francisco aktiv.

Die Neuigkeiten im Sharing Angebot von Revel

Das Unternehmen hat seit wenigen Tagen 50 leuchtend blaue Tesla Model Y-Fahrzeuge mit dem Revel-Logo an der Seite am Start in New York City. Die elektrischen Tesla Model Y werden leicht modifiziert, wobei der Beifahrersitz für mehr Beinfreiheit entfernt wurde. Gemäß den COVID-19-Richtlinien wird eine Kunststofftrennwand den Fahrer von den Passagieren trennen, und die Fahrzeuge werden täglich gereinigt. Interessant im Vergleich zu den Ridesharing Wettbewerbern Uber und Lyft ist, dass die Flotte im Eigentum von Revel ist. Die beiden großen amerikanischen Auto-Ridesharer verfolgen ein Asset-light-Geschäftsmodell, bei welchem die Fahrer oder Flottenmanager die Fahrzeuge besitzen. 

Dazu gibt die Webseite von Revel Auskunft

  • Unsere Rideshare-Flotte ist vollelektrisch und komplett mit Tesla Fahrzeugen ausgestattet
  • Unsere geschulten und überprüften Fahrer sind Angestellte.
  • Wir bieten einige spannende und vielleicht unerwartete Funktionen in den Fahrzeugen an: zusätzliche Beinfreiheit durch das Herausnehmen des Beifahrerseitzes, Bedienelemente für den Beifahrer, Ladesteckdosen und einen Trennschutz zum Fahrer, der in COVID Zeiten für die Transportunternehmen Pflicht ist.

Das Unternehmen Revel teilt mit, seinen Service zunächst nur in Manhattan anzubieten, wobei die Abholung und Rückgabe unterhalb der 42nd Street stattfinden wird. Die Expansion in weitere Stadtteile und Bezirke wird nachfragebedingt angegangen.

In den USA sind die Fahrgastzahlen seit März 2020 um 80 bis 90 Prozent gesunken. Der Startzeitpunkt von Revel in NYC könnte für viele Taxifahrer nicht schlechter sein. Kein Wunder dass in der Region südlich der 42nd die Taxigilde mit scharfen Protesten aufwartet, tritt Revel doch hier in der Hochburg der berühmten Yellow Cabs zum Wettbewerb an.

Revel hat zusätzlich bekannt gegeben, dass es einen DC-Schnelllade-Superhub für Elektrofahrzeuge (EVs) im historischen ehemaligen Pfizer-Gebäude in Brooklyn errichtet hat. Der Standort wird die größte universelle Schnellladestation in Nordamerika sein, mit 30 Ladestationen, die rund um die Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich sind und für Besitzer aller Marken an Elektrofahrzeugen zur Verfügung stehen.

Bildrechte – Image rights: Revel Website

Revel startete als Micromobilitäts-Sharing Anbieter

Revel ist übrigens nicht das erste Startup aus dem Mikromobilitäts-Segment, das den Umstieg auf Autos in Erwägung zieht. Der Scooter- und Bike-Sharing-Dienst Lime liebäugelte vor Jahren mit seinem Produkt LimePod in Seattle kurzzeitig mit elektrischem Carsharing, um es dann nach wenigen Monaten wieder einzustellen.