Stuttgart: „das erste Mal in der Geschichte des Konzerns, dass sich alle an der Investition beteiligen“. (Stuttgarter Nachrichten – Uwe Hück)

Die Belegschaft von Porsche verzichtet vorerst auf Teile ihrer zukünftigen Tariferhöhungen. Dieser noble Schritt soll das erste reine Elektroauto des Sportwagen-Herstellers, Mission E, mit einem niedrigen finanziellen Risiko behaften. Der Stammsitz in Zuffenhausen soll den Mission E bauen.

Auf was wird verzichtet?

Laut der Stuttgarter Nachrichten verzichten die knapp 16.000 Mitarbeiter, in Zuffenhausen und Weissach, über neun Jahre hinweg (2017-2025) auf 0,25 Prozent Tariferhöhung jährlich. Ungewöhnlich ist dieser Zusammenhalt bei Porsche nicht. Denn die Mitarbeiter von Porsche tragen seit langem die Höhen und Tiefen zusammen mit ihrem Management.  Nachdem 2016 das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Unternehmens war, erhielten alle Mitarbeiter eine freiwillige Sonderzahlung in Höhe von bis zu 9.111 Euro brutto.

Jetzt also gibt man Teile seiner Erhöhungen her, um den Weg in die Elektromobilität zusammen stark in der Zukunft zu gestalten.

Ausgleich ist geplant

Als Ausgleich ist geplant, dass die tariflich beschäftigten Mitarbeiter in den Jahren ab 2021 bis 2030 jedes Jahr einen Bonus erhalten, der an den Projekterfolg geknüpft ist. Das sollen ab 2021 dann bis zu 760 € jährlich sein, ab 2026 wird das Entgelt dann so angehoben, dass das ursprüngliche Lohnniveau erreicht ist.

Führungskräfte erhalten Teil des Gehaltsverzichts nicht zurück

Die 2000 Führungskräfte, der Vorstand und die übertariflich bezahlten Beschäftigen werden ihren Teil des Gehaltsverzichts nicht wieder zurück erhalten. Weiterhin müssen diese auch mehr einzahlen, nämlich 0,5 statt 0,25 Prozent der Erhöhung.

„Es war unsere Bedingung, dass der Vorstand mitmacht, und der Vorstand hat sich freiwillig und selbstverständlich beteiligt“, Uwe Hück, Betriebsratsvorsitzender gegenüber den Stuttgarter Nachrichten.