Porsche fordert seine US-Händler auf, sich mit 200 Ladestationen auf die Ankunft des Taycans vorzubereiten. Porsche investiert seit geraumen Zeit viel Geld in die Markteinführung des Taycan und möchte dass seine US-Händler dasselbe tun.

Ladeinfrastruktur

Aus technologischer Sicht stellt Porsche das erste System vor, das mit 800 Volt arbeitet und eine Laderate von bis zu 350 kW ermöglicht. Die Schnellladesäulen HPC’s haben folgende Leistungsdaten.

„Unser Leistungsbereich beginnt heute etwa bei 150 Kilowatt und reicht bis 350 Kilowatt. In einer späteren Ausbaustufe könnte es vielleicht auch mehr sein. Wir glauben, dass sich alles, was in der Zukunft installiert wird, in diesem Leistungsbereich abspielen wird. Denn im öffentlichen Raum möchte man keine Dauerparker an den Ladestationen haben, nur, weil das Laden so viel Zeit in Anspruch nimmt. Niedrige Ladeleistung ist eigentlich nur fürs Heimladen akzeptabel. “ Kiefer (Porsche Newsroom)

15 Minuten – 80 %

Sie sollen ein Elektrofahrzeug in nur 15 Minuten auf 80% der Kapazität des Akkus laden. Damit erreichen diese Ladestationen die derzeit höchste Leistung. Die HPC’s sind ab Herbst für alle Elektrofahrzeuge nutzbar, die über einen CCS-Stecker verfügen. Mit diesem Anschluss können auch niedrigere Ladeleistungen bedient werden.

Ladestationen by Porsche

Der deutsche Autohersteller verstärkt seine Bemühungen die Ladeinfrastruktur vor dem Marktstart des Taycan und wendet sich auch an seine US-Händler. Anfang dieses Jahres kündigte das Unternehmen Pläne an, hunderte von Stationen zu bauen. Dazu gehört ein kürzlich angekündigtes Netzwerk von 500 EV-Ladestationen in den USA und Kanada.

Zusätzlich zu den eigenen ultraschnellen 350-kW-Ladestationen wird Porsche auch das Händlernetzwerk aufbauen lassen.

500 Ladestationen in den USA

Porsche gibt an, dass viele der 500 Stationen bei ihren Händlern installiert werden. Der CEO von Porsche Cars North America, Klaus Zellmer, teilte Automotive News mit, dass er das Netzwerk gerne auf 700 Ladestationen ausbauen würde. Das Unternehmen möchte, dass seine US-Händler im Durchschnitt geschätzte 300.000 bis 400.000 US-Dollar pro Händler zahlen, um 200 Ladestationen zu installieren.

Return on Investment

Zellmer sagte, dass es einige Jahre dauern könnte, bis sich die Investition rentiert:

„Es ist typisch, wenn man Unternehmer ist, dass sich die Investition innerhalb der ersten ein bis zwei drei Jahre nicht auszahlt. Es ist eine langfristige Investition. “

Partnerschaften mit Electrify America, ChargePoint und EVgo

Zellmer sagte auch, dass sie über Partnerschaften mit Electrify America, ChargePoint und EVgo diskutieren:

„Hoffentlich haben wir vor Ende des Jahres den Vertrag mit einem von ihnen unterschrieben.“ Solange die Standards kompatibel sind, kann jedes Elektrofahrzeug diese Netze nutzen, aber einige Autohersteller haben kürzlich Verträge mit diesen Unternehmen abgeschlossen, um die Nutzung für ihre Kunden zu erleichtern.

Fazit

Ich bin gespannt, wie weit Porsche eine eigenes Ladeinfrastruktur in den USA aufbauen wird. Wünschenswert wäre eine Ausbreitung des Netzwerks wie bei Tesla in den USA. Dort haben 99% der US Bevölkerung einen Charger in einem Umkreis von 150 Meilen. Porsche beabsichtigt, den Taycan Ende 2019 in Produktion zu bringen, und das Fahrzeug soll 2020 in Nordamerika auf den Markt kommen.

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