Der Stuttgarter Automobilhersteller Porsche bringt 2019 sein erstes Serien-Elektroauto, den Mission E, auf den Markt. Das Feedback zum neuen Elektroauto von Porsche scheint positiv und gibt Grund für eine eventuelle Erhöhung der Produktionszahlen. Auch für weitere Elektrofahrzeuge ist man vorbereitet und plant mit Audi eine gemeinsame „Premium-Plattform Elektromobilität“ die neben der eigenen SPE Plattform für neue Elektroautos genutzt werden kann.

Mit dem Mission E wird erstmals ein Fahrzeug auf dem Markt erscheinen, welches dem Tesla Model S  gefährlich werden kann. Anders als von uns erwartet, wird der Mission e kein Auto der obersten Preiskategorie von Porsche. Firmenchef Oliver Blume kündigte im Gespräch mit Car Magazine an, dass der elektrische angetriebene Sportwagen „so viel wie die Grundversion des Panamera“ kosten wird. Kurz gesagt, um die 90.000 Euro. Der Panamera kostet in Deutschland ab 90.655 Euro. Porsche übt den Angriff.

Leistungsstufen

Ähnlich der bisherigen Modellpalette von Porsche könnte auch der Mission E mehrere Leistungsstufen erhalten und damit im Preis variieren. Später sind sogar unterschiedliche Karosserievarianten möglich. Angesiedelt ist der Stromer zwischen Panamera und 911er.

„Wir denken uns unterschiedliche Optionen aus. Es wird mehr als eine geben, mit unterschiedlichen Leistungsstufen“… „Es wurde noch nichts entschieden, aber es könnte möglich sein, sich mehr Leistung hochzuladen. Wenn man zum Beispiel 400 bhp hat, dann könnte man auf 450 bph aufrüsten“. Und das ohne Werkstatt Besuch.

Daten des Mission e

  • Über 500 Kilometer Reichweite
  • Schnellladefähigkeit
  • Leistungsdaten auf Supersportwagen-Niveau

Ausweitung der Jahresproduktion

Da der Mission E so viel positives Feedback erhält, überlegt man bei Porsche, die auf 20.000 Fahrzeuge festgelegte Jahresproduktion zu prüfen und gegebenenfalls zu erweitern. Man erwartet ansehnlich Umsätze. „Das positive Feedback für den Mission E stimmt uns sehr optimistisch hinsichtlich der Nachfrage“, sagte Vertriebsvorstand Detlev von Platen der Nachrichtenagentur Reuters.

Investitionen verdoppeln

Porsche will die Investitionen im Bereich der elektrischen Fortbewegung verdoppeln.

„Damit verdoppeln wir die Aufwendungen für die Elektromobilität von rund drei Milliarden auf mehr als sechs Milliarden Euro“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG.(Porsche Presse)

„Neben der Weiterentwicklung unserer Modelle mit Verbrennungsmotoren stellen wir wichtige Weichen für die Zukunft.“ Oliver Blume

Absatzmarkt

In Deutschland sieht Porsche dabei gar nicht den Hauptabsatzmarkt. „Wir haben natürlich auch viele Anfragen aus Deutschland. Aber man muss sagen, dass die Elektromobilität hier deutlich langsamer in Gang kommt“ so Blume. Dass die Deutschen in diesem Bereich schwächeln, liegt seiner Meinung nach an der schlechten Ladeinfrastruktur. Jedoch sieht der Vorstandschef den Prozess der Integration von eMobilität in Deutschland auch flexibel: „Das ist ein Prozess, der sich über die nächsten drei bis fünf Jahre entwickelt. Dann wird das relativ schnell gehen.“

Neue Plattform

Für die Elektrifizierung des Macan soll die von Audi und Porsche gemeinsam entwickelte Premium Platform Electric kurz PPE sorgen. Der Macan wird für die Kunden wahrscheinlich 2021 verfügbar sein. Auch ein elektrischer Q5 wird auf der Premium Variante des EMB basieren. Damit sind Audi und Porsche zukünftig für die hochwertigen und leistungsstarken Elektroautos zuständig. Beide investieren Milliarden in die gemeinsame Plattform.

„Es ist richtig, dass wir zu Partnern werden“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler der Stuttgarter Zeitung. Für die Entwicklung der Architektur kommt bis 2025 ein niedriger einstelliger Milliardenbetrag auf uns zu“, erklärte Stadler. „Wenn jeder eigenständig unterwegs wäre, würden 30 Prozent höhere Kosten anfallen“, ergänzte der Porsche-Chef.

Man teilt sich also Kosten und stellt sich auf die kommenden Modelle 2021 ein. An dem Projekt sind über 800 Entwickler beteiligt die in Ingolstadt und Weissach für die Unternehmen entwickeln.

Kommende Fahrzeuge & Produktionsstandorte, basierend auf der Plattform:

  • Porsche Modell (noch unklar), produziert in Leipzig
  • zwei Elektro-Limousinen von Audi, produziert in Neckarsulm
  • zwei E-SUV von Audi, produziert in Ingolstadt

Fazit

Porsche nimmt das positive Feedback zum Anlass über neue Produktionseinheiten nachzudenken. Durch Kooperationen innerhalb des VW Konzerns kann man Synergie Effekte erzielen und Kosten sparen. Die Zukunft, den Mission e, können wir bereits nächstes Jahr betrachten und ich persönlich freue mich schon auf den neuen Tesla S Jäger.

1 KOMMENTAR

  1. Es wird wohl nicht nur das gute Feedback sein, welches bei Porsche Investitionen auslöst.
    Die Flottenverbräuche müssen reduziert werden, und das geht ohne E-Autos derzeit nicht.
    Wir dürfen gespannt sein welche Leistungsdaten wir 2021 von Porsche zu kaufen bekommen.
    Tesla hat dann mit seiner Familien-Sport-Limousine Model S der 2ten oder 3ten Generation und mit seinem dann neuen Hypercar-Roadster 2.0 auch schon ordentlich was anzubieten.
    Sehen wir nicht einer tollen zukunft entgegen,….

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here