VW tritt bei dem diesjährigen „Pikes Peak International Hill Climb“ mit einem eigens dafür entwickelten elektrischen Prototyp-Rennwagen an. Am 24. Juni findet das legendäre Rennen statt, was so manchen Fahrer und Rennwagen an seine Grenzen brachte.

Historie Pikes Peak

Vor fast drei Jahrzehnten entdeckten die Europäer den Pikes Peak für sich. Nicht nur aus Marketing Zwecken ist das Event eine besondere Herausforderung für jeden Automobilhersteller. Die Top Techniker versuchen sich an den Wagen, die  auf dem Weg zum Gipfel bis zu 30 Prozent an Leistung verlieren. Die immer dünner werdende Luft bedeutet für die Piloten und Automobile enorme Strapazen und das ist heute wie vor 100 Jahren so.

Traditionsmarken auf dem Podium

Audi holte sich bereits drei Siege mit Spezialversionen des Rallye-Quattro. Ein historischer Moment war das Duell  zwischen Walter Röhrl  und Ari Vatanen 1987, bei dem Röhrl  seinen 650 PS Quattro S1 den Berg hochprügelte und den Finnen knapp besiegte. Das Video ist legendär und mit 3,3 Millionen Views in YouTube auch eins der beliebtesten zur Rennlegende:

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Pikes Peak heute

Seit die Schotterstraßen geschlossen wurden und der Pikes Peak auf seiner 20 Kilometer langen Strecke komplett asphaltiert ist, können die Hersteller mit Rennautos an den Start gehen.  „Der Speed ist jetzt viel höher. Außerdem kann es sehr unangenehm sein, wenn man mit Slicks in den Kurven auf Rollsplitt kommt, den der Vorausfahrende durchs Schneiden der Kurven auf die Bahn geworfen hat“, so Pikes Peak-Veteran Rhys Millen.

Auf der Strecke erreichen die Fahrzeuge Geschwindigkeiten von  bis zu 250 Kilometern pro Stunde und nehmen 156 Kurven. Meistens steil bergauf, doch auch Gefälle von bis zu zehn Prozent machen die Strecke so anspruchsvoll.

Elektro Mobilität

Toyota und Mitsubishi sehen den Pikes Peak als mögliches Aushängeschild für die elektrische Fortbewegung. Kein Turboloch, kein Motor der durch die dünne Luft an Probleme stößt. So gewann 2012 der Toyota TMG EV P002 in der Kategorie „Elektrofahrzeuge“ und auch im Gesamtklassement konnte man sich beweisen. Rang sechs unter 100 Startern. 113 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit dank einer  Leistung 350 kW/476 PS und einem Drehmoment von 900 Newtonmetern. (Welt)

I.D. R Pikes Peak als sportlichster Vorreiter der I.D. Familie

Volkswagen tritt beim diesjährigen Pikes Peak mit dem I.D. R Pikes Peak an und will mit seinem elektrisch betriebenen Allrad-Prototypen das Rennen aufmischen.

„Wir wollen mit Volkswagen und der I.D. Familie an die Spitze der Elektromobilität“, so Entwicklungsvorstand Frank Welsch. „Der I.D. R Pikes Peak und die Teilnahme am berühmtesten Bergrennen der Welt hat dafür nicht nur symbolische Bedeutung, sondern ist auch ein wertvoller Härtetest für die Entwicklung von Elektro-Autos generell.“ (Volkswagen)

VW nahm zuletzt 1987 teil und verpasste das Ziel damals aber knapp. „Höchste Zeit also für eine Revanche!“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets. „Der I. D. R Pikes Peak stellt für uns eine extrem spannende Herausforderung dar, um zu zeigen, was im Motorsport mit Elektroantrieb möglich ist. Unsere gesamte Mannschaft rund um unseren Fahrer Romain Dumas ist bis in die Haarspitzen motiviert, eine neue Bestmarke für Elektro-Fahrzeuge aufzustellen.“ (Volkswagen)

Fazit

Ein überzeugendes Konzept und eventuell der erste Elektrowagen der den Pikes Peak gewinnen könnte. Verbrennungsmotoren stoßen durch die dünne Luft an ihre Grenzen, ein ideals Spielfeld also für die Elektromotoren die durch das hohe Drehmoment die Berge meistern sollten.