Panasonic erwägt weitere Investitionen in die Gigafactory von Tesla Inc, wenn der amerikanische Hersteller von Elektrofahrzeugen dies beantragt, sagte eine Führungskraft des japanischen Mischkonzerns am Montag.(Reuters)

1,6 Milliarden Investition

Die Investition würde zusätzlich zu den 1,6 Milliarden Dollar kommen, die Panasonic bereits zum Batteriewerk beiträgt. Die Gigafactory steht im US-Bundesstaat Nevada und befindet sich schrittweise im Aufbau. Sie soll in der endgültigen Ausbaustufe genug Batterien für eine Million Fahrzeuge im Jahr herstellen. Die Milliarden Dollar teuren Gigafactories beschäftigen tausende Menschen in der Region und sollen neben den Batterien auch Autos fertigen. Ein solches Werk in Asien oder Europa könnte in Zukunft ebenfalls kommen. (Reuters)

Details der Gigafactory

Die Gigafactory ist ein Jointventure mit Panasonic und anderen strategischen Partnern. Das Ziel ist es, die heute noch sehr teuren Batterien, wesentlich günstiger herzustellen. Die Gigafactory wird mit erneuerbaren Energien betrieben, die langfristige Hoffnung von Tesla ist damit die Energiebilanz von Null zu realisieren.  Der Name leitet sich aus der geplanten Batteriekapazität von 35 Gigawattstunden her. Das 2013 begonnene Projekt hat sich bereits zur größten Batteriefabrik der Welt mit einer jährlichen Produktionskapazität von über 20 GWh entwickelt.

Weitere Investitionen

„Wir würden natürlich zusätzliche Investitionen in Erwägung ziehen, wenn wir dazu aufgefordert werden“, sagte Yoshio Ito, Chef von Panasonics Automobilgeschäft, bei einem Medienrundgang. (Reuters)

Die anfängliche Investition von Panasonic in die Gigafactory ist fast abgeschlossen, und der japanische Elektronikhersteller hat keine Entscheidungen darüber getroffen, ob er weitere Mittel bereitstellen soll, sagte Ito. (Reuters)

Investition notwendig?

Der Free Cash Flow – ein Maß für die finanzielle Gesundheit – weitete sich in seinem letzten Quartal auf minus 1 Milliarde US-Dollar aus, verglichen mit einem Minus von 277 Millionen US-Dollar der drei Monate davor, ohne die Kosten für Systeme für das Solargeschäft.

Tesla gab allein im ersten Quartal des Jahres 173,3 Millionen Dollar für den Bau der Gigafactory 1 aus. Die Gesamtinvestition in die Fabrik zwischen Tesla und seinen Partnern hat bereits 4 Milliarden US-Dollar überschritten, und Panasonic beteiligt sich mit über 1 Milliarde US-Dollar an der Finanzierung des Werks.

Musk hat gesagt, dass Tesla 2018 nicht nach Bargeld suchen muss, aber Analysten der Wall Street rechnen in diesem Jahr mit einer Kapitalerhöhung. Panasonic ist der exklusive Hersteller von Batteriezellen für die aktuellen Produktionsmodelle von Tesla und produziert sowohl in Japan als auch in der Gigafactory Batterien mit einem Volumen von 5 Milliarden US-Dollar.

Besonderheit der Tesla Batterien

Tesla ist es anscheinend gelungen, den Anteil des Metalls Kobalt in den Batterien erheblich zu verringern. Aus Labor-Analysen, die der Wirtschaftswoche exklusiv vorliegen, geht hervor, dass die Lithium-Ionen-Zellen den knappen Konfliktrohstoff in geringeren Anteilen enthalten.

Batteriehersteller und Zulieferer arbeiten an neuen Kathodenmaterialien, die mit weniger Kobalt auskommen. Und hier konnte Tesla mit seinem Partner Panasonic offenbar deutliche Fortschritte erzielen. Nach den Laboranalysen bestehen die im Model 3 verwendeten Panasonic-Zellen nur noch zu 2,8 Prozent aus Kobalt, üblich sind acht Prozent. (Wirtschaftswoche)

Ausblick

Ito sagte letzte Woche bei der Hauptversammlung von Panasonic, dass eine Produktionsaufnahme des Modells 3 zu gelegentlichen Batteriezellenmangel geführt hat. Der japanische Hersteller ist der einzige Batteriezellenlieferant für Teslas Fahrzeuge. Es produziert kundenspezifische Li-Ion-Zellen in Japan für Teslas Model S und Model X. Die Zellen des Modells 3 sind anders aufgebaut, als die in den Modelle S und X und wurden gemeinsam mit Tesla entwickelt und von Panasonic in der Gigafactory 1 hergestellt. Hier wird man gemeinsam mit den Partnern bestimmt Lösungen finden, in Zukunft Engpässe zu vermeiden.

1 KOMMENTAR

  1. […] Panasonic erwägte weitere Investitionen in die Gigafactory von Tesla Inc. Die Investition würde zusätzlich zu den 1,6 Milliarden Dollar kommen, die Panasonic bereits zum Batteriewerk beiträgt. Die Gigafactory steht im US-Bundesstaat Nevada und befindet sich schrittweise im Aufbau. Sie soll in der endgültigen Ausbaustufe genügend Batterien für eine Million Fahrzeuge im Jahr herstellen. Die Milliarden Dollar teuren Gigafactories beschäftigen tausende Menschen in der Region und sollen neben den Batterien auch Autos fertigen. Ein solches Werk in Asien oder Europa könnte in Zukunft ebenfalls kommen. (Reuters) […]

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