Die Geschwindigkeit von Panasonics Batteriezellenproduktion in Teslas Gigafactory 1 hatte sich immer mehr als Engpass in der Produktion des Model 3 herauskristallisiert. Besonders nachdem Tesla seine eigenen Produktionsprobleme beheben konnte, wartete man vermehrt auf die Batteriemodule. Nun gibt der japanische Elektronikriese an, die Probleme behoben zu haben „dem Zeitplan voraus“ zu sein.

Probleme

Anfang dieses Jahres gab Panasonic zu, dass man bei der Produktion des Model 3 mit „gelegentlicher Batteriezellenknappheit“ zu kämpfen habe und man gab, dass Panasonic offen sei, ihre Investition in der Fabrik zu erhöhen.

Yoshio Ito, Leiter des Automobilgeschäfts von Panasonic, äußerte sich während der Hauptversammlung damals gegenüber Reuters: „Ich würde nicht sagen, dass die Verzögerung (in Teslas Model-3-Produktion) keinen Einfluss auf unser Geschäft hatte, aber wir stehen in engem Kontakt mit Tesla und arbeiten daran, die Produktion stetig zu verbessern.“

Problemlösung

Der Batteriehersteller hat eine neue Produktionslinie installiert, um das Problem zu beheben, und dies hat dazu geführt, dass man nun „dem Zeitplan voraus ist“. Panasonic hat angekündigt, drei weitere Produktionslinien zu installieren, um die Kapazität bis Ende des Jahres auf 35 GWh zu erhöhen.

Yoshio Ito via Bloomberg:

„Der Engpass für die Produktion des Model 3 waren unsere Batterien. Tesla will nur, dass wir so viele wie möglich herstellen. “

1,6 Milliarden Investition

Panasonic erwägte weitere Investitionen in die Gigafactory von Tesla Inc. Die Investition würde zusätzlich zu den 1,6 Milliarden Dollar kommen, die Panasonic bereits zum Batteriewerk beiträgt. Die Gigafactory steht im US-Bundesstaat Nevada und befindet sich schrittweise im Aufbau. Sie soll in der endgültigen Ausbaustufe genügend Batterien für eine Million Fahrzeuge im Jahr herstellen. Die Milliarden Dollar teuren Gigafactories beschäftigen tausende Menschen in der Region und sollen neben den Batterien auch Autos fertigen. Ein solches Werk in Asien oder Europa könnte in Zukunft ebenfalls kommen. (Reuters)

Gigafactory – Panasonic & Tesla

Die Gigafactory ist ein Jointventure mit Panasonic und anderen strategischen Partnern. Das Ziel ist es, die heute noch sehr teuren Batterien, wesentlich günstiger herzustellen. Die Gigafactory wird mit erneuerbaren Energien betrieben, die langfristige Hoffnung von Tesla ist damit die Energiebilanz von Null zu realisieren.  Der Name leitet sich aus der geplanten Batteriekapazität von 35 Gigawattstunden her. Das 2013 begonnene Projekt hat sich bereits zur größten Batteriefabrik der Welt mit einer jährlichen Produktionskapazität von über 20 GWh entwickelt.

Die Gigafactory 1 hat sich mit einer jährlichen Produktionskapazität von über 20 GWh bereits zur größten Batteriefabrik der Welt entwickelt. Einschließlich mehrerer Ebenen verfügt die Fabrik derzeit über rund 4,9 Millionen Quadratmeter Betriebsfläche.

Produkte der Gigafactory

Der japanische Elektronikriese produziert kundenspezifische 18650 Li-Ion-Zellen in Japan für Teslas Model S und Model X Fahrzeuge. Die Zellen des Modells 3 sind kundenspezifische 2170 Li-Ionen-Zellen, die gemeinsam mit Tesla entwickelt wurden.

Tesla und Panasonic ist es gelungen, den Anteil des Metalls Kobalt in den Batterien erheblich zu verringern. Aus Labor-Analysen, die der Wirtschaftswoche exklusiv vorliegen, geht hervor, dass die Lithium-Ionen-Zellen den knappen Konfliktrohstoff in geringeren Anteilen enthalten. Auf dem Weltmarkt hat sich der Kobalt-Preis zuletzt binnen 18 Monaten verdreifacht. Nach den Laboranalysen bestehen die im Model 3 verwendeten Panasonic-Zellen nur noch zu 2,8 Prozent aus Kobalt, üblich sind acht Prozent. (Wirtschaftswoche)

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