Wir berichten auf unserem Blog immer wieder über innovative und spannende Mobilitätsentwicklungen in einzelnen Städten. Ganz gleich ob als ganzheitliches Konzept wie bei Jelbi in Berlin, oder als einzelne Kooperation zwischen einem privaten Anbieter und einer Stadt bzw. den Stadtwerken. Erfolgreich mit seinen Mobilitätsangeboten werden vor allem diejenigen Städte sein, die frühzeitig die neuen Angebote testen. Hier zählt nicht abwarten, sondern machen. Heute geht es dafür nach Krefeld, der Seidenstadt, die in den Nachkriegsjahren ihre Blüte hatte. Dort starten die Stadtwerke Krefeld (SWK) und die Bahn Tochter ioki mit „mein SWCAR“ einen per App buchbaren Nachtverkehr in Krefeld.

Mobilitätsservice in Krefeld durch Ridepooling in der Nacht

Keine Haltestellen, keine festen Routen und kein Fahrplan: das klingt für einen Mobilitätsservice in einer Stadt ungewöhnlich. Die On-Demand-Shuttles von ioki ergänzen den ÖPNV flexibel zu den Randzeiten zwischen 20 Uhr und 4 Uhr nachts. Sie bieten somit eine sinnvolle Ergänzung gerade in der Zeit, in der ein Transport mit Taxi nur schwer möglich, weil schlecht verfügbar, und recht teuer ist.

Ridepooling in Krefeld ausschließlich mit elektrischen Fahrzeugen

Spannend zudem: Ende August startete der neue Mobilitätsservice ausschließlich mit elektrischen Fahrzeugen des britischen Herstellers LEVC. Die elektrischen Fahrzeuge sind besser als ‘Londoner Taxis’ bekannt. Der Berliner Ridesharing Spezialist Clevershuttle setzt sie ebenso in seiner rein elektrischen Flotte ein. Die Elektroautos verfügen über sechs Sitzplätze und sind zudem barrierefrei: Rollstuhlfahrer können über eine Rampe einsteigen.

On-demand Ridepooling mit ioki in Krefeld
Elektrotaxi LEVC mit sechs Sitzplätzen hier bei der IAA in Frankfurt – Bildrechte Michael Brecht

An die 20.000 virtuelle Haltepunkte für die elektrischen Shuttle Fahrzeuge in Krefeld

Die Shuttles sind an knapp 20.000 virtuellen Haltepunkten im gesamten Krefelder Stadtgebiet verfügbar. Fahrgäste mit ähnlichen Routen werden gemeinsam auf der schnellsten Route befördert. Dieses sogenannte Ride-Pooling führt dazu, dass die Fahrzeuge ökonomisch und ökologisch optimal ausgelastet werden.

Der Mobilitätsservice Ridepooling funktioniert gerade als Ergänzung zum ÖPNV

Den Start des „mein SWCAR“ begrüßt auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Die Mobilität der Zukunft ist digital, vernetzt und sauberer als heute. Deshalb freut es mich sehr, wenn Städte wie Krefeld mutig vorangehen und mit neuen Projekten den Bürgern ein gutes Angebot machen – für saubere Mobilität, für besonders flexible Mobilität. So kommen wir in Nordrhein-Westfalen besser und schneller voran.“

Was kostet eine Fahrt mit dem SWCAR in Krefeld?

Preislich liegt das neue SWK-Angebot zwischen einem ÖPNV-Ticket und einer Taxifahrt und ist je nach Entfernung zum Zielort gestaffelt. Gibt der Fahrgast weitere Personen an, die mit ihm einsteigen, zahlen diese einen ermäßigten Preis. Auch Abo-Kunden des lokalen Services SWK MOBIL erhalten einen Rabatt. Klar dass die örtlichen Verkehrsunternehmer hervorheben, man wolle „keine Konkurrenz zu Taxiunternehmen sein”. Die Shuttles für diesen Service werden dann auch vom lokalen Taxiunternehmen Knorrek gefahren.

On-demand Ridepooling mit ioki in Krefeld
Bildrechte: SWK STADTWERKE KREFELD AG – ioki Ridesharing für die Nacht

Wie funktioniert der Ridepooling Service SWCAR in Krefeld?

Der Fahrgast nutzt eine App, über die das Shuttle unter Angabe von Preis und voraussichtlicher Fahrtdauer gebucht wird. Hier wird auch bezahlt. Eine zweite App für die Fahrer zeigt die nächsten Fahrgäste, Buchungen sowie die optimale Route an.

Welche Technologie steckt hinter dem Ridesharing Angebot in Krefeld?

Tatsächlich sind diese On-Demand-Mobilitätsangebote letztlich so gut, wie die Technologie dahinter. Die Stadtwerke Krefeld haben sich deshalb als Partner die IT-Plattform von ioki, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, ausgesucht. ioki hilft Verkehrsanbietern sowie Kommunen und Städten dabei, neue Mobilität unter eigenem Namen anzubieten. Benjamin Pfeifer, Head of Sales & Business Development von ioki, zum Projektstart in Krefeld: „Wir freuen uns mit der SWK erstmals einen On-Demand-Nachtverkehr auf die Straße zu bringen und so den ÖPNV sinnvoll in den Randzeiten zu ergänzen.”

Unser Fazit zum Einsatz der ioki Ridepooling App in Krefeld

ioki zeigt mit dieser Kooperation in Krefeld, dass sein Mobilitätsservice eine sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV sein kann. Nach dem Mobilitätsangebot in Hamburg, wo an unterschiedlichen Endhaltestellen ioki Fahrzeuge für den Transport der letzten Meile bereit stehen, wird in Krefeld der Service in der Nacht angeboten. Wir haben unten unseren Bericht zu dem ioki Einsatz in Hamburg nochmals aufgeführt.

So gewöhnen sich die Bewohner in den Städten nach und nach an innovative Mobilitätslösungen und kommen somit sicher, und tatsächlich günstiger, an ihren gewünschten Zielort. Und genau so funktionieren moderne Mobilitätsangebote heute.

https://emobilitaetblog.de/elektrischer-shuttle-service-in-hamburg-ioki/