Fossile Energieunternehmen bekommen den derzeitigen Wandel mit und investieren ihre Gewinne bereits in erneuerbare Energien. Die Windenergie des britischen Ölriesen BP ist ein gutes Beispiel dafür und kombiniert nun einen Windpark mit einem Tesla Powerpack-Projekt.

BP in Deutschland

BP hat rund 4.600 Mitarbeitern in Deutschland an und sichert mit 30 Millionen Tonnen Mineralölprodukte der Marken Aral, BP und Castrol knapp ein Viertel des jährlichen Bedarfs. BP betreibt das zweitgrößte Raffineriesystem in Deutschland. Dazu zählt die BP Raffinerie in Lingen sowie die Werke Gelsenkirchen Scholven und Horst. Weltweit erwirtschaftete BP im Jahr 2012 einen Konzernumsatz von 396 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen verfügt über nachgewiesene Reserven in Höhe von 17,0 Mrd. Barrel Öläquivalen.

Tesla Powerpack

Teslas 100 MW / 129 MWh Powerpack-Projekt in Südaustralien bietet die gleichen Netzdienste wie Peaking-Kraftwerke , aber billiger, schneller und emissionsfrei durch sein Batteriesystem. Peaking-Kraftwerke sind Kraftwerke, die in der Regel nur dann betrieben werden, wenn eine hohe Nachfrage nach Strom besteht. Da sie nur gelegentlich Strom liefern, ist die gelieferte Leistung pro Kilowattstunde viel teurer als die Grundlast.

Das Batteriesystem von Tesla hat bereits  im Januar in nur wenigen Tagen rund 1 Million US-Dollar umgesetzt und es erweist es sich als viel effizienter als die Mittel, die Netzbetreiber im Allgemeinen verwenden, um das Netz zu stabilisieren.

BP Projekt

Das Projekt wurde erstmals im April angekündigt. Es handelt sich um eine Energiespeicherkapazität von 212 kW/ 840 kWh (~4 Powerpacks) am BP-Standort Titan 1 Wind Energy in South Dakota. Letzte Woche gab das Unternehmen bekannt, dass das System installiert wurde.

Projektnutzen für BP

Dev Sanyal, Chief Executive von BPs globalem alternativen Energiegeschäft, sagte, dass sie das Projekt nutzen, um mehr über die Integration von Energiespeichern zu erfahren und den zukünftigen Einsatz zu bewerten:

„Da erneuerbare Energien einen größeren Teil des Energiemixes ausmachen, werden Speichersysteme wie dieses immer wichtiger. Dieses Projekt wird uns helfen, neue Geschäftsmodelle rund um die Integration von erneuerbaren Energien, Batteriespeichern und anderen Energieformen zu entwickeln – und es unterstreicht unser Engagement, Teil des Übergangs zu einer kohlenstoffärmeren Zukunft zu sein.“

Laura Folse, Geschäftsführerin von BP Wind Energy, fügte hinzu:

„Batteriespeicherlösungen sind ein bewährtes Konzept zur Speicherung von Energie und zum Ausgleich der intermittierenden und variablen Leistung von erneuerbaren Energiequellen. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt werden es BP ermöglichen, bei der Bewertung und Entwicklung von Batterieanwendungen in Zukunft besser fundierte Entscheidungen zu treffen und uns helfen, ein langfristig nachhaltiges Windenergiegeschäft aufzubauen“.

Fazit

BP betreibt in den USA 12 Windparks mit einer Gesamtleistung von über 2 GW und hat damit viel Potenzial für den Einsatz solcher Systeme.

Tesla Energy hat den Unterschied in Q1 gemacht und dabei geholfen, die Umsatzerwartungen im ersten Quartal 2018 mit über 400 Millionen US-Dollar zu übertreffen. Auch in den darauffolgenden Quartalen leistete Tesla Energy einen großen Teil zum Gesamtertrag. Anfang dieses Jahres erreichte das Unternehmen einen Gesamteinsatz von über 1 GWh und Tesla plant, die nächste GWh sehr schnell zu erreichen, sowohl durch kleine Projekte wie diese, als auch durch viel größere wie das kürzlich angekündigte 730 MWh-Projekt mit PG&E.

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