Nissan Energy soll den Leaf und andere Fahrzeuge in das eigene Energienetzwerk integrieren und dafür sorgen, Lastspitzen zu verhindern. Dafür hatte die neuste Generation des Leaf extra eine integrierte bidirektionale Ladekapazität erhalten.

Nissan Energy

Nissan gibt an, dass das Ziel darin besteht, dass „Besitzer von Nissans Elektrofahrzeugen ihre Autos problemlos mit Energiesystemen verbinden können, um ihre Batterien, ihr Zuhause und Geschäfte aufzuladen oder Energie in die Stromnetze zurückzuleiten“.

Das Hauptziel dabei ist die Ladungsnachfrage zu reduzieren, indem die Spitzennachfrage mit Leaf-Akkupacks reduziert wird.

„Nissan Energy wird es unseren Kunden ermöglichen, ihre Elektroautos nicht nur für das Autofahren zu nutzen, sondern sie können nun in fast allen Bereichen des Lebens des Kunden eingesetzt werden. Unsere Vision von Nissan Intelligent Mobility fordert eine Veränderung der Integration von Autos in die Gesellschaft, und Nissan Energy setzt diese Vision in die Tat um.“ Daniele Schillaci, EVP von Nissan

Lastspitzen

Diese sogenannten Lastspitzen können die Leistung von Spitzenlastkraftwerken erforderlich machen. Diese werden zur Bewältigung akuter Ausfälle eingesetzt, wenn Grundlast- oder Mittelastkraftwerke die Versorgung nicht mehr garantieren können. Die Lastspitze ist eine für die Netzbetreiber sehr aufwendige Nachfrage nach Strom, vergleichbar mit einem unerwarteten Kundenansturm, der kurzfristig die Regale leer räumt.

Pilotprojekte

  1. Franklin, Tennessee: Nissan North America wird den Einsatz von LEAF-Fahrzeugen pilotieren, um die Stromversorgung der Zentrale während der Spitzenzeiten des Strombedarfs zu unterstützen und erwartet erhebliche Kosteneinsparungen.
  2. Hagen, Deutschland: LEAF-Fahrzeuge werden als Reserve für das deutsche Stromnetz eingesetzt, in einem innovativen Pilotprojekt mit Nissan, dem Technologieunternehmen The Mobility House, dem Energieversorger ENERVIE und dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion.
  3. Japan: Nissan arbeitet mit Partnern wie Elektro- und Telekommunikationsunternehmen zusammen und führt Feldtests von Fahrzeug-zu-Netz und virtuellen Kraftwerkssystemen durch, um die Möglichkeiten von Elektrofahrzeugen zur Unterstützung des Energiemanagements zu bestätigen und zu fördern.

Fazit

„Wenn alle gleichzeitig um 20.00 Uhr ihr Auto mit Strom volltanken, knallt es im Netz“, sagte Energieexperte Thomas Fritz von Oliver Wyman dem „Handelsblatt“. Genau gegen diese möglichen Lastspitzen unternimmt Nissan mit ihrem Energiemanagement etwas. Die Grafik veranschaulicht, wie Nissan sich das Teilen der Energie vorstellt. Ein wichtiger Schritt für die massenmarktfähige eMobilität.

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