Nissan kehrt in diesem Jahr mit einem erneuerten Fahrzeug und viel smarter Technologie auf die CES in Las Vegas zurück.

Was sind die wesentlichen Änderungen des Herstellers Nissan, die auf der CES in Las Vegas gezeigt werden?

Eine um 20 kWh verbesserte Li-Ionen Batterie und mehr Zellen erlauben dem Nissan Leaf e+ rund 40 Prozent bzw. rund 100 km mehr Reichweite. Zusätzlich präsentiert Nissan auf der CES 2019 seine neue Zukunftstechnologie, die das ‘elektrisierende Potential einer vernetzten und digitalen Mobilität’ zeigen soll. Unter dem Slogan: ‘Menschen in eine bessere Welt zu bewegen’ wird ein spannendes neues Display mit diversen vernetzten Funktionen vorgeführt.

Die Funktion i2V lässt im Cockpit den Fahrer ‘das Unsichtbare’ auf seinem Display sehen

„Das Unsichtbare zu sehen” ist der Slogan für die Verknüpfung von realer mit virtuellen Welten. So stellt sich der Fahrzeughersteller ein ultimatives Erlebnis eines vernetzten Autos vor. Die Japaner nennen das ‚Invisible-to-Visible, oder i2V‘.

Nissan entwickelt diese Intelligent Mobility selbst

Das Ganze ist eine Zukunftstechnologie, die von Nissan Intelligent Mobility entwickelt wurde. i2V wurde in den letzten Tagen den CES-Besuchern präsentiert. Es geht um nichts weniger als die Zukunft des Fahrens durch ein interaktives, dreidimensionales Immersionserlebnis auf einem Nissan Display.

Was kann die Nissan i2V Technologie leisten?

i2V unterstützt den Fahrer, indem es Informationen von Sensoren außerhalb und innerhalb des Fahrzeugs mit Daten aus der Cloud kombiniert. So kann das System nicht nur die unmittelbare Umgebung des Fahrzeugs verfolgen, sondern auch voraussehen, was vor dem Fahrer passiert. Das System erkennt sogar, was sich hinter einem Gebäude oder um die Ecke befindet. Um das Fahren angenehmer zu gestalten, wird die Führung interaktiv und menschenähnlich gestaltet, beispielsweise durch Avatare, die im Auto erscheinen.

Macht diese Technologie das Fahren tatsächlich leichter?

Durch diese so angeregte Erschließung der virtuellen Welt eröffnet i2V unendliche Möglichkeiten für Service und Kommunikation. Und ganz nebenbei macht das System das Fahren  komfortabler und spannender. “Indem i2V Ihnen hilft, das Unsichtbare zu sehen, stärkt es Ihr Selbstvertrauen und macht das Fahren angenehmer”, sagt Tetsuro Ueda, Experte am Nissan Research Center. “Die interaktiven Funktionen schaffen ein Erlebnis, das auf Ihre Interessen und Ihren Fahrstil zugeschnitten ist, so dass jeder es genießen kann, es auf seine Weise zu nutzen.”

Nissan setzt voll auf Vernetztes Fahren

Technische Basis für i2V ist die selbst entwickelte Omni-Sensing-Technologie. Sie fungiert als Drehscheibe und setzt auf Echtzeitdaten aus der Verkehrsumgebung sowie aus der Umgebung und dem Innenraum des Fahrzeugs. Die SAM-Technologie (Seamless Autonomous Mobility) von Nissan analysiert die Straßenumgebung anhand relevanter Echtzeitinformationen. Das teilautonome Fahrerunterstützungssystem ProPILOT liefert Informationen über die Umgebung des Fahrzeugs.

Was können diese Technologien von Nissan für das Vernetzte Fahren?

Die Technologie bildet einen 360-Grad virtuellen Raum um das Auto herum ab, um Informationen über Dinge wie Straßen- und Kreuzungsstatus, Sichtbarkeit, Beschilderung oder Fußgänger in der Nähe bereitzustellen. Es kann auch die Personen im Inneren des Fahrzeugs überwachen, indem es Innensensoren verwendet, um besser vorauszusehen, wann sie Hilfe bei der Suche nach etwas oder einer Kaffeepause benötigen, um wachsam zu bleiben. i2V zeigt zusätzlich Informationen über Staus und geschätzte Fahrzeiten, kann jedoch auch einzigartige Details kommunizieren, um den Fahrer besser über die bevorstehende Straße zu informieren und Unbekanntes zu beseitigen. Das kann dann auch die Unterstützung des Fahrers auf der Suche nach einem freien Parkplatz sein. Stressfreier fahren und ankommen, das ist Intention dahinter.

Das Elektrofahrzeug Nissan LEAF e+ feiert seine Premiere auf der CES in Las Vegas

Der Fahrzeughersteller präsentierte auf der CES in Vegas zusätzlich den Nissan LEAF e+.

Was ist neu am Nissan LEAF e+?

Ein neuer Antriebsstrang mit zusätzlicher Leistung und Reichweite ist die herausragende Neuheit des weltweiten Verkaufsschlagers unter den Elektroautos. Hierbei bezieht sich das “e+” auf die erhöhte Energiedichte des Batteriepacks des Modells und die höhere Leistung des Antriebsstrangs.  “Der LEAF e+ ist ein ‘more’ LEAF, der den Kunden mehr Auswahl in Bezug auf Leistung und Reichweite bietet”, sagte Daniele Schillaci, Executive Vice President von Nissan. “Indem wir unseren Kunden eine Auswahl an Antriebssträngen anbieten, die ihren Bedürfnissen entsprechen, ist der preisgekrönte Nissan LEAF jetzt komfortabler und attraktiver denn je.”

Welche Leistung bietet die Batterie im neuen Nissan LEAF e+?

Mit seiner verbesserten Batterie und der Leistungssteigerung von 40 auf 62 kWh sind beim neuen Leaf nach WLTP bis zu 385 km möglich. Zum Vergleich: Die Version mit 40-kWh-Akku schafft 270 km. Vorerst bietet Nissan dieses Leaf e+ Fahrzeug jedoch lediglich als Sondermodell an. Und zwar als Leaf 3.ZERO e+ Limited Edition, die europaweit auf nur 5.000 Elektroautos limitiert ist. In Europa wird die Edition preislich ab 46.500 Euro starten.

Wann startet der Verkauf des elektrischen Nissan LEAF e+?

Mehr als 380.000 LEAF-Fahrzeuge wurden bislang weltweit verkauft, seit das 100-prozentige Elektromodell 2010 erstmals in den Handel kam. Ausgestattet mit fortschrittlichen Technologien wie dem teilautonomen Antriebssystem ProPILOT*2 und dem e-Pedal-Modus für Einpedalfahrten verkörpert der Nissan LEAF die Nissan Intelligent Mobility als die Vision des Unternehmens. Ab Ende Januar findet man den Nissan LEAF e+ bei Nissan-Händlern in Japan. Der Verkaufsstart in den USA wird für das Frühjahr 2019 und in Europa für Mitte 2019 erwartet.