Der deutsche Autohersteller Volkswagen hat angekündigt, einen neuen Anlauf ins CarSharing zu wagen. 

Nach dem gescheiterten Versuch mit „Quicar“ eine Konkurrenz zu Car2Go und DriveNow aufzubauen, wagen die Wolfsburger nun die eCar-Sharing-Flotte. Aber auch andere Konkurrenten planen eigene Dienste.

Was ist geplant?

Bereits im kommenden Jahr soll der CarSharing-Dienst innerhalb der VW-Digitalplattform“We” eingeführt werden. Dabei hat der größte deutsche Automobilhersteller keinesfalls nur den deutschen Markt im Visier. Zunächst allerdings ist geplant, 2019 den deutschen Markt zu erobern, dabei setze man ausschließlich auf eFahrzeuge. Dies kündigte der VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann vergangene Woche in Berlin an. 

Schon ein Jahr später ist die Internationalisierung des Angebots in die großen europäischen Metropolen geplant, zudem sollen im Jahr 2020 ebenfalls Nordamerika und Asien hinzukommen. 

Welche Fahrzeuge nimmt VW in die Flotte auf?

Obwohl es noch keine Einzelheiten vonseiten VWs gibt, kann man davon ausgehen, dass zunächst der E-Golf und der E-up! als CarSharing-Fahrzeuge eingesetzt werden. Der I. D. könnte dann mit der Markteinführung frühestens 2020 hinzukommen. Zudem plant VW mit dem I. D. Cityskater und dem Streetmate3 bereits eScooter, die jedoch bislang erst als Studie vorliegen. Dennoch wären diese auch für eine Erweiterung des CarSharing-Angebots interessant. Genaueres zur eFlotte will der Konzern noch in diesem August bekannt geben.

Konkurrenz zur neuen Fusion

Seit der Fusion des Car2Go und DriveNow haben Daimler und BMW bislang keine ernsten Konkurrenzen auf dem CarSharing-Markt in Deutschland. Sicher gibt es in anderen Regionen mit anderen Mobilitätskonzepten (Uber etc.) weitere Möglichkeiten, dennoch wird der VW-Carsharing-Dienst wohl rein aufgrund der finanziellen Möglichkeiten VWs und der Elektrifizierung der gesamten Flotte ein Hauptkonkurrent für das aktuelle Angebot werden.

Der Markt wird jedoch schnell erschlossen werden, zumal auch Renault und Volvo jeweils einen separaten CarSharing-Anlauf angekündigt haben. Man kann also gespannt sein, was genau VW im August spezifiziert und wo das Angebot in Deutschland im nächsten Jahr verfügbar sein wird. Auch die Reaktion von den fusionierten Marktführern kann man gespannt warten. Sicher ist: CarSharing wird mit zunehmender Konkurrenz weiter verbreitet und für die Kunden sicher (noch) attraktiver werden.

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