Porsche baut seine Modellpalette aus und stößt in die neue Welt der eMobilität vor. Die Produktstrategie will der Hersteller „auf drei Säulen“ aufbauen. „Die erste sind traditionelle Verbrennungsmotoren, hochdrehende, sehr emotionale Saug- und Turbo-Motoren. Die zweite Säule stellen unsere neuen Plug-in-Hybridantriebe dar, die mehr Fahrspaß, mehr Boost-Power und eine größere rein elektrische Reichweite bieten. Und das dritte große Standbein wird die Elektromobilität sein“  (Golem)

Für die nächsten Jahre soll diese dreigleisige Strategie den Erfolg für die Schwaben liefern. Doch trotz der Neuerungen  steht fest: „Porsche bleibt Porsche – die führende Marke für exklusive, sportliche Mobilität.“ So Firmenchef Oliver Blume

„Wir wollen die von Ferry Porsche vorgelebte technische Exzellenz in die Zukunft führen.“

Porsche plant den Beginn der rein elektrischen Antriebe mit dem Mission E. Der ePorsche trägt zwei Elektromotoren, an jeder Achse einen, die zusammen eine Gesamtsystemleistung von 600 PS leisten sollen. Ein Torque Vectoring betreibt jedes Rad einzeln und die Allradlenkung sorgt für Agilität und Fahrdynamik. Die Beschleunigung von 0-100 km/h soll in 3,5 Sekunden vonstattengehen und die 200 Marke soll unter 12 Sekunden fallen. (Porsche)

Im Exterieur Design gelang es, eine zukunftsweisende Symbiose zwischen Heritage der Mid-Century Fahrzeuge und den heutigen Porsche Modellen zu kreieren. Ivo van Hulten, Direktor Interior Design – Style Porsche, setzt im Innenraum auf neue Akzente. „Wir wollen eine völlig neue Art der Interaktion mit dem Fahrzeug erreichen, indem wir Gesten- und Blickkontakterkennung zur Steuerung einsetzen.“ Die Instrumente werden teilweise sogar über Hologramme – intuitiv und mit maximaler Fahrerorientierung durch automatische Einstellung auf die Fahrerposition, bedient werden.

„Wir verwenden beim Mission E permanent erregte Motoren. Die sind etwas teurer in der Herstellung, aber bieten Potenzial in Bezug auf ihre Größe, auf ihr Gewicht und auf das Dauerleistungsvermögen“

Plattform SPE

Offenbar unter der Bezeichnung SPE wird eine eigenständige Elektro-Plattform für Porsche entwickelt. Erste Modelle auf Basis dieser Plattform werden nicht vor 2025 erwartet. Diese Konstruktion könnte auch  für Audi und Lamborghini  interessant werden, obwohl bereits Volkswagen die Plattform MEB konzernweit bereitstellen will. (Autoevolution) Der Mission E wird also noch nicht auf der neuen Bauweise basieren, sondern auf der eigens entwickelten Plattform J1.

Plattformen by VW

Die Plattform wurde  in einer Präsentation aus dem vergangenen November entdeckt und soll für zweitürige Sportwagen und Supersportwagen genutzt werden. In der Präsentation war unter anderem auch die Strategie in der Elektrifizierung im Zuge der „Roadmap E“ gezeigt worden. Die Elektrifizierung des Macan wurde die oben genannte Spezifikation ausschließen.

Die Ingolstädter (Audi)  entwickeln zudem noch die Plattform C-BEV, die im kommenden Jahr für den e-tron quattro eingesetzt werden soll. Diese soll sich für SUVs eignen..(autonews)

Für die Elektrifizierung des Macan soll die von Audi und Porsche gemeinsam entwickelte Premium Platform Electric kurz PPE sorgen. Der Macan wird für die Kunden wahrscheinlich 2021 verfügbar sein. Auch ein elektrischer Q5 wird auf der Premium Variante des EMB basieren.

Jeder zweite verkaufte Porsche elektrisch

Laut einem Bericht des „Manager-Magazins“ will Porsche schnell auf die elektrische Fortbewegungsart umsteigen und bereits 2023 jedes zweite verkaufte Auto mit elektrischem Antrieb versehen.

„Wir haben alles, was es braucht, damit die Marke Porsche weiterhin für Faszination sorgt – auch in den nächsten 70 Jahren“ so Blume auf einer Feier anlässlich des 356 „Nr.1“ Roadster. Bereits erfolgreich sind die Schwaben mit ihrem Teilzeit-Stromern. Hier konnte man zuletzt ein deutliches Absatzplus verzeichnen. Käufer des Panamera  in Europa wählen zu ca.  60 Prozent  die Hybridversion.

60.000 E-Autos pro Jahr

Porsche plant für die elektrischen Modelle eine Produktion 60.000 Fahrzeugen pro Jahr.

Zukunft bei Porsche

Gegenüber dem IT Blog Golem sprach Michael Steiner, Mitglied des Vorstands für Forschung und Entwicklung bei Porsche, über die Zukunft von Porsche. Wie Porsche das Sportwagen Gefühl in Zukunft vermitteln will, ist spannend: „Wir haben gelernt, dass die Dynamik des Motors, die Schaltvorgänge, all diese Dinge, sich akustisch wahrnehmen lassen. (…) Elektromaschinen, Getriebe machen Geräusche, und es gibt einen Gestaltungsspielraum, um diese Geräusche zu beeinflussen. Wir werden versuchen, das in eine Richtung zu lenken, die wir als markentypisch und auch als emotional und angenehm betrachten.“

Fazit

Der VW Konzern zeigt sich vielseitig und stellt für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Tochterunternehmen unterschiedliche Plattformen bereit. Die Zukunft bei Porsche können wir bereits nächstes Jahr betrachten und ich persönlich freue mich schon auf den neuen Tesla S Jäger. Auf die drei Säulen setzen mittlerweile viele Hersteller. Die Hybriden Versionen sollen den Übergang erleichtern, jedoch schwächeln viele noch bei den rein elektrischen Modellen. Porsche anscheinend nicht. Warten wir ab und freuen uns auf einen neuen elektrischen Sportwagen.

 

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