Mit dem Siegeszug der (elektrischen) Zweiräder in unseren Städten spätestens seit dem Abflachen der Corona Pandemie, entstehen beinahe täglich neue Angebote für die Mikromobilität. Die Sharing Anbieter wie VOI, TIER oder Dott im E-Scooter Segment, die E-Roller im Sharing von emmy und TIER oder die diversen E-Bike Sharing Anbieter bekommen jetzt Wettbewerber. Einige von Ihnen setzen auf Subskriptionen, andere wollen ein breiteres Produktspektrum für unsere urbane Mobilität anbieten.

Ein neuer Subskriptionsdienst namens Dance startet in Berlin

Ein neues Angebot namens Dance startet heute in Berlin. Dance beinhaltet einen weltweiten Subscription-Service für urbane E-Bikes mit einem Invite-only-Programm. Die basis ist ein unkompliziertes Subskriptions-Modell, dazu kommt ein all-inclusive Servicepaket für die modernen Dance E-Bikes. Ziel der Gründer ist es, von Berlin aus eine vernetzte weltweite E-Bike-Community aufzubauen und eine globale Bewegung zu starten, die Städte fahrradfreundlicher und lebenswerter macht. 

Wie funktioniert der Dance Subskriptions-Service?

Innerhalb von 24 Stunden liefert Dance ein sofort fahrbereites E-Bike direkt vor die Haustür. Sollten Reparaturen anfallen oder das Rad gestohlen werden, wird es sofort ersetzt. “Dance bedeutet, jederzeit ein hochmodernes E-Bike zur alleinigen Verfügung zu haben, allerdings ohne den Aufwand, es kaufen und instandhalten zu müssen”, sagt Eric Quidenus-Wahlforss, Co-Founder und CEO von Dance. 

Neue Angebote für die Mikromobilität

Der neue Service von Dance trifft den Nerv der Zeit. Denn E-Bikes sind vor allem auf Strecken von bis zu zehn Kilometern die schnellste und effizienteste Form individueller Mobilität. Sie sind damit ein ideales Verkehrsmittel für die Stadt. “Man spart Zeit und schont die Umwelt. Man bewegt sich, aber ohne dabei zu schwitzen. Vor allem aber ist eine Fahrt mit dem E-Bike pure Freude”, sagt Co-Founder und Chairman Alexander Ljung. Allerdings ist ein hochwertiges E-Bike mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 2300 Euro teuer. Es muss instand gehalten werden und das Risiko, dass es gestohlen wird, ist höher. Daher ist die Hürde, auf ein eigenes E-Bike umzusteigen, bei Verbrauchern immer noch groß. “Ein E-Bike zu kaufen und zu unterhalten ist aufwändig. Deshalb haben wir einen unkomplizierten Subscription-Service für E-Bikes mit einem all-inclusive Servicepaket auf die Beine gestellt, ohne jegliche Vorabkosten. Dance ist damit die perfekte Lösung für alle, die gesund, umweltfreundlich und zeitsparend unterwegs sein wollen”, so Quidenus-Wahlforss.

Wer sind die Gründer und Investoren von Dance?

Dance wurde von den SoundCloud-Gründern Eric Quidenus-Wahlforss und Alexander Ljung zusammen mit dem Co-Founder von Jimdo, Christian Springub, gegründet. Das Unternehmen ging im Juli 2020 mit einem Invite-only-Programm in Berlin an den Start. Dance wird vom Risikokapitalfonds BlueYard gemeinsam mit anderen Unternehmern und Investoren wie Ilkka Paananen (Gründer & CEO Supercell), Jeannette zu Fürstenberg (La Famiglia), Kevin Ryan (Gründer Alleycorp, Doubleclick und MongoDB), Neil Parikh (Gründer & CSO Casper), Bjarke Ingels (Gründer & CEO BIG Architects) und weiteren finanziert.

Mobility Startup Rydies setzt auf große Kooperationspartner

Auf eine etwas andere Strategie setzt das Münchner Mobility Startup Rydies. Dort entwickelt und betreibt man Mikromobilitätslösungen für den urbanen Raum, um sie dann gemeinsam mit reichweitenstarken Partnern zu vermarkten.

So können beispielsweise ADAC-Mitglieder seit Ende Mai 2020 hochwertige E-Bikes und E-Motorroller von renommierten Herstellern im e-Ride AboShop des Automobilclubs mieten. Rydies unterstützt in diesem Beispielden ADAC dabei, neue und bessere Ideen für mehr Mobilität mit dem Fahrrad zu machen und somit weniger Autos in den Städten zu bewegen.

Gestartet wird mit drei unterschiedlichen e-Bikes, die sich in Angebotsform und Ausrichtung unterscheiden: das BMW Active Urban Hybrid, das Van Moof Electrified S 2 und das Univega Geolight B von Greenstorm. Das sind jeweils sogenannte Pedelecs, die bis 25 km/h elektrisch unterstützt werden können. Für diese Fahrzeuge ist kein Führerschein oder Versicherungskennzeichen erforderlich und sie dürfen auf Radwegen genutzt werden. Allerdings begrüßt den Besucher dieses Angebotes auf der ADAC Webseite die Mitteilung: “Aufgrund der großen Nachfrage sind einige der Zweiräder derzeit nicht verfügbar.”

Neue Angebote für die Mikromobilität
Bildrechte: ADAC Website – ADAC-e-Bike

Rydies kooperiert mit BOGESTRA im Ruhrgebiet

Auch auf regionaler Ebene erhalten die neuen E-Mobilitätskonzepte Einzug – inklusive eines Rundum-sorglos-Pakets mit Versicherung, Wartung, Reparatur, Kaufoption und Rabatten: Gemeinsam mit der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) hat Rydies die Plattform Mein-E-Abo lanciert, auf der man ab 49 € pro Monat E-Bikes, E-Scooter und E-Roller mieten und dazu diverse Vergünstigungen im ÖPNV (u.a. Ticket-Gutscheine) genießen kann.

Spezialversicherung für die Fahrzeuge der Mikromobilität

Der Mobilitätsanbieter Rydies setzt bei den beiden Kooperationen auf die digitalen Versicherungen von Alteos, um die hochwertigen E-Bikes, E-Scooter und E-Motorroller rundum abzusichern. Das Berliner InsurTech-Startup leistet die Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung für jedes abgeschlossene Abo der Fahrzeuge. Alle Abonnenten der E-Bikes profitieren vom eigens von Alteos entwickelten Versicherungstarif “Diebstahlschutz Plus”, der Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub, Akku-Diebstahl und Vandalismus zu jeder Zeit und an jedem Ort in Europa einschließt. 

Mein Fazit zu diesen neuen Angeboten der Mikromobilität

Derzeit sind die Augen stark auf die B2C Angebote der schwer finanzierten Sharing Riesen wie Lime, TIER oder VOI gerichtet. Spannend sind in meinen Augen die B2B Angebote von Rydies oder der Subskriptionsdienst Dance. Sie legen den Grundstein für eine verbesserte urbane Mikromobilität. Denn mit diesen Angeboten steigt die persönliche Nutzung von elektrischen Zweirädern in den Städten. Und das ist gut so.