Wir werden ab sofort immer Dienstags über interessante Startups aus den unterschiedlichsten Bereichen der Mobilität berichten. Wir nennen diese Kategorie Startup-Tuesday -> immer wieder Dienstags gibt`s ein frisches Startup auf eMobiliaetBlog. Den Anfang machen heute die jungen Innovatoren von Isarsitze aus Garching bei München.

Smarte Mobilität im Öffentlichen Personenverkehr

Seit inzwischen fünf Monaten fördern das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie die Europäische Union dieses Spin-Off der Technischen Universität München. Das dreiköpfige Gründerteam von Isarsitze arbeitet seit Mitte 2015 an der Zukunft des Öffentlichen Personenverkehrs. Worum geht’s:

Isarsitze steht für IoT, Big Data und eben Sitze

Integrierte Mobilität ist eines der begehrtesten Ziele unserer Zeit. Isarsitze beschäftigt sich mit einem der Digitalisierung bislang fremden Thema – den Fahrgastsitzen. „Sie spielen in einer integrierten Mobilität eine entscheidende Rolle und sind der Schlüssel zur Digitalisierung im öffentlichen Personenverkehr“, sagt Mitgründer und Vertriebsleiter Dominik Ganswohl. „Es können wertvolle Daten generiert werden, welche die Betreibergesellschaften bei der Verkehrsplanung maßgeblich unterstützen. Ein komfortables Reisen heißt für Isarsitze nicht nur einen ergonomischen Sitz anzubieten, sondern auch eine gesunde Fahrzeugauslastung zu erzielen.” Diese sieht der Gründer im heutigen Personenverkehr bislang immer seltener.

Die intelligenteste Sitzfamilie für Busse und Züge

Die Idee entstand in einem Studienprojekt und wurde schon frühzeitig von Branchengrößen wie Daimler unterstützt. Seither konnten die Jungunternehmer mehrere Industriepartner für sich gewinnen.

Bild: Isarsitze - intelligentes Sitzsystem
Bild: Isarsitze – intelligentes Sitzsystem im öffentlichen Nahverkehr

Nun wurde mit einer der größten deutschen Betreibergesellschaft ein weiterer Meilenstein gelegt. Bereits Anfang 2017 werden Isarsitze in den Realbetrieb gehen. „Wir werden schrittweise vorgehen und nächstes Jahr damit beginnen die öffentlichen Verkehrsnetze für die urbane Zukunft zu wappnen”, so Ganswohl. Die Urbanisierung stellt die städtische Mobilität vor eine historische Herausforderung. Ein Beispiel: Nach Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln aus dem Jahr 2014 wird die Bevölkerung in München bis 2030 um 24 Prozent wachsen. Zahlreiche Großstädte der ganzen Welt sind von diesem Megatrend betroffen.

Für die Entwicklung der Technologie bieten das Forschungszentrum Garching und die UnternehmerTUM einen hervorragenden Nährboden. Der Fernbus-Riese Flixbus und mobile Roboterexperte Magazino haben dort den Durchbruch bereits geschafft. Isarsitze möchte nun seine eigene Erfolgsgeschichte schreiben. Am 25. Oktober gibt es bei mobilität querdenken in Würzburg bereits die nächste Gelegenheit um mit den Jungunternehmern ins Gespräch zu kommen.