Das Model 3 ist das Projekt von Tesla, welches die Massenmarktfähigkeit einer jungen Firma bedeuten soll und eine ganze Branche in Aufruhr gebracht hat. Von diesem Automobil hängt die ganze Firma ab. Man investierte Milliarden und hofft endlich wieder einen positiven CashFlow zu erreichen.

Letztes „Bet-the-Company“ Projekt

Bei Tesla kam es nicht nur einmal vor, dass die Zukunft des ganzen Unternehmens an einem Projekt hin. Das jüngste Projekt war das Model 3. Milliarden Investitionen und enorme Verluste hängen mit diesem Projekt zusammen. Jetzt hat Elon Musk verlauten lassen, dass es das letzte Projekt ist, auf das er die Zukunft des Unternehmens wettet.

Interview mit Bloomberg

Musk erklärte seine Logik in einem Interview mit Bloomberg:

„Es gab drei Situationen, in denen es notwendig war, auf das Unternehmen zu wetten. Die Kreation des Roadsters. Natürlich sind wir ein brandneues Unternehmen, es war damals unser einziges Produkt.

Vom Model S sind wir von ungefähr 600 Autos pro Jahr zu 20.000 Autos pro Jahr und einem viel anspruchsvolleren Auto gegangen. Offensichtlich ist dies solch eine Situation, in der das Unternehmen Probleme bekommen kann.“ (Bloomberg)

Model X kein „Bet-the-Company“ Projekt

Das Model X, welches zu den sichersten Fahrzeugen seiner Klasse gehört, war laut Musk kein Projekt, welches die Firma hätte in den Ruin stürzen können. Musk dazu:

„Das Projekt Model X war schmerzhaft, aber keine Wette auf die Firma.“ (Bloomberg)

Model 3

Beim Model 3 wurden am Anfang 1000 Autos pro Woche hergestellt, wie beim S oder dem X-Programm. Doch das Hochfahren auf 5.000 Autos pro Woche stellte das Unternehmen vor große Probleme. Die Produktion so hochzufahren, war für Musk eine „Bet-the-Company“ Entscheidung.

Nachhaltigkeit

Tesla hat jetzt die angestrebte Produktionsrate von 5.000 Autos pro Woche vorerst erreicht, aber Musk bestätigte, dass man nur mit viel Aufwand nachhaltig werden kann. Musk hat den Anlegern mitgeteilt, dass das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte einen positiven Cashflow anstrebt. Mit dem Erreichen des Meilensteins ist man auf einem guten Weg.

Keine großen Sprünge geplant

Da man nun den ersten Schritt zur Massenmarktfähigkeit gemacht hat, erwartet Musk keine weiteren Produktionssprünge in dieser Größenordnung bei neuen Modellen.

„Ich sehe nicht, dass wir neue Projekte machen, wo wir fünfmal größer werden als bisher. Sobald wir die Produktion Massenmarkttauglich haben und der Massenmarkt liegt bei uns bei einer Größenordnung von einer viertel Million Fahrzeugen pro Jahr, glaube ich nicht, dass wir ein 1,2 Millionen-Fahrzeugprogramm eines bestimmten Modells liefern werden.“ (Bloomberg)

„Grundsätzlich glaube ich, dass das Model 3 das letzte „Bet-the-Company“ Projekt ist. Es ist nicht so, als hätte ich den Wunsch, auf die Firma zu wetten. Man hat manchmal jedoch keine andere Wahl. Wenn jemand weiß, wie es geht, ohne auf die Firma zu wetten, würde ich gerne mit dieser Person sprechen.“ (Bloomberg)

„Wir werden immer noch hart arbeiten, wachsam sein und nicht selbstzufrieden werden, weil es sehr schwierig ist, als Autohersteller zu überleben. Aber es wird nicht mehr die gleiche Belastung kommen, wie bei der Serienproduktion des Model 3.“(Bloomberg)

Fazit

Die Situation rund um das Model 3 hat die Firma nachhaltig belastet und wird auch in Zukunft noch einige Überraschungen bereithalten. Jedoch erreicht man mittlerweile die wichtigen Meilensteine, um den Erfolg der Firma nachhaltig zu sichern.